Filme

Die Entdeckung der Unendlichkeit

Am Anfang von "Die Entdeckung der Unendlichkeit" steht ein verschwommenes Bild, das mehrere Personen von hinten zeigt. Es folgt eine Überblende und eine Titeleinblendung informiert über Ort und Zeit der nun folgenden Handlung: In Cambridge im Jahre 1963 will der Kosmologie-Student Stephen Hawking (Eddie Redmayne) eine Erklärung für das Universum entdecken. Auf einer Party begegnet er der jungen Kunststudentin Jane (Felicity Jones). Sie verbringen den Abend miteinander, treffen sich wenig später wieder und verlieben sich.

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Patong Girl

Ein gewöhnlicher Thailand-Urlaub über Weihnachten. Familie Schröder, namentlich Vater Ulrich (Uwe Preuss), Mutter Annegret (Victoria Trauttmannsdorff), die Söhne Tommy (Marcel Glauche) und der etwas jüngere Felix (Max Mauff), macht ihn, um dem kalten Lüneburger Winter zu entkommen. Normal ist auch, dass nicht alles reibungslos funktioniert.

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Exodus: Götter und Könige

"Ich liebe alles, was überlebensgroß ist." Mit diesen Worten wird Ridley Scott im Presseheft zu "Exodus: Götter und Könige" zitiert. Ein kurzer Blick auf die Filmografie des Regie-Altmeisters reicht aus, um diese Selbsteinschätzung umgehend bestätigt zu finden. Ob in seiner pathetischen Kolumbus-Verfilmung "1492 – Die Eroberung des Paradieses", seinem Blut-und-Sandalen-Epos "Gladiator" oder dem Kreuzzugsabenteuer "Königreich der Himmel", imposante Helden und monumentale Geschichten haben den Briten schon immer bewegt.

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Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach

Drei Begegnungen mit dem Tod stehen am Anfang von Roy Anderssons "Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach": In einer Wohnung bereitet eine Frau das Essen zu, ein Mann versucht, eine Flasche Wein zu öffnen und fällt tot um. Auf einem Schiff ist ein Mann nach dem Kauf eines Krabbensandwiches und Biers gestorben. Und eine alte Frau hält eisern ihre Tasche fest, die sie lieber mit ins Jenseits nimmt als sie ihren Kindern zu überlassen.

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The Babadook

Oft sind Kinder in Horrorfilmen ganz besonders garstige Wesen. Der fast siebenjährige Samuel aus Jennifer Kents "The Babadook" scheint hier zunächst keine Ausnahme zu sein: Er rüstet sich mit selbst gebastelten Waffen aus und wirkt reichlich "creepy", wenn er von "dem Monster" erzählt, das es zu töten gilt. Der hyperaktive Junge raubt seiner Mutter Amelia den Schlaf – und allmählich auch den Verstand.

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Bavaria Vista Club

Mit dem Vorurteil, dass die angestammte Musik aus dem Freistaat Bayern aus einem Vakuum von puristisch lokaler, traditioneller Volksmusik, Jodeln und Schuhplattler-Klängen besteht, räumt die Dokumentation "Bavaria Vista Club" so gehörig wie anschaulich und vor allem deutlich hörbar auf.

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Das andere Rom

Die "Autostrada del Grande Raccordo Anulare" ist die Ringautobahn, die die italienische Hauptstadt umkreist und von den Einwohnern nur als "GRA" bezeichnet wird. Der offizielle Name A90 hat sich niemals durchgesetzt. Dieser Umstand deutet schon daraufhin, dass die GRA mehr ist als nur eine Autobahn. Sie scheint neben ihrer praktischen noch eine andere Bedeutung zu haben. Vielleicht eine symbolische?!

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Wild Tales - Jeder dreht mal durch!

Ist es eine Reaktion auf die Dauerkrise in Argentinien? Sind es die Rachefantasien verunsicherter Bürger gegen die Eliten des Landes oder humoristisch-utopistische Panoramen des sich abzeichnenden Kampfes von "denen da unten" gegen "die da oben"? Ganz sicher kann man sich bei Damian Szifrons anarchisch-heiterem und dabei bitterbösen Episodenfilm "Wild Tales" nicht sein. Gewiss ist aber eines: Dieser Film hat das Zeug dazu, auch in den deutschen Kinos für eine faustdicke Überraschung zu sorgen.

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Café Olympique

Der für seine realistischen Sozialdramen wie "Der Schnee am Kilimandscharo" (2011) bekannte französische Regisseur Robert Guéiguian versucht sich in seinem neuesten Film "Café Olympique - Ein Geburtstag in Marseille" in traumwandlerischer Leichtigkeit. Der Film ist ein charmanter Ausflug in surreale Gefilde, der sich jedoch ein wenig schwer damit tut, durchgehend den richtigen Ton zu treffen.

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Streif - One Hell of a Ride

Im Januar 2015 findet in Kitzbühel das 75. Hahnenkammrennen mit den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Kombi-Slalom und Slalom statt. Die 3312 Meter lange, als "die Streif" bekannte Abfahrtsstrecke gilt als die schwierigste und gefährlichste im alpinen Ski-Weltcup. Etliche der männlichen Athleten, die hier an den Start gehen, würden nach eigener Aussage einen Sieg auf der Streif jedem anderen sportlichen Triumph vorziehen.

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Appropriate Behavior

Man könnte "Appropriate Behavior" von Writer-Director Desiree Akhavan als filmische Variante der postfeministischen HBO-Serie "Girls" bezeichnen – womit man bei einigen Cinephilen vermutlich Neugier, bei anderen eher Abwehr erregen dürfte. Nicht jedem gefällt der Einfluss der betont neurotischen Girls-Macherin und -Hauptakteurin Lena Dunham auf das gegenwärtige US-Indiekino.

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Missverstanden

Außenseiter haben es Asia Argento angetan. Vielleicht, weil sie als Jugendliche selbst einer war? Diesen Schluss legt zumindest "Missverstanden" nahe. Der Zuschauer sollte der Regisseurin jedoch nicht zu schnell auf den Leim gehen.

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Die Wolken von Sils Maria

Einen wunderbaren, ausschließlich von Frauen getragenen Film hat Olivier Assayas im Wettbewerb von Cannes vorgestellt. Der Sohn des berühmten französischen Regisseurs Jacques Rèmy und ehemaliger Filmkritiker der Zeitschrift "Cahiers du Cinéma" inszeniert Juliette Binoche und Kristen Stewart in einem intimen Portrait.

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Annie

Nein, die "Annie" von annodazumal ist dies hier nicht, das macht schon die erste Szene klar. Da taucht eine andere Annie auf, die der gleicht, die man aus dem 1982er-Film kennt. Aber ebenso wie das Broadway-Stück bei der Besetzung farbenblind geworden ist, ist es nun auch dieser Film – für kleinere Kontroversen und bigotte Streitigkeiten in den USA hat die Besetzung dennoch gesorgt.

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Herz aus Stahl

Schon wieder ein Film über den Zweiten Weltkrieg. Noch dazu Brad Pitt in der Rolle eines Nazi-Jägers. Was nach einem Aufguss von Quentin Tarantinos genial-verspielter Farce "Inglourious Basterds" klingt, entpuppt sich erfreulicherweise als eigenständiges Unterfangen. Denn Regisseur und Drehbuchautor David Ayer marschiert mit "Herz aus Stahl" in eine gänzlich andere Richtung. Statt ironischer Geschichtsumschreibung betreibt er raue Kriegsbeschau. Ohne Rücksicht auf Verluste. Im Zentrum: eine amerikanische Panzereinheit, die sich im April 1945 durch ein verheertes Deutschland walzt.

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Familienfieber

Nico Sommer ist ein vergleichsweise junger Regisseur. Daran ist jetzt erst einmal nichts Besonderes, denn davon gibt es ja bekanntlich viele. Besonders ist aber seine Themenwahl oder anders gesagt, die Altersgruppe seiner Protagonisten. Schon "Silvi", der 2013 in den Kinos lief, kreiste um eine fast 50-jährige Titelheldin und mit "Familienfieber" entfernt sich Nico Sommer schon wieder von seiner eigenen Generation.

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The Gambler (2014)

In "Leaving Las Vegas" trank sich Nicolas Cage als Säufer zu Tode – ein langsamer Selbstmord auf Raten, wie er eindringlicher nicht hätte sein können. Bei "The Gambler" fühlt man sich an dessen Figur Ben Sanderson erinnert. Weil der Spieler seine eigene Sucht hat, seinen eigenen Todeswunsch, und nur sieben Tage Zeit.

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N: The Madness of Reason

Was geschieht mit dem Geist eines Enzyklopädisten, der stirbt, bevor er sein Werk vollenden konnte? Er findet keine Ruhe, zumal er einem Europäer gehört, der sich nach 50 Jahren Reisen durch Afrika mit der Frage quält, wie profund er den Kontinent kennengelernt hat. Der belgische Filmemacher Peter Krüger lässt den Geist des 1988 verstorbenen Franzosen Raymond Borremans (gesprochen von Michael Lonsdale) nach Westafrika zurückkehren, wo ihm eine afrikanische Frau helfen will, den Übergang ins Jenseits endlich zu schaffen.

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Ein Hells Angel unter Brüdern

Lutz Schelhorn ist nicht nur ein erfolgreicher Fotograf, sondern auch der Präsident des Stuttgarter Charters der Hells Angels. "Für die Öffentlichkeit sind Rocker Kriminelle", sagt Schelhorn. Um diese vorgefertigte Meinung zu ändern, plant er einen Bildband über die Gesichter hinter dem Clubabzeichen. Regisseur Marcel Wehn hat den Fotografen über mehrere Jahre bei seiner Arbeit begleitet.

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1001 Gramm

Marie (Ane Dahl Torp) ist Wissenschaftlerin. Ihr Leben spielt sich in den zuverlässigen Maßeinheiten von Gewichten und Längen ab, arbeitet sie doch im norwegischen Eichamt, jener Behörde, die sich für nationale Messstandards verantwortlich zeigt. Solch ein Setting der Geschichte klingt schon sehr nach einer Geschichte von Bent Hamer.

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