Eine Lanze für die feministische Filmkritik – Biss zum Abspann: Die kino-zeit.de-Kolumne

In ihrer Rede vor der UN hat Emma Watson vergangene Woche deutlich gemacht, dass "Feminismus" kein überaltertes Konzept des 20. Jahrhunderts darstellt, sondern einen noch immer notwendigen Kampf beschreibt, der allen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht zu Gute kommt. Mit dem Argument, dass die Konstruktion festgeschriebener Geschlechterrollen nicht nur Frauen, sondern auch Männer in ihrer Freiheit beschneide, rief der Star aus der Harry Potter Reihe vor allem seine männlichen Zuhörer zu mehr Engagement auf. Ein absolutes wichtiges und richtiges Vorgehen. Denn Feminismus geht uns tatsächlich alle an. Auch und insbesondere in der Filmkritik.

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Filme

Männerhort

Mit dem Ohrwurm von der "ganz, ganz großen Liebe" und einer immerhin recht gut aufgelegten Besetzung wurde der zweite Teil von "Männerherzen" vor kurzem zu einem jener deutschen Kinohits, die man mit viel Durchhaltevermögen und geradezu heldenhafter Toleranz noch einigermaßen akzeptieren konnte – zumindest dann, wenn man zu der Sorte Mensch gehört, die erfolgreiche Kinofilme wie diese als Standort festigend und damit per se gut für die deutsche Filmlandschaft ansehen.

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Anderson

Es gab Zeiten, da war der Schriftsteller Alexander Sascha Anderson so berühmt, dass man ihn in gewissen Kreisen nur "A" nannte und jeder wusste sofort, wer gemeint war. Doch die Zeiten ändern sich und so änderte sich auch die Bedeutung des "A". Wolf Biermann hatte ihn 1991 mit der Bezeichnung "Sascha Arschloch" als früheren Stasi-Spitzel gebrandmarkt.

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The Midnight After

Im knallbunten Endzeit-Minibus fahren die schrägen Protagonisten in "The Midnight After" von Fruit Chan in ein Zeitloch. Leider fährt man dabei als Zuseher nur bedingt mit. Der Film ist ein wilder Mix aus besseren und weniger guten Einfällen, eine Endzeitkomödie, die irgendwo nach einer Aussage über die moderne Welt, die Folgen von Atomkatastrophen und dem Wesen von Hongkong sucht, aber dann doch alles über Bord wirft für den nächsten makabren Irrsinn, den nächsten Soundeffekt.

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Im Labyrinth des Schweigens

Es gab eine Zeit, da wusste in Deutschland kaum jemand etwas mit dem Begriff "Auschwitz" anzufangen. Bis in die frühen 60er Jahre hinein wollte die junge Bundesrepublik die Sünden der Vergangenheit am liebsten vergessen, aber mit dem so genannten "Auschwitz-Prozess", der Ende 1963 begann, konnte das System des Schweigens nicht mehr aufrechterhalten werden.

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Gone Girl - Das perfekte Opfer

Eine Literaturverfilmung wird von Lesern des Buches immer anders rezipiert als von Zuschauern, die die Vorlage nicht kennen. Leser haben Vorstellungen von den Figuren und den Orten, sie kennen die Handlung und erkennen dadurch Abweichungen und Werktreue, Interpretationen und Deutungen. Im Fall von David Finchers Verfilmung von "Gone Girl" wird sich das Seherlebnis darüber hinaus grundlegend unterscheiden.

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2014 30/09

Seitenwege großer Kinomeister: David Fincher - Der düstere Perfektionist

David Fincher bedarf eigentlich keiner genaueren Vorstellung mehr. Düstere Thriller wie Zodiac, Sieben oder Fight Club gelten heute als moderne Klassiker und haben teilweise Kultstatus erlangt. In diese Reihe von Filmen passt auch sein neuester Beitrag zum amerikanischen Neo-Noir Gone Girl, der in dieser Woche in den deutschen Kinos anläuft.

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