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| 18.03 | Die 4. Revolution – Energy Autonomy |
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ARTHOUSE TOP 10
Quelle: AG Kino
| 1. | Die Friseuse |
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| Woche 3 | ||
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Lesercharts TOP 5
| 1. | Berlin - Stettin |
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| Volker Koepp | ||
| 2. | Mensch Kotschie |
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| Norbert Baumgarten | ||
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| Erik Poppe | ||
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| 5. | Die 4. Revolution – Energy Autonomy |
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| Carl A. Fechner | ||
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Sensation oder Hype?
Sensation! Der gruseligste Horrorfilm seit Jahrzehnten! Frauen, die ohnmächtig im Kinosessel kollabieren, Männer, die weinen wie kleine Kinder. Glaubt man dem Viral Marketing für Paranormal Activity ist halb Amerika zurzeit traumatisiert und in psychologischer Notbehandlung wegen nächtlicher Bettnässerei. Filme, die mit solchen Nachrichten in den europäischen Kontinent schwappen, müssen sich gefallen lassen, dass die Erwartungen und Ansprüche an Geschichte und Umsetzung sehr hoch sind.
Um auf Nummer sicher zu gehen, wählte Oren Peli für sein Low Budget Erstlingswerk den Weg von Blair Witch Project. Man nehme ein Haus, zwei Laiendarsteller, denen man aus Gründen der Authentizitätsbildung gar nicht erst einen anderen Namen gibt und etwas unsichtbares Böses. Heraus kommt folgende Geschichte: Als Micah und Katie endlich in Micahs Haus zusammenziehen, kommt es zu unerklärlichen Störungen. Das liegt daran, dass Katie ein bisschen mehr mitgebracht hat als nur ihre Koffer. Seit ihrem achten Lebensjahr wird sie konstant begleitet von einem an ihre Person gebundenen Dämon. So die Erklärung des hinzugezogenen Exorzismusexperten, der die beiden davor warnt, mit dem Dämon Kontakt aufzunehmen oder ihn zu verärgern. Doch Micah kann nicht hören, zu spannend sind die Ereignisse. Besessen darauf den Fall zu lösen und voller Überzeugung, dass sein technisches Equipment wie Kamera und Mikrofone ihm dabei helfen werden, beginnt er sich mit dem unsichtbaren Übel anzulegen.
Während die pseudoauthentische Billigästhetik bei Blair Witch Project ganz erfrischend war, ist dieser Film völlig befangen von dem Versuch diese möglichst eindeutig zu kopieren. Das wäre zumindest eine Erklärung für die eindimensionale, billig fabrizierte Umsetzung. Die andere wäre, dass es sich bei diesem Film wirklich um Dilettantismus bzw. ein gutes Beispiel dafür handelt, warum nicht jeder Besitzer einer Digitalkamera gleich ein Regisseur ist. Die beiden Darsteller sind langweilig, ihr Schauspiel hölzern bis albern. Den Horror, den die beiden angeblich erleben, vermögen sie nicht zu transportieren. Das mag aber auch an der Darstellung des Grauens selber liegen. Wie am Reißbrett geschneidert steigert sie sich von Szenen, in denen ein Schlüssel zu Boden fällt bis hin zum Angriff der Bestie. Diese Ereignisse und ihre Intensität verfangen sich in einer Brühe aus Vorhersehbarkeit und schierer Langeweile. Eigentlich passiert nicht wirklich viel. Was es auch nicht muss, würde der psychologische Terror stimmen, den der Film auszulösen versucht. Nur gruselt man sich nicht und das Schicksal der beiden Darsteller ist einem auch egal, denn beide sind furchtbar unsympathisch.
Anstatt eines paranormalen Horrorereignisses zu frönen, findet man sich eigentlich in der heterosexuellen Beziehungshölle wieder, die vor Klischees nur so strotzt - als hätte es in den letzten 30 Jahren gar keine Gender-Debatten gegeben. Micah ist unerträglich egoistisch und stur. Er ignoriert sämtliche Wünsche und Bedürfnisse seiner Freundin und ist besessen von seiner Technik und dem Wunsch, dem Eindringling den Garaus zu machen. Man kann es ihm nicht verdenken, hat der Dämon doch so einiges mehr auf dem Deckel als er. Die Dämon-Micah Situation erinnert zunehmend an eine Art vorpubertären Penisvergleich – ein Spiel um die Macht im Haus und über die Frau. Katie hingegen entspringt direkt einem Gruselfilm aus den 1950er Jahren, wo Frauen eher Weibchen sind und nur schreien, weinen und in Ohnmacht fallen. Die beiden gehen einem so auf den Nerv, dass man nach kurzer Zeit heimlich auf Seite des Dämons ist und ihm leise aus dem Kinosessel zuruft "Mach sie platt!", damit endlich Ruhe ist.
Subtrahiert man die riesige PR-Kampagne und hat man auch nur geringfügige Ansprüche an gutes Schauspiel, eine interessante Geschichte und tatsächlichen psychologischen Horror, sollte man diesem Film fern bleiben und lieber Poltergeist in fünfter Wiederholung angucken. Das ist auf jeden Fall spannender als Paranormal Activity.
(Beatrice Behn)
Um auf Nummer sicher zu gehen, wählte Oren Peli für sein Low Budget Erstlingswerk den Weg von Blair Witch Project. Man nehme ein Haus, zwei Laiendarsteller, denen man aus Gründen der Authentizitätsbildung gar nicht erst einen anderen Namen gibt und etwas unsichtbares Böses. Heraus kommt folgende Geschichte: Als Micah und Katie endlich in Micahs Haus zusammenziehen, kommt es zu unerklärlichen Störungen. Das liegt daran, dass Katie ein bisschen mehr mitgebracht hat als nur ihre Koffer. Seit ihrem achten Lebensjahr wird sie konstant begleitet von einem an ihre Person gebundenen Dämon. So die Erklärung des hinzugezogenen Exorzismusexperten, der die beiden davor warnt, mit dem Dämon Kontakt aufzunehmen oder ihn zu verärgern. Doch Micah kann nicht hören, zu spannend sind die Ereignisse. Besessen darauf den Fall zu lösen und voller Überzeugung, dass sein technisches Equipment wie Kamera und Mikrofone ihm dabei helfen werden, beginnt er sich mit dem unsichtbaren Übel anzulegen.
Während die pseudoauthentische Billigästhetik bei Blair Witch Project ganz erfrischend war, ist dieser Film völlig befangen von dem Versuch diese möglichst eindeutig zu kopieren. Das wäre zumindest eine Erklärung für die eindimensionale, billig fabrizierte Umsetzung. Die andere wäre, dass es sich bei diesem Film wirklich um Dilettantismus bzw. ein gutes Beispiel dafür handelt, warum nicht jeder Besitzer einer Digitalkamera gleich ein Regisseur ist. Die beiden Darsteller sind langweilig, ihr Schauspiel hölzern bis albern. Den Horror, den die beiden angeblich erleben, vermögen sie nicht zu transportieren. Das mag aber auch an der Darstellung des Grauens selber liegen. Wie am Reißbrett geschneidert steigert sie sich von Szenen, in denen ein Schlüssel zu Boden fällt bis hin zum Angriff der Bestie. Diese Ereignisse und ihre Intensität verfangen sich in einer Brühe aus Vorhersehbarkeit und schierer Langeweile. Eigentlich passiert nicht wirklich viel. Was es auch nicht muss, würde der psychologische Terror stimmen, den der Film auszulösen versucht. Nur gruselt man sich nicht und das Schicksal der beiden Darsteller ist einem auch egal, denn beide sind furchtbar unsympathisch.
Anstatt eines paranormalen Horrorereignisses zu frönen, findet man sich eigentlich in der heterosexuellen Beziehungshölle wieder, die vor Klischees nur so strotzt - als hätte es in den letzten 30 Jahren gar keine Gender-Debatten gegeben. Micah ist unerträglich egoistisch und stur. Er ignoriert sämtliche Wünsche und Bedürfnisse seiner Freundin und ist besessen von seiner Technik und dem Wunsch, dem Eindringling den Garaus zu machen. Man kann es ihm nicht verdenken, hat der Dämon doch so einiges mehr auf dem Deckel als er. Die Dämon-Micah Situation erinnert zunehmend an eine Art vorpubertären Penisvergleich – ein Spiel um die Macht im Haus und über die Frau. Katie hingegen entspringt direkt einem Gruselfilm aus den 1950er Jahren, wo Frauen eher Weibchen sind und nur schreien, weinen und in Ohnmacht fallen. Die beiden gehen einem so auf den Nerv, dass man nach kurzer Zeit heimlich auf Seite des Dämons ist und ihm leise aus dem Kinosessel zuruft "Mach sie platt!", damit endlich Ruhe ist.
Subtrahiert man die riesige PR-Kampagne und hat man auch nur geringfügige Ansprüche an gutes Schauspiel, eine interessante Geschichte und tatsächlichen psychologischen Horror, sollte man diesem Film fern bleiben und lieber Poltergeist in fünfter Wiederholung angucken. Das ist auf jeden Fall spannender als Paranormal Activity.
(Beatrice Behn)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Paranormal Activity
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2007
Länge:
87 (Min.)
Verleih:
Wild Bunch / Central Film
VERÖFFENTLICHUNGEN
Kinostart:
19.11.2009
CAST & CREW
Regie:
Oren Peli
Drehbuch:
Oren Peli
Schnitt:
Oren Peli
Hauptdarsteller:
Katie Featherston, Micah Sloat, Michael Bayouth, Amber Armstrong, Mark Fredrichs
FILMBEWERTUNG
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Bisherige Kommentare
(Anzeige: 5 von insgesamt 32)
Von: Basti am: 27.02.10
Klasse Film lohnt sich zu gucken, am anfang etwas langweilig und doch interessant echt prima.
Von: Pink am: 21.02.10
ich fand den film nicht schlecht aber das die leute kollabieren und weinen das finde ich sehr sehr übertreiben soooo grußlig war der film nicht .. es war ganz ok... aber das der film ganz amerika gegrußelt hat das ist einfach quatsch wie gesagt ich finde das sollte jeder mal schauen am anfang war es auch für mich ein wenig langweilig aber dan fand cih ihn ganz gut.......
Von: Raziell am: 12.02.10
sorry, aber nur Leute mit KEINEM Geschmack findedn diesen Film mist. es geht halt nicht immer nur um abschneiden, aufschneiden oder reinstecken. Wenn man sich vorstellt das selber zu erleben, würden sich so manche Leute einscheißen die hier schlecht reden bzw schreiben.
Von: jojo am: 23.01.10
cool echt
Von: Reiti am: 30.12.09
No way guter Film! Zudem ich habe mir die ganzen Kommentare erstmal durchgelesen bevor ich meinen Senf dazu gebe...Hier merkt man immer wieder das dieser Film eine reine Geschmackssache ist und ich finde jeder sollte ihn mal gesehen haben, der sich für sowas interessiert. Weil wie soll er sich sonst ein Bild drüber machen?
Und zur Autorin dieser Bewertung der Schlüssel heißt Objektiv und nicht Subjektiv um eine gelungene Kritik zu schreiben...
Um den Film zu bewerten 10 von 10 alleine weil es mal was anderes ist und ich ihn echt grußelig fand. MEINE MEINUNG!
Bewertung der Kritk noch nicht einmal 0 von 10 Punkten hätte sie dafür verdient, es fängt schon damit an das das nicht Objektiv bewertet wurde sondern stark Sublektiv...
Mfg Reiti und lasst euch den Film nicht verderben
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