Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Kinostart:
24.09.2009
FSK:
12
Genre:
Drama, Biographie
Leserbewertung:
Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen - Trailer
Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen - Teaser
Bereits als Achtjährige wurde Hildegard in ein Kloster gesteckt und konnte dort ihre Begabungen in der Musik, Literatur und Kräuterkunde ausbauen und unter Beweis stellen. Vor allem war sie aber unbequem und stellte das herrschende klerikale System in Frage. Dass dies nicht auf Zuspruch der Mächtigen stieß, lag auf der Hand. Allerdings hatte sie auch immer wieder Förderer, die ihren eigenwilligen und innovativen Gedanken Glauben schenkten und dadurch halfen, dass auch achthundert Jahre nach ihrem Tod uns ihr Name noch geläufig ist.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2009
Länge:
111 (Min.)
Verleih:
Concorde Filmverleih
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
24.09.2009
CAST & CREW
Regie:
Margarethe von Trotta
Drehbuch:
Margarethe von Trotta
Kamera:
Axel Block
Schnitt:
Corina Dietz
Musik:
Christian Heyne
Hauptdarsteller:
Barbara Sukowa, Heino Ferch, Paula Kalenberg, Hannah Herzsprung, Gerald Alexander Held
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
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Von: Birgit am: 12.11.09
-schlecht war er nicht,hatte eine andere Vorstellung davon.
Von: Hi am: 12.11.09
Wirklich, ich kann allem vor mir geschriebenen nur recht geben: Nichts wurde dargestellt wie es eigentlich sein sollte, Heino Ferch fand ich aber in seiner Rolle gut.
Von: TCT am: 04.11.09
Erstens, es ist zu flach, zu wenig Menschlichkeit steckt im Film, zuviel klobiges Drehbuchgehumpel. Zweitens, das Klosterleben wird verzerrt dargestellt. Hildegard wird voellig androgyn dargestellt. Dazu kommt noch das ueberhaupt die gesamte Chance, etwas mystisches auch nur ein bisschen darzustellen brachgelegen ist, aber nur mit allgemeinen, billigen und dummen Symbolen dargestellt, was man ja in jedem Schundheft sehen kann. Die richtige Vision, und wie das funktioniert, die persoenlichkeit etc. ist nicht einmal aufgegriffen worden. Hildegard war dargestellt wie ein liebes, dummes laemmchen, das auch ein zwei mal bloekt wenn ihre Herde geschunden wird. So war sie aber sicher nicht! Die Goettliche Stimme ist umso ferner, da man sie in solch einem Film erwartet haette - in irgendeiner form, egal auch welche. Schade, schade, schade. Ich hatte mich eigentlich lange drauf gefreut.
Von: Michael Zrenner am: 04.11.09
Enttaeuscht auf der gesamten Linie. Die einzige Filmrezension die ich je geschrieben habe ist diese hier, weil ich es einfach nicht ausgehalten habe diesen streifen weiter in meinem Hirn goren zu lassen. Hildegard enttaeuscht vor allem durch die fehlende Faszination fuer die Hauptfigur, von der kaum charismatische, bewegende oder sonstwie bemerkenswerte Aussprueche, Taten oder Gestik kamen. Lieblos dahingehudelte, seichte Anreihung von faden Momenten, die in nichts anderem kulminiert als in der Frustration des wenigstens halbwegs anspruchsvollen Zuschauers. Eine einzige Vision wird gezeigt, bei der man sich auch noch mit Klischees bedient. Alle anderen stilistischen Mittel, Musik, Drama, Pathos, Feuer, alles was den Geist der echten Hildegard von Bingen haette erfahrbar machen koennen wurden beiseite gelassen. Der Wikipedia Artikel ist spannender. Arme Hildegard!
Von: beamma am: 25.10.09
Wir haben uns "Visionen" letzten Sonntag gegönnt, nach langer Zeit mal wieder Kino. Nachdem Bekannte von dem Film nur geschwärmt haben, freuten wir uns schon auf einen "spirituellen Film".
Aber leider Fehlanzeige! Wir können S. Klavitter in allen Punkten nur zustimmen.
Sukowa und Herzsprung sind in der Tat Fehlbesetzungen. Feministisch-weltlich à la Rosa Luxemburg, vermisst man dieses gewisse Etwas, diese natürliche Keuschheit, wie man sie von Klassikern kennt wie "Das Lied der Bernadette" (Jennifer Jones / Pseudonym von Phyllis Isley) oder "Jeanne d'Arc - die Frau des Jahrtausends" (Leelee Sobieski). Das ständige Geküsse der Nonnen und Ordensleute auf den Mund hat so bestimmt nicht stattgefunden, für einen religiösen Film ist das eher unpassend, um nicht zu sagen geschmacklos. Ebenso Hildegards animistische Beschreibung des männlichen Penis und des Geschlechtsaktes.
Aber, so wie es von Jeanne d'Arc zig Verfilmungen mit sehr unterschiedlicher Qualität und Charakteren gibt (von der Psychopathin Milla Jovovic bis zur überzeugenden Sobieski), bleibt auch die Hoffnung auf einen wirklich spannenden Hildegard von Bingen Film, der nicht schon "nach einer Stunde vergessen ist".
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