Cannes 2015: Dheepan von Jacques Audiard

Dheepan (Antonythasan Jesuthasan) verbrennt seine gefallenen Kameraden, zieht sich die Uniform aus und macht Schluss mit dem Bürgerkrieg, Schluss mit den Tamil Tigers. Er kann nicht mehr. Der Krieg, das Gemetzel, die Verluste haben ihn mürbe gemacht. Yalini (Kalieaswari Srinivasan) will nur noch raus aus Sri Lanka. Nach London zu ihrer Cousine. Im Flüchtlingslager sucht sie ein Kind. Eines, das keiner will. Sie findet Illyaal (Claudine Vinasithamby), ein Waisenkind. Zusammen mit Dheepan werden sie mit Papieren für die Immigration nach Frankreich ausgestattet. Von jetzt an sind sie Vater, Mutter, Tochter.

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Filme

Amapola

Es kommt selten vor, dass ein Film dem Zuschauer durch pure Pracht und Schönheit den Boden unter den Füßen wegreißt. Geschieht es aber doch, dann ist das nicht nur ein rarer und wertvoller Moment, es ist ein cineastisches Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.

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Mädchen im Eis

"Wenn du nichts mehr zu bieten hast, und nichts mehr zu erhoffen, dann bist du hier draußen richtig", sagt Yegor (Yuri Kolokolnikov) über Teriberka. In dem Dorf hinter dem russischen Polarkreis, das als Drehort von "Leviathan" berühmt wurde, treffen in einem einsamen Sporthotel die merkwürdigsten Gestalten aufeinander.

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Learning to Drive

Nachdem sich Isabel Coixet mit "Another Me – Mein zweites Ich" nur bedingt überzeugend im Sujet des Thrillers versucht hat, kehrt sie mit "Learning to Drive" zu ihrer angestammten Domäne zurück: den menschlichen Dramen.

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Family Business

Polnische Haushaltshilfen sind in Deutschland, wie die Filmemacherin Christiane Büchner feststellt, längst ein "Massenphänomen". Wer zum Beispiel alte Angehörige hat, die zu Hause betreut werden wollen, der wird hierzulande wohl vergeblich nach bezahlbaren, rund um die Uhr verfügbaren Kräften suchen.

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Die Hälfte der Stadt

Auf den Straßen der polnischen Stadt Kozienice herrschte früher polyglottes Stimmengewirr: Die Bewohner sprachen Deutsch, Polnisch, Jiddisch, Russisch. Aber im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Dokumente vernichtet, die über das Leben und das Schicksal ihrer Bewohner Aufschluss geben könnten. Gegen das Vergessen kämpft nicht nur ein örtlicher historischer Verein an, sondern auch der junge Fotograf Michal Wozny.

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2015 23/05

Cemetery of Splendor

Die Soldaten schlafen fest. Die Betten nebeneinander gereiht, die Moskitonetze zur Seite geschoben. Krankenschwestern kümmern sich um die komatösen Patienten, die in einer ehemaligen Schule gepflegt werden. Die freiwillige Helferin Nem (Jenjira Pongpas Widner) kommt in dieses provisorische Krankenhaus. Nem humpelt. Ein Bein ist kürzer als das andere. Gemeinsam mit dem Medium Keng nehmen die Frauen Kontakt mit den Soldaten auf.

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