Filme

Sieben verdammt lange Tage

Vier erwachsene Geschwister treffen sich im Elternhaus wieder, um ihren Vater zu beerdigen. Jedes ist im eigenen Leben mehr oder minder gescheitert, und jetzt müssen sie eine ganze Woche unter einem Dach ertragen - in Gesellschaft ihrer gluckenhaften Mutter, etlicher Ehe-, Ex- und Wunschpartner. Die Ausgangssituation dieser Romanadaption erinnert in mancher Hinsicht an den erst kürzlich ausgetragenen Familienkrieg in der Theaterverfilmung "Im August in Osage County". Hier wie dort ist es der Tod der Vaterfigur, der eine Handvoll Geschwister in ihrem Elternhaus zusammenführt und eine Entladung innerfamiliärer Spannungen zur Folge hat. Niemand kann sich hier verstecken.

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Die BoxTrolls

Nach "Coraline" und "ParaNorman" ist "Die BoxTrolls" die dritte Stop-Motion-Produktion des Oregoner Studios Laika Animation. Inhaltlich gänzlich unterschiedlich, gibt es doch eine Gemeinsamkeit. Süße Kinderunterhaltung sieht anders aus, Laika Animation hat ein größeres Publikum vor Augen und präsentiert eine grotesk-düstere Geschichte, wie man sie auch schon von den Vorgängern kennt.

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Sex on the Beach 2

Unter dem Titel "Sex on the Beach" schaffte es der erste Teil der britischen Komödie "Inbetweeners" auch in die deutschen Kinos. Auch das Sequel, in dem die Freunde Jay, Neil, Simon und Will gemeinsam einen Australienurlaub antreten, wird seinen Weg auf die Leinwände hierzulande finden.

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Supermensch - Wer ist Shep Gordon?

Mike Myers und Shep Gordon lernten sich 1991 kennen, als Myers für "Wayne's World" an die Tür des Musikmanagers für einen Alice Cooper-Song klopfte. 22 Jahre später nun erzählt Gordon allerhand unterhaltsame Geschichten aus seinem Leben in und jenseits von der Musikindustrie oder Hollywood und Myers macht daraus sein Debüt als Regisseur. "Supermensch – Wer ist Shep Gordon?" ist das Porträt des gleichnamigen, in Insiderkreisen der Glitzer- und Glamourwelt des Showbusiness geschätzten Star-Managers.

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Bocksprünge

"Wenn man mir etwas vorwerfen kann, dann nur, dass ich zu sehr liebe", sagt Silvan (Benjamin Sadler). Er hat seine Freundin Maya (Julia Koschitz) mit Valerie (Teresa Rizos), der Tochter seines Chefs, betrogen und glaubt überglücklich, dass sie ihn zum Vater macht. Das Problem ist nur, dass Valerie weder schwanger ist, noch mit Silvan liiert sein will. Also doch zurück zu Maya?

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Kings of Kallstadt

Kallstadt liegt im Landkreis Bad Dürkheim in der Pfalz und hat gut 1.000 Einwohner. "Hier scheint immer die Sonne, und der Wein geht niemals aus", beschreibt Simone Wendel ihren Heimatort. Er müsse über etwas Besonderes verfügen, meint sie, bezieht sich damit aber nicht auf die ewige Sonne, den Wein oder die eigene Herkunft.

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Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis

Wenn morgens die Nachrichten über die Mattscheibe laufen und die Schockmomente der vergangenen Nacht Revue passieren, dann muss schließlich jemand das Bildmaterial dazu liefern. Ein Nightcrawler, ein Mensch also, der die ganze Nacht unterwegs ist, den Polizeifunk abhört und dann mit der Kamera drauf hält, wenn Mord- oder Unfallopfer zu betrachten sind.

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Love Supreme - Sechs Saiten und ein Brett

Es fällt schwer, "Love Supreme – Sechs Saiten und ein Brett" wirklich einen Film zu nennen. Unter dem Deckmantel der Liebe zur Gitarre und zur Musik zelebriert die etwas unbeholfene Dauerwerbesendung anderthalb Stunden lang den Gitarrenhersteller Duesenberg. Rock'n'Roll sieht anders aus.

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Praia do Futuro

Ein sonnendurchfluteter Strand und zwei Motorradfahrer, die durch die blau-gelb schimmernde Landschaft preschen. Zu den Motorgeräuschen peitscht die Musik. Dann ein Schnitt und direkt hinein ins blaue Meerwasser. Zwei Männer sind kurz davor zu ertrinken, einer - Konrad (Clemens Schick) - kann gerettet werden, sein Freund hingegen nicht. Rettungsschwimmer Donato (Wagner Moura) war es, der ihn nicht retten konnte.

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Who Am I - Kein System ist sicher

Computer-Spezialisten mögen angesichts dessen, was in diesem Hacker-Film möglich ist, die Nase rümpfen, und doch ist es ein frischer Wind, der durchs deutsche Kino weht. Endlich mal keine romantische Komödie, endlich mal kein Zweiter-Weltkriegs-Drama. Stattdessen ein waschechter Thriller, der rasant erzählt ist.

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Sin City: A Dame to Kill For

Style over substance – auf diese Formel lässt sich die Comic-Adaption "Sin City" herunterbrechen, die das Kinopublikum 2005 mit durchaus beachtlichem Erfolg in eine düster-brutale Welt voller Verlierer, Perverser und Krimineller entführte. An einen fiktiven Ort, der eins zu eins aus Frank Millers schwarz-weiß gehaltenen Vorlagen auf die Leinwand übertragen wurde. Das Werk konnte sich, im wahrsten Sinne des Wortes, sehen lassen, kam erzählerisch aber nicht über Allgemeinplätze und Klischeevorstellungen (mit Blick auf das Frauenbild manchmal sogar recht fragwürdige) hinaus.

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Borgman

Die Bedrohung lebt unter uns - und das ist im Falle von Alex van Warmerdams Spielfilm "Borgman" durchaus wörtlich zu verstehen. Der Film beginnt mit einer Menschenjagd. Mit Gewehr, Pistole und einem selbstgebauten Speer sowie einer Axt bewaffnet machen sich drei Männer im Wald auf die Jagd nach Männern, die - so erfahren wir schnell - dort in Erdlöchern hausen.

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Schoßgebete

Elizabeth Kiel (Lavinia Wilson) hält sich selbst für ein Wrack. Seit Jahren geht sie zur Therapie, stets befürchtet sie, ein Unglück könnte ihre Familie und sie heimsuchen. Mal glaubt sie, das Haus würde einstürzen und nur sie überlebt, mal bildet sie sich ein, der Fahrstuhl, der sie zu der Praxis ihrer Therapeutin Frau Drescher (Juliane Köhler) bringt, würde zu brennen anfangen.

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Schönefeld Boulevard

Ganz wichtig ist, wie man einen Film anfängt. Sylke Enders entscheidet sich in "Schönefeld Boulevard" für lyrische Bilder vom Flughafenzaun, von auffliegenden Vögeln, einem landenden Flugzeug und von in Zeitlupe durch die Luft geworfenen Barbiepuppen.

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Einer nach dem anderen

Der schwedische Schneeräumwagenfahrer Nils (Stellan Skarsgård) ist glücklich in Norwegen. Er mag seine Arbeit, wurde gerade erst von seiner kleinen Gemeinde zum Bürger des Jahres ernannt und liebt seine Frau Gudrun (Hildegard Riise). Dann wird Nils' Sohn Ingvar mit einer Überdosis tot aufgefunden. Während sich seine Frau in ihrer Trauer vergräbt, ist Nils überzeugt, dass sein Sohn kein Junkie war.

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Gemma Bovery

Es macht nichts, wenn man Flaubert nicht gelesen hat. Man muss seine "Madame Bovary" nicht kennen, bevor man Bekanntschaft mit "Gemma Bovery" macht. Klar, man hat ein Stück Weltliteratur verpasst, aber Berührungsängste mit diesem Film muss man deswegen nicht haben. Zumal der Film auch gar keine Literatur-, sondern eine Comicverfilmung ist.

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Wenn ich bleibe

Ob man lebt oder stirbt, ist nur zum Teil eine Frage der körperlichen Verfassung. Es ist auch eine Frage des Willens. Oder zumindest propagiert das dieser Film. "Wenn ich bleibe", dann weil ich mich für das Leben und gegen den Tod, für das Hier und Jetzt und gegen das weiße Licht entschieden habe. So ist das bei Mia, der Hauptfigur des auf einem Erfolgsroman von Gayle Forman basierenden Films.

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Istanbul United

Egal, ob sich die Diskussion um Arbeitsbedingungen beim Stadionbau in Katar oder Demokratiedefizite in Russland dreht, immer heißt es von großen Geldgebern wie der FIFA, man dürfe das alles nicht auf dem Rücken der Sportler austragen; Fußball und Sport seien unpolitisch. Wie unsinnig dieses Argument ist, das versucht "Istanbul United" von Oliver Waldhauer und Farid Eslam aufzuzeigen. Der Dokumentarfilm berichtet von den Demonstrationen in und um den Gezi-Park und den Taksim-Platz im Jahre 2013 und zeigt, welche bedeutsame Rolle die lokalen Fußballclubs dabei gespielt haben.

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Hin und weg

Es muss wohl eine besondere Beziehung zwischen den Deutschen und dem Meer bestehen. In "Knocking on Heaven's Door" zog es einen todkranken Til Schweiger an die Nordseeküste und nun macht sich in Christian Züberts "Hin und weg" Florian David Fitz auf einen ähnlichen Weg.

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The Riot Club

"Carpe diem", flüstert der von Robin Williams gespielte Lehrer John Keating seinen Schülern in "Der Club der toten Dichter" zu und fordert sie damit auf, zu selbstständig denkenden Menschen zu werden. Menschen, die jeden Tag ihres kurzen Lebens sinnvoll zu nutzen wissen und sich nicht von starren Regeln einengen lassen. Im Grunde könnte dieser Appell auch als Überschrift über Lone Scherfigs neuer Regiearbeit "The Riot Club" stehen, die von einer elitären Studentenverbindung an der ehrwürdigen University of Oxford erzählt.

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