Zurück zur Übersicht

Fliegende Liebende - Trailer

Meinungen
1

91 Bewertungen

Fliegende Liebe - Trailer 3 (deutsch)

×

TRAILER & CLIPS ZU "Fliegende Liebende"

Im Selbstgespräch erklärte Pedro Almodóvar, dass er hofft, die Leute fänden den Film saukomisch. Mit lustig und unterhaltsam könnte er sich auch noch anfreunden, "Almodóvaresk" ließe ihn nur gleichgültig, aber eines würde ihn wirklich bekümmern: Wenn die Zuschauer seinen Film langatmig finden würden. So sehr, dass sie sich "die Mühe eines illegalen Downloads getrost sparen könnten". Wirklich Sorgen muss er sich deswegen aber nicht machen, ist "Fliegende Liebende" doch eine höchst vergnügliche Komödie.

Mehr lesen

MEINUNGEN

Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)

Bisherige Meinungen

(Anzeige: 1 von insgesamt 1)
Von: Auf dem rosa Sofa am: 17.07.13
Einer der Filme, auf die ich mich am meisten in diesem Jahr gefreut habe, war Almodóvars „Fliegende Liebende“ (Originaltitel: Los amantes pasajeros, englisch: I’m so excited ) , der am 4. Juli 2013 Kinostart hat. Ich wollte den Film wirklich gerne mögen, aber daraus ist leider bei aller Anstrengung nichts geworden. Aufgrund der Unachtsamkeit des Bodenpersonals (ungewohnt kleine Rollen für Penélope Cruz und Antonio Banderas), bleibt ein Bremsklotz am Fahrgestell eines Flugzeuges hängen und lässt damit die bevorstehende Landung zu einem lebensbedrohlichem Ereignis werden. Während das Flugzeug im spanischen Luftraum kreist und darauf wartet, eine Not – Landebahn zugeteilt zu bekommen, tut das schräge und gewohnt Gender – übergreifende Flugpersonal alles um die Passagiere ruhig zu halten und abzulenken. Dabei helfen Gesangseinlagen, Beruhigungsmittel und ein Meskalin– Cocktail. Wie in Filmen über Extrem – Situationen üblich, entblättern sich langsam die wahren Charaktere und Problematiken der einzelnen Protagonisten. Der Film ist im besten Sinne inkonsequent. Nachdem man den Trailer gesehen hat, erwartet man eher eine hysterische Komödie, aufgrund des Regisseurs zumindest eine ansatzweise tiefgehende Auseinandersetzung mit der Gender – Thematik. Die Grundsituation der ins Auge des Todes schauenden Fluggäste und Besatzungsmitglieder, rechtfertigt auf jeden Fall ein Drama. Aber nichts von all dem wird wirklich eingelöst. Für eine Komödie ist es definitiv nicht witzig genug, für ein Drama ist es zu oberflächlich und die extrem klischeehafte Darstellung der Bi – und Homosexuellen führt am ehesten zu Fremdscham. Das hat gerade ein Almodóvar schon erheblich subtiler und mit mehr Tiefgang geschafft. Eigentlich schöne Ideen, wie zum Beispiel das „öffentliche“ Telefon, dass durch einen Defekt die Person am anderen Ende auf die Kabinenlautsprecher überträgt, zerfließen in der Beliebigkeit der Geschichte. Auch das Bild am Anfang, dass die Gespräche aus der Kabine auf der Erde fortgesetzt und in ihrer Konsequenz gezeigt werden, verläuft leider im Sande. Dabei hätte gerade das noch einen interessanten Episoden – Film ergeben können, den die jetzt nebeneinander gestellten kleinen Geschichtchen, die größtenteils kammerspielartig im Flugabteil dargestellt werden, nicht überzeugend rüber bringen konnten. Mich persönlich hat keine einzige dieser Geschichten wirklich emotional mitnehmen können und so war es am Ende ein recht langweiliges Spektakel aus singenden homosexuellen Stewards, misslungenen Versuchen angedeuteter Tiefe und einer Meskalin – verursachten Sex – Orgie in großer Höhe. Mehr Rezensionen aktueller und kommender Kino - Filme auf www.rosasofa.wordpress.com