KINOSTARTS
11.03 Agora - Die Säulen des Himmels Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Alejandro Amenábar
11.03 Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Sacha Gervasi
11.03 Ajami Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Scandar Copti, Yaron Shani
11.03 Parkour Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Marc Rensing
11.03 Die Fremde Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Feo Aladag
11.03 Hochburg der Sünden Rezension anzeigen Kein Trailer vorhanden Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Thomas Lauterbach
ARTHOUSE TOP 10
Quelle: AG Kino
1. Die Friseuse Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 4
2. Boxhagener Platz Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 2
3. Männer die auf Ziegen starren Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 2
4. Crazy Heart Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 2
5. Die Fremde Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 1
6. Unsere Ozeane Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 3
7. Der Ghostwriter Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 4
8. Ajami Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 1
9. Soul Kitchen Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 12
10. Giulias Verschwinden Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Woche 6
Lesercharts TOP 5
1. Berlin - Stettin Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Volker Koepp
2. Parkour Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Marc Rensing
3. Ajami Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Scandar Copti, Yaron Shani
4. Plastic Planet Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Werner Boote
5. Die Tür Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen In Kinoprogrammen finden
  Anno Saul
PARTNER
 

Ballast

Rezension anzeigen Trailer anzeigen Galerie anzeigen Filmwecker stellen In Kinoprogrammen finden
Leserbewertung:

Berlinale 2008: Wettbewerb

Schwerer Tobak war es, was der 41-jährige amerikanische Regisseur Lance Hammer als letzten Beitrag des Wettbewerbs von der Leinwand ließ. Seine in Bilder gefasste Tristesse mit dem Titel Ballast war der mit Abstand niederschmetterndste Film des gesamten, mit echten Downern gespickten Wettbewerbs.

Hammer erzählt in rauen, sprunghaften Bildern vom niederdrückenden Leben im Delta des Mississippi. Im Mittelpunkt steht Lawrence, ein schweigsamer Bär von einem Mann (Micheal J. Smith Sr.), dessen Zwillingsbruder Darrius sich gerade das Leben genommen hat. Auf dem gleichen Grundstück steht ein zweites Haus, in dem ohne jeden Kontakt Marlee (Tarra Riggs) und ihr Sohn James (Jim Myron Ross) leben, der aus einer Beziehung mit Darrius entstand. Marlee und James kämpfen Tag für Tag ums Überleben, das Geld reicht hinten und vorne nicht, und so zieht der Sohnemann auch gerne mal mit der Knarre los, um sich Geld für Drogen oder eine XBox zu besorgen. Klar, dass James auch mit den falschen Leuten herumhängt, die Geld von ihm verlangen, damit er überhaupt ein klein wenig Anerkennung (oder Drogen) bekommt. Am liebsten erleichtert James seinen Onkel, weil er mit seinem Bruder einen kleinen Laden führt, der jedoch vorerst geschlossen ist. Marlee ist der Kontakt ihres Sohnes zu Lawrence nicht recht, sie weiß nichts davon, dass James seinen Onkel mit der Waffe bedroht, sie spürt nur, dass sich hier eine Beziehung aufbaut, die sie nicht gutheißt. Schließlich nähern sie sich doch an, die verhinderte Familie wider Willen eröffnet den Laden wieder, führt ihn gemeinsam, doch Lawrence ist eigentlich alles egal. Hoffnung mag man auch am Ende des Films nicht schöpfen, zu niederdrückend ist all das, was man in den letzten 96 Minuten gesehen hat.

Formal und erzählerisch ist Ballast mit Sicherheit neben Lake Tahoe der gewagteste Film des Wettbewerbs. Mit öden Landschaften und Interieurs, spröden Bildern, die sich meist einer wackeligen Handkamera bedienen, Reißschwenks und Jump Cuts schert sich Hammer einen Teufel um die ästhetischen Konventionen des Mainstream-Kinos - die freilich auch zu seiner Geschichte nicht gepasst hätten - und zeigt sich stattdessen als Dokumentarist der Armut und der Hoffnungslosigkeit. Die Darsteller, sie sprechen kaum, sondern flüstern eher in ihrem Südstaaten-Singsang, noch hat sie ihre Lage nicht ganz mundtot gemacht, aber viel fehlt nicht mehr dazu. Es ist leicht, diesen Film nicht zu mögen, die Konsequenz und die Wahl der filmischen Mittel aber nötigen Respekt ab. Selten zuvor sah man Not, Elend und Verzweiflung so ungefiltert auf der Leinwand. Definitiv nur ein Film für eine kleine Schar von Cineasten, und doch ist dieser Film im aufgedonnerten Bildergewitter des Wettbewerbs ein subversiver und notwendiger Stachel im Fleisch.

(Joachim Kurz)

DATEN & FAKTEN

ÜBERBLICK

Titel: Ballast
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2007
Länge: 96 (Min.)

VERÖFFENTLICHUNGEN

Trailer

Fotogalerie

 (5 Bilder)

FILMBEWERTUNG

Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.

WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de

MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Bisherige Kommentare (Anzeige: 2 von insgesamt 2)
Von: Barbara Tennstedt am: 28.03.08
Ballast gehörte zu den Highlights der Berlinale, leider hat er keinen Preis bekommen. Ich würde gern wissen, ob und wann er in Kinos zu sehen ist.
Von: Burstedde am: 16.02.08
Bewegend, niederschmetternd, relativiert das eigene Leben.