La Mala Educación - Ein Gespräch mit Pedro Alomodovar

Kinostart: 29.09.2004
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Wirklich zufrieden bin ich nie

Am Donnerstag, den 30. 9. startet der mit Spannung erwartete neueste Film La Mala Educación des spanischen Regisseurs Pedro Alomodovar in Deutschland.Im Gespräch erläutert Alomodovar die Entstehungsgeschichte des Films und seine Ziele.

In La Ley Del Deseo (Das Gesetz der Begierde, 1986) geht eine von Carmen Maura gespielte Transsexuelle in die Kapelle ihrer ehemaligen Schule und findet dort im Chorraum einen orgelspielenden Priester, der sie fragt, wer sie ist. Carmen gesteht ihm, das sie einst sein Schüler war, mit dem der Geistliche eine sexuelle Affäre hatte. Stellt diese Szene die Keimzelle der Geschichte von La Mala Educación dar?

Mehr oder weniger. Schon lange vor diesem Film hatte ich eine Kurzgeschichte verfasst, in der eine Transsexuelle ihre ehemalige Schule aufsucht, um einen Priester zu erpressen, der sie bzw. ihn damals sexuell missbraucht hatte. Während der Dreharbeiten zu La Ley Del Deseo (Das Gesetz der Begierde, 1986) erinnerte ich mich an diese Geschichte und beschloss, sie in den Film einzubauen. Aber sie beschäftigte mich weiter. Sie wollte, wie ich spürte, genauer und ausführlicher erzählt werden. Die Szene mit Carmen war nur eine Art kurze Vorausschau auf Zahara.

In La Ley Del Deseo(Das Gesetz der Begierde, 1986) gibt es auch einen Filmregisseur.

Ja, und genau wie die von Fele Martínez in La Mala Educación dargestellte Figur, lässt dieser seine persönlichen Begierden in seine Arbeit einfließen, wofür er schließlich einen hohen Preis bezahlen muss. Künstlerfiguren, die ihre intimen Obsessionen innerhalb ihrer Werke verarbeiten, haben mich immer außerordentlich interessiert, obwohl so etwas selten ein gutes Ende nimmt.

In Ihren ersten Kommentaren zu La Mala Educación haben Sie den autobiographischen Charakter des Films verneint.

Paco Umbral hat einmal geäußert, das alles nicht autobiographisches Plagiat ist. Vor diesem Hintergrund würde ich formulieren, dass der Film durchaus autobiographisch ist, jedoch in einem tieferen Sinn. Irgendwie steht meine Person als Schatten im Hintergrund der Figuren, ich stecke teilweise in ihnen, aber ich schildere keineswegs meine eigene Lebensgeschichte.

Ich glaube, sie waren damals Solist in Ihrem Schulchor …

Ja, das stimmt. Und ich sang unentwegt, lateinische Messen, Motetten und so weiter. Ich sang bei allen religiösen Zeremonien und, wie ich glaube, gar nicht mal schlecht. Die Priester nahmen sogar einige meiner Gesänge auf Tonband auf und spielten sie an der Kirchentür ab, um die Gläubigen anzulocken. Mit Erfolg, denn die Gottesdienste waren immer ziemlich gut besucht. Ich würde alles dafür geben, um an diese Bänder heranzukommen, aber sie existieren wahrscheinlich gar nicht mehr. Am meisten mochte ich die ausgefeilt choreographierten religiösen Zeremonien. Heute bin ich zwar Atheist, aber der spirituelle Glamour der katholischen Liturgie fasziniert und bewegt mich immer noch. Ich muss allerdings gestehen, dass ich lange schon keinen Gottesdienst mehr besucht habe.

Existiert oder existierte Padre Manolo tatsächlich?

Ja, als Typus oder Charakter.

Es gab oder gibt ihn also nicht wirklich?

Nein, er ist eine ausgedachte, fiktive Figur, obwohl einige Szenen des Films durch die Erinnerung an zwei Priester aus meiner ehemaligen Schule inspiriert sind.

Welche Szenen sind das?

Die sexuellen Übergriffe am Fluss und in der Sakristei.

Gehen sie auf tatsächliche Vorkommnisse zurück?

Zwei Schulkameraden erzählten mir davon. In einem geschlossenen Mikrokosmos wie einer Klosterschule bleibt letztlich doch nichts im Verborgenen.

Gesetzt den Fall, diese beiden Priester leben noch, haben sie keine Angst vor ihren Reaktionen auf den Film?

Wenn sie sich angesprochen fühlen, dann klagen sie sich damit selbst an. Ich bin Regisseur und Drehbuchautor. Für mich ist Padre Manolo lediglich eine Filmfigur, die innerhalb meiner Geschichte eine bestimmte Funktion übernimmt, und mit der ich, nebenbei gesagt, ziemlich zufrieden bin. Diese Figur stellt keine Attacke gegen die katholische Kirche dar, die mit ihren eigenen Problemen sicher genug zu tun hat, vor allem mit den durch das unselige Zölibat bedingten sexuellen Nöten der Priester. Gäbe es das Zölibat nicht, dann käme es auch sicher nicht zu so vielen Fällen des sexuellen Missbrauchs innerhalb der klerikalen Sphäre. Aber noch einmal: Ich habe den Charakter Padre Manolos bzw. Señor Berenguers nicht entworfen, um damit eine Kritik an der Kirche zu formulieren. Dieser Charakter ermöglicht es vielmehr, die verschiedenen Gesichter der Begierde zu beleuchten. Zu dem Zeitpunkt, an dem Padre Manolo von Daniel Giménez-Cacho gespielt wird, ist er ein Täter, der seine Lust rücksichtslos an einem kleinen Jungen auslebt. Später, wenn er sich Señor Berenguer nennt, sein Gelübde aufgegeben hat und sich in Juan verliebt, gerät er in die gegenteilige Rolle. Nun ist er ein Opfer.
Diese Charakterspaltung, die für das Verständnis des Films von größter Wichtigkeit ist, wird durch den Umstand unterstrichen, das die beiden so unterschiedlichen Charaktere von zwei durchaus verschiedenen Schauspielern verkörpert werden, nämlich von Daniel Giménez-Cacho und Lluis Homar. Obwohl ich beide seit langer Zeit sehr gut kenne, haben sie mich unglaublich überrascht. Ich konnte sie sozusagen zum zweiten Mal entdecken. Für ihre Vorurteilsfreiheit, ihre Offenheit, ihren Mut, ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft auf alle noch so exzentrischen Forderungen eines verrückten Regisseurs einzugehen, kann ich ihnen gar nicht genug danken.


Fele Martínez hat sich für diesen Film in physischer Hinsicht etwas verändert.

Fünf Monate vor Drehbeginn hat er mit einem Körpertraining begonnen, wobei er einige Pfunde verlor und einige Muskeln dazugewann. Er verfügte danach über eine ganz andere physische Ausstrahlung. Er selbst war übrigens hochzufrieden damit, weil alle ihn plötzlich ungemein sexy fanden. Er arbeitete aber nicht nur an seinem Körper, sondern auch an seiner Stimme, um ihr ein weicheres, tieferes Timbre zu geben. Beides war wichtig für seine Rolle. Fele hat wirklich sehr viel investiert. Er hat sich vollkommen auf seinen Charakter eingestellt, sein ganzes Herz dort hineingelegt. Ich glaube, ab jetzt wird er nicht mehr nur die typischen Teenie-Rollen spielen, denn er ist als Darsteller erwachsen geworden und hat seine Bandbreite enorm erweitert. Er kann jetzt alles spielen, von der leichten Komödie bis zur abgründigen Tragödie.
Etwas Ähnliches gilt auch für Javier. Er ist ungemein vielseitig und arbeitet gleichzeitig für alle Medien, Kino, Fernsehen, Theater, Kabarett, und in allen Genres. Obwohl seine Rolle in Hable Con Ella sehr ernst war, spürte ich schon damals seine komödiantische Begabung, die jetzt in La Mala Educación stärker zum Zuge kommt. Javier entpuppt sich hier geradezu als Komödienvirtuose. Er strahlt etwas aus, das über das schauspielerische Handwerk hinausgeht, das man einfach haben muss und nicht lernen kann. Seine Darstellung Paquitos ist vielschichtig, tiefgründig und unglaublich witzig. Seine Mitspieler haben es neben ihm schwer, denn man hat, sobald er in einer Szene auftaucht, nur noch Augen für ihn. Er stiehlt allen die Show.

Und wie kamen Sie schließlich auf Gael, nachdem Sie bereits jeden hübschen spanischen Jungdarsteller in Frauenkleider gesteckt und zum Transvestiten umgeformt hatten?

Genau wie alle anderen Kandidaten musste er dreimal zum Casting erscheinen, da gab es keine Ausnahme.

Was hatte er, das die anderen nicht hatten?

Er wirkt sehr attraktiv als Mann wie auch als Frau. Und das ist sehr wichtig für die Geschichte. Es erklärt, warum restlos alle Beteiligten so auf ihn fliegen.

Verkörpert Gael im Film den Bösewicht?

In La Mala Educación gibt es keine saubere Trennung zwischen Gut und Böse, Schwarz oder Weiß. Ich fälle niemals Urteile über meine Charaktere, was auch immer sie anstellen mögen. Meine Aufgabe ist es, sie in ihrer ganzen Komplexität und Widersprüchlichkeit darzustellen. Nur so erscheinen sie auf der Leinwand lebensecht. Juan, eine von Gaels Rollen in La Mala Educación , ist jemand, der nicht eher locker lässt, bis er sein Ziel erreicht hat. Dabei ist er zu allem bereit. Er setzt seine Verführungskraft strategisch ein, schläft mit Männern wie mit Frauen, ganz wie es die Situation erfordert, und ist, wenn nötig, sogar zu einem Mord fähig. Seine absolute Amoral und Skrupellosigkeit verleihen ihm eine unheimliche, düstere Kraft. Er ist das personifizierte Unheil. Aber solange sich niemand seinen Ambitionen in den Weg stellt, verhält er sich wie ein ganz normaler Typ, der mit seinen Mitmenschen gut zurecht kommt und dem man seine Gefährlichkeit überhaupt nicht ansieht. Ich vergleiche ihn gerne mit diesen typischen Patricia Highsmith-Figuren, wie zum Beispiel Tom Ripley, der seine Verbrechen, die er mit der Zeit immer weiter verfeinert, ja geradezu kultiviert, ohne irgendwelche Gewissensbisse begeht und dabei sogar einen spezifischen Charme entwickelt. Betrachtet man La Mala Educación als einen Thriller der schwarzen Serie, dann repräsentiert Gaels Rolle, wie ich bereits angemerkt habe, darin eine Abwandlung der „Femme Fatale“ in Gestalt des „Enfant Terrible“. Wer damit in Kontakt gerät, stürzt unweigerlich ins Verderben. Und „Verderben“ lautet der spanische Titel von Billy Wilders Double Indemnity (Frau ohne Gewissen, 1944), dem düstersten Meisterwerk des „Film noir“, dem ich uneingeschränkten Tribut zollen möchte.
Eine Szene des Films zeigt Juan und Señor Berenguer in einem Museum in Valencia, wo sie zusammen einen Mord planen. Juan sagt zu seinem Liebhaber, dass sie sich nach der Ausführung des Verbrechens eine Weile nicht sehen dürfen. Schon damit enttäuscht er Berenguers ursprüngliche Hoffnung, dass die böse Tat sie für immer vereinen würde. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Der Mord zerstört ihre Beziehung für immer.
Diese Szene stellt eine Referenz an die Supermarktszene aus Double Indemnity dar, die in ihrer coolen Schwarz-Weiß-Ästhetik allerdings unübertreffbar ist: Man sieht Barbara Stanwyck - sie trägt eine blonde Lockenperücke und eine große dunkle Sonnenbrille - in einem verschwörerischen Gespräch mit Fred MacMurray vor einem Konservenregal.

Wie war die Zusammenarbeit mit Gael?

Eine Herausforderung, für ihn wie für mich. Es ist nicht ganz so einfach eine Rolle zu spielen, die eigentlich aus drei Rollen besteht, vor allem, wenn zwei davon - allein vom Äußerlichen her - total gegensätzlich sind. Für Gael war dies wahrscheinlich die schwerste darstellerische Aufgabe seiner bisherigen Karriere. Abgesehen von der Schwierigkeit, das Geschlecht zu wechseln und dabei nicht lächerlich zu wirken, bestand auch noch die des Akzentes. Gael ist Mexikaner, musste aber wie ein waschechter Spanier wirken. Und zwischen dem Spanischen, das man in Spanien spricht, und dem mexikanischen Spanisch gibt es einen gewaltigen Unterschied!

Sind Sie mit dem Resultat zufrieden?

Sehr. Ich hoffe darüber hinaus, dass die Zuschauer den Film nicht deshalb hassen werden, weil eine der Hauptfiguren so hassenswerte Charakterzüge erkennen lässt. An dieser Stelle darf ich aber nicht vergessen, noch ein paar lobende Worte über die anderen Darsteller zu verlieren, zu denen Alberto Ferreiro, Francisco Maestre, Petra Martínez und die Kinder zählen. Sie alle haben mich wirklich positiv überrascht. Mit den beiden Jungs, Raúl García und Ignacio Pérez, habe ich echt das große Los gezogen. Wenn man Kinder als Darsteller einsetzt, womit ich bis dahin überhaupt keine Erfahrung hatte, weiß man nämlich nie genau, was passieren wird. Mit Ignacio und Raúl aber konnte ich als Regisseur genauso umgehen, wie mit den erwachsenen Schauspielern. Das Ergebnis ihrer Arbeit finde ich außerordentlich anrührend. Ich bin sehr Stolz auf diesen Teil des Films, in dem es um das Verhältnis der beiden Schüler zu Padre Manolo und zu Gott geht. Vielleicht, weil dieser Teil mir im Vorfeld der Dreharbeiten als der bei weitem schwierigste und heikelste erschienen ist. In diesem Zusammenhang bin ich auch meinem Casting-Direktor Joserra Cadiñanos sehr dankbar, der mir dabei half, Ignacio und Raúl zu erklären, wie und warum sie dieses und jenes in genau dieser oder jener Weise zu tun hatten. Joserra war ein begnadeter Übersetzer und Vermittler.

Warum wird so viel aus dem Off erzählt?

Die Erzählerstimme soll das erklären, was nicht im Bild gezeigt wird und in der Kürze der Zeit auch nicht gezeigt werden kann. Sie beschleunigt den Erzählrhythmus. Es ist, als ob eine der Figuren des Films den Zuschauer besucht, sich zu ihm an den Tisch setzt, und ihm einen Teil ihrer Geschichte erzählt. Der Einsatz dieser Off-Stimme ermöglichte es mir, besser von einer Geschichte zur anderen und von einer Zeitebene auf die nächste zu wechseln.
Die Tatsache, dass in La Mala Educación zwei gleichwertige aber charakterlich sehr unterschiedliche Protagonisten agieren, bietet in diesem Zusammenhang noch einen weiteren Vorteil. Denn die Zuschauer können sich mit dem einen, dem von Fele Martínez gespielten Filmregisseur, der schon von Berufs wegen ein Erzähler und Erklärer ist, sehr gut identifizieren. Sie sehen den anderen, den mysteriösen Juan, gewissermaßen mit seinen Augen. Zusätzlich klärt die Erzählstimme über Enriques Gedanken Juan betreffend auf. Das macht es für die Zuschauer verständlicher.

Einer der gelungensten und eindringlichsten Momente des Films ist der, in dem wir erfahren, dass zwei der Hauptfiguren Brüder sind.

Das empfinde ich genauso. Diese Szene enthüllt zwar ein Geheimnis, aber sie bewahrt es gleichzeitig auch. Das heißt, dass das, was das Gefühl der Brüderlichkeit in seinem Kern ausmacht, nicht erklärt wird. Vielleicht weil es sich nicht vollständig erklären lässt. Das Phänomen der Geschwisterliebe hat mich immer schon fasziniert. Geschwisterverhältnisse werden spätestens dann kompliziert, wenn inzestuöse Gefühle und Sex ins Spiel kommen, wie es in Sam Sheppards Stück „Fool for Love“ oder in Jeffrey Eugenides’ ebenso wundervollem Roman „Middlesex“ der Fall ist. Geschwisterliebe ist ein altmodisches Gefühl, das heutzutage oft mit Freundschaft gleichgesetzt wird. Aber es ist nicht dasselbe. Geschwisterliebe ist eine seltsame Mischung aus Freundschaft und Liebe, die durch ein blutsverwandtschaftliches Geheimnis zusammengehalten wird.
In diesem Zusammenhang fällt mir Robert Aldrichs großes Kasperletheater Whatever Happened To Baby Jane? (Was geschah wirklich mit Baby Jane?, 1962) ein, in dem die beiden Hauptdarstellerinnen das Genre auf einen Höhepunkt führen und gleichzeitig karikieren. Zwei Schwestern, beide ehemalige Kinderstars leben als reifere Frauen immer noch zusammen, obwohl sie einander hassen. Am Ende bringt die eine, Bette Davis, die andere, Joan Crawford, um.
Etwas davon klingt, wenn auch auf eine sehr unterschwellige Weise, in La Mala Educación an. Als beide noch klein waren, hegte Juan gegenüber seinem älteren Bruder Ignacio Gefühle der Eifersucht, da dieser alles besser konnte als er. Eifersucht zwischen Geschwistern ist sehr verbreitet. Aber in Juans Fall mildert sie sich - wie meistens - mit den Jahren nicht ab. Im Gegenteil, sie wächst weiter an. Beide Brüder möchten Künstler sein.
Ignacio fällt alles leicht, singen, tanzen, schreiben, rezitieren und schauspielern. Juan hingegen müht sich ab und bleibt dennoch hinter den Leistungen seines Bruders zurück. Dafür missbilligt Juan Ignacio. Zunächst im Stillen. Bis Ignacios Drogeneskapaden und dessen Vorliebe für Frauenkleider ihm eine Rechtfertigung für einen offenen Hass bieten. Denn nun ist es Ignacio, der die gesamte Familie vor den Augen der Einwohner ihres kleinen Heimatdorfes gründlich blamiert. Der Mutter bricht deswegen fast das Herz. Der Vater erträgt die Schande nicht, fängt an zu trinken und wird eines Wintertags schließlich in einer gefrorenen Pfütze liegend, tot aufgefunden. Auf Bitten der Mutter und in seinem eigenen Interesse zieht Juan gemeinsam mit seinem Bruder nach Valencia, wo er die Schauspielschule besucht und ein Auge auf Ignacio hat, damit die Mutter sich nicht so große Sorgen machen muss. Dieses geschieht, während in Spanien die Demokratie ihren Einzug hält. Ignacio lebt ein sehr freies Leben, er schreibt viel und lässt sich nun auch körperlich in eine Frau transformieren. Um die Spannungen seiner komplizierten Existenz besser zu ertragen, konsumiert er große Mengen an Heroin. Dann tritt unverhofft Señor Berenguer, Ignacios einst als Padre Manolo bekannter Literaturlehrer, in ihr Leben und bringt es gründlich durcheinander.

Nach den Antworten auf Ihre eigenen Fragen zu urteilen, scheint es so, als seien Sie mit Ihrem Film ziemlich zufrieden.

Wirklich zufrieden bin ich nie, aber, na’ gut, ... sagen wir einmal, ich bin nicht ganz unzufrieden.

Wie sehen Ihre konkreten Pläne für die nähere Zukunft aus?

Meinen gesunden Schlaf und meine schlanke Linie wiederfinden.

DATEN & FAKTEN

ÜBERBLICK

Titel: La Mala Educación - Ein Gespräch mit Pedro Alomodovar

VERÖFFENTLICHUNGEN

Kinostart: 29.09.2004

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