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15 25/11

Harvey Weinstein schränkt zugunsten des TV die Produktion von Indiefilmen ein

© Wikimedia Commons
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Tags: Fernsehen, Flop, Entlassung, Harvey Weinstein, Quentin Tarantino, Produktion, Todd Haynes, Independent, Geldnot, Bob Weinstein
Seine herausragende Reputation hat sich Harvey Weinstein als Übervater von Independent-Produktionen von Pulp Fiction bis The Artist eingefangen. Überraschenderweise wurde gestern bekannt, dass er sein Kerngeschäft nun deutlich drosseln will.

Während sich The Weinstein Company, die Firma, die Weinstein gemeinsam mit seinem Bruder Bob leitet, sonst auf Festivals bis zu 18 Filme pro Jahr sicherte, sollen ab sofort nur noch acht bis zehn Streifen produziert werden. Stattdessen wolle man sich vermehrt auf das lukrativere Fernsehen konzentrieren und Filme eher noch in der Drehbuchphase kaufen statt als fertige Produkte.

Für die ohnehin schon angeschlagene Independent-Welt ist diese Nachricht ein herber Schlag. Auch die TWC selbst hatte in letzter Zeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Flops wie Im Rausch der Sterne oder No Escape sorgten intern für Kürzungen und Entlassungen. Nicht einmal der Verkauf der kompletten Firma erscheine derzeit völlig abwegig. "Bob und ich haben den Kürzungen einige Jahre lang widerstanden," erklärte Harvey Weinstein zur aktuellen Situation, "denn wir sehen uns selbst noch gern als eine Mutti-und-Papa-Organisation. Vielleicht müssen wir erwachsen werden, aber wenn das der Preis ist, dann hasse ich das Erwachsenwerden." Derzeit liegen die Hoffnungen der Weinstein Company auf Todd Haynes Drama Carol und Quentin Tarantinos Western The Hateful Eight.

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