Filme

Hail, Caesar!

Eigentlich ist "Hail, Caesar!", das neue Werk von Joel und Ethan Coen, gar kein Film, sondern ganz viele - wenn man so will, ein Kompendium in Gestalt einer Farce, ein Tanz der Zitate und eine Sammlung herrlicher Miniaturen, in denen die rückblickend zum "Goldenen Zeitalter Hollywoods" verklärten 1950er Jahre genüsslich und mit viel Humor auseinandergenommen werden.

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Südafrika - Der Kinofilm

Südafrika auf eigene Faust bereisen und dabei faszinierendes Neuland entdecken? Glaubt man den beiden Dokumentarfilmern Silke Schranz und Christian Wüstenberg ("Die Ostsee von oben", "Australien in 100 Tagen"), bietet eine solche Reise herrliche Naturerlebnisse und Begegnungen mit freundlichen, aufgeschlossenen Menschen.

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Zoolander No. 2

Das berühmteste Männermodel der Welt ist zurück. Gemeinsam mit seinem Kollegen Hansel (Owen Wilson) muss Derek Zoolander (Ben Stiller) ein Mordkomplott vereiteln und will der Modebranche zeigen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

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Tallulah

Im Jahre 2007 feierte der Film "Juno" seine Weltpremiere in Colorado: ein tragikomisches Werk über die vielen Facetten von Mutterschaft mit Ellen Page in der Titelrolle und Allison Janney in einem Nebenpart. Anfang 2016 erlebte der Film "Tallulah" seine Uraufführung in Utah: ein tragikomisches Werk über die vielen Facetten von Mutterschaft mit Ellen Page in der Titelrolle und Allison Janney in einem Nebenpart. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Sian Heder – die Regisseurin und Drehbuchautorin von "Tallulah" – versucht, eine Erfolgsformel zu kopieren.

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Die Hüterin der Wahrheit - Dinas Bestimmung

Auch in Dänemark gibt es erfolgreiche Jugendbuch-Reihen, die der Verfilmung harren. Wenn sich jemand wie Anders Thomas Jensen ("Men & Chicken") des Skripts annimmt, dann darf man dabei durchaus gespannt sein, ist die Vorlage von "Die Hüterin der Wahrheit – Dinas Bestimmung" doch alles andere als harmlose Fantasy-Kost für Kinder, sondern durchaus düster geraten.

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Complete Unknown

Man kann schwerlich behaupten, dass der Film "Complete Unknown" eine Enttäuschung ist. Er enttäuscht aber unentwegt Erwartungen. Das beginnt bereits beim Regisseur: Der in Kalifornien geborene Joshua Marston hat mit seinen Festivalerfolgen "Maria voll der Gnade" (2004) und "The Forgiveness of Blood" (2011) zwei realistisch geschilderte, mit unbekannten Gesichtern besetzte Milieustudien vorgelegt, in denen er sich mit lebensbedrohlichen Krisen junger Menschen beschäftigte.

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Oscar Shorts 2016: Animation

Es ist 15 Jahre her, dass Pixar mit dem großartigen "For the Birds" einen Oscar in der Kategorie bester animierter Kurzfilm gewonnen hat – ganz im Gegensatz zu den Dauer-Siegen in den Langkategorie. In diesem Jahr ist das Studio aber mit einem vielversprechend starken Beitrag vertreten.

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Sisters

Wenn Star-Komödiantinnen und beste Freundinnen Amy Poehler und Tina Fey zusammen einen Film wie "Sisters" machen, keimt Hoffnung auf. Hoffnung darauf, dass die üblichen Regeln der Komödie subversiv unterspült werden und sie das kleine Untergenre "vulgäre Frauenkomödie" (und vulgär ist hier äußerst positiv gemeint) abwenden von den üblichen Gender-Klischees und es zu einer intelligenteren und auch selbstkritischen Variation überführen.

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Oscar Shorts 2016: Live Action

"Alles wird gut" heißt der österreichisch-deutsche 30-Minüter, der bei den Oscars 2016 zu den fünf nominierten Live-Action-Kurzfilmen gehört – und natürlich führt der Titel in die Irre. Denn gar nichts wird gut in diesem starken Beitrag von Regisseur und Drehbuchautor Patrick Vollrath.

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Certain Women

Kelly Reichardt ist eine Meisterin des Minimalismus: Seit ihrem Debüt "River of Grass" (1994) hat sie eine Reihe von Kurz- und Langfilmen realisiert, die sich durch eine ruhige Erzählweise und subtile Vermittlung von Gefühlen und Konflikten auszeichnen. In Michelle Williams hat sie eine Schauspielerin gefunden, die den Nuancenreichtum ihrer Werke mimisch und gestisch perfekt umzusetzen vermag.

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Dirty Grandpa

Ähnlich wie der zügellose Rentner Dick Kelly in Dan Mazers Brachialkomödie "Dirty Grandpa" scheint Schauspielschwergewicht Robert De Niro im Spätherbst seiner Karriere vor allem ein Ziel zu verfolgen: Spaß haben. Anders lässt sich die Rollenwahl des "Taxi Driver"-Stars nicht erklären, die vereinzelt erfreulich – etwa im Fall von "Silver Linings" –, häufig aber ärgerlich bis peinlich ausfällt, wie "Killing Season", "Malavita – The Family" oder "Motel Room 13" belegen.

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The Free World

"Zeig' mir einen Helden, und ich schreibe dir eine Tragödie", soll der US-Autor F. Scott Fitzgerald einmal gesagt haben. Auch Jason Lew verbindet in "The Free World" das Heroische mit dem Tragischen: Der Regiedebütant, der bereits als Drehbuchautor (bei Gus Van Sants "Restless"), Schauspieler und Kameramann aktiv war, schildert eine Geschichte, die sehr emotional, aber niemals sentimental ist.

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Deadpool

Technisch gesehen sei das ja Mord, kommentiert Wade Wilson (Ryan Reynolds) ein eingefrorenes Szenenbild, in dem er als Superheld Deadpool auf hochgereckten, bluttriefenden Schwertern einen bulligen Mann aufgespießt hält. Mord? Eher liegt Selbstverteidigung vor. Hier wie anderswo übertreibt der ehemalige Special-Forces-Mann mal wieder gnadenlos.

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The Boy (2016)

Die Gefahr bei einer Geschichte, die den Zuschauer mit der Frage konfrontiert, ob das Gezeigte real oder eingebildet ist, ist immer, dass es einen logischen Bruch geben kann. Wenn etwas passiert, das eigentlich nicht möglich sein sollte. Einen solchen Moment gibt es auch bei "The Boy". Er findet zu Beginn des Finales statt, er reißt dem Film aber nicht den Boden unter den Füßen weg.

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Polder – Tokyo Heidi

Wer im Lexikon nachblättert, was das Wort "Polder" bedeutet, wird erstaunt sein: "Polder werden niedrig gelegene, eingedeichte Geländeteile genannt, die sich in der Regel in unmittelbarer Nähe zu Gewässern befinden." Aha. "Im Hochwasserschutz werden so genannte Polder häufig eingesetzt", steht da außerdem. So weit, so gut. Was dies wiederum mit dem im Titel von "Polder – Tokyo Heidi" verwendeten Wort zu tun hat, bleibt rätselhaft.

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Wild (2016)

Anni (Lilith Stangenberg) ist IT-Spezialistin – dient ihrem Chef Boris (Georg Friedrich) aber zumeist dazu, ihn im Büro mit Kaffee zu versorgen. Die junge Frau lebt allein in Halle in einer Wohnung im Plattenbau und versichert ihrer jüngeren Schwester Jenny (Saskia Rosendahl) zu Beginn via Skype: "Ich bin okay hier!" Als sie auf dem Weg zur Arbeit einen Wolf sieht, wird Anni aus ihrer Lethargie gerissen.

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Erschütternde Wahrheit

Die erschütternde Wahrheit ist, dass jeder gerne zur Seite schaut. Wenn es ums Geld geht, wenn es ums Geschäft geht, selbst wenn es nur um das liebste Hobby geht. Die Show muss weitergehen, wer dabei auf der Strecke bleibt, ist den meisten herzlich egal. Das ist die Geschichte dieses Films, der die beliebteste Sportart der USA in den Fokus rückt, sich aber nicht um Football dreht, sondern um die Nachwehen, die mit einer Karriere in dieser Profession einhergehen.

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Gestrandet

"Monarchie und Alltag" nannte die Band Fehlfarben 1980 ihr heute legendäres Debütalbum, das zu Beginn der Neuen Deutschen Welle der damals bleiernen BRD innenpolitisch den Spiegel vorhielt wie keine andere Platte dieser Zeit. "Bürokratie und Alltag" hätte nun wiederum Lisei Caspers ihren berührenden Dokumentarfilm "Gestrandet" nennen können, entstanden just zur Zeit einer ganz anderen neuen deutschen Welle: Einer Welle der Solidarität sowie des persönlichen politischen Engagements vieler Bundesbürger im Umgang mit den Flüchtenden, die seit Monaten nach Europa strömen.

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Ungezähmt - Von Mexiko bis Kanada

Vier College-Absolventen aus Texas wollen auf die Probleme der wild lebenden Mustangs im Westen der USA aufmerksam machen. Die unter Artenschutz stehenden Tiere haben sich so stark vermehrt, dass sie das öffentliche Weideland gefährden. Deshalb müssen 50.000 Mustangs ihr Dasein in Gefangenschaft unter staatlicher Aufsicht fristen. Rancher, Cowboys und Pferdenarren dürfen diese Tiere adoptieren, aber es kostet Mühe, die Pferde an Menschen zu gewöhnen, sie gar einzureiten.

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The Intervention

Im Jahre 1983 zeigte der Filmemacher Lawrence Kasdan in der Tragikomödie "Der große Frust" eine Ex-College-Clique, die nach vielen Jahren wieder aufeinandertrifft. Die Schauspielerin Clea DuVall präsentiert in ihrem Drehbuch- und Regiedebüt "The Intervention" gewissermaßen ein Update dieses Werks, das insbesondere in den USA als moderner Klassiker gilt.

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