Filme

Das Schicksal von Zyl

Spieleverfilmungen. So richtig ist das als obskure Subeinheit der Kinematographie natürlich erst mit den Computerspielen aufgekommen, als Versuch, den visuellen Effekt etwa von Lara Croft auf die Leinwand zu bringen – die Sollbruchstelle des Scheiterns war schon immer eingebaut, weil man natürlich weder bei "Tomb Raider" noch bei (au weia!) "Doom!" ins Spiel mit einsteigen konnte: Es fehlt die Interaktion.

Mehr lesen

You’re Ugly Too

Die irische Produktion "You’re Ugly Too" – der Sinn des Titels erschließt sich am Ende – debütierte auf der diesjährigen Berlinale und kommt zum Ende des Jahres auch regulär ins Kino. Mark Noonan präsentiert mit seinem Debüt ein kleines, aber mitreißendes Drama.

Mehr lesen

Sinister 2

Wo kann der Weg hinführen, wenn das Finale des ersten Teils einen Twist offenbarte, der sich nicht wiederholen lässt? Schlimmer noch: wenn dieser Twist den Handlungsspielraum auch deutlich schmälert? Dann kann man nur die Flucht nach vorne antreten - und Dienst nach Vorschrift leisten, so steht es zu vermuten, wenn man "Sinister 2" sieht.

Mehr lesen

Mediterranea

Selten war ein Film so aktuell und zugleich so zeitlos. Jonas Carpignanos Flüchtlingsdrama "Mediterranea" verdeutlicht die Dringlichkeit, mit der Europa angesichts der vielen Toten im Mittelmeer zu einem Überdenken der Abschottungspolitik aufgefordert ist.

Mehr lesen

The D-Train

Es gibt immer mal wieder Filme, die entblößen – mehr versehentlich als absichtlich –, in was für einer Gesellschaft sie entstanden sind. "The D-Train" ist ein perfektes Beispiel dafür. Denn was eine lustige Independent-Komödie mit einem Twist werden sollte, offenbart en detail, was die US-amerikanische Gesellschaft (und unsere?) für männlich hält und was nicht.

Mehr lesen

Der Chor - Stimmen des Herzens

Ein 12-jähriger Junge (Garrett Wareing) verliert mit dem Tod seiner Mutter, einer Alkoholikerin, sein Zuhause. Der Vater (Josh Lucas), der ihn nicht kennt, will nur für seinen Unterhalt zahlen, ihn aber nicht in seine Familie aufnehmen. Stet, wie der zu Aggressionen neigende Junge heißt, hat aber engagierte Fürsprecher wie die Rektorin seiner Schule (Debra Winger), die findet, dass er gut genug singt für den National Boychoir, einen der besten Knabenchöre der Welt.

Mehr lesen

Still the Water

Weit vorgewagt hatte sich Naomi Kawase in einem Interview, das kurz vor dem letztjährigen Festival von Cannes veröffentlicht wurde. In diesem Gespräch bezeichnete sie ihren neuen Film "Still the Water" als ihr Meisterwerk und sagte, dass sie sich nach dem Gewinn der Camera d'Or für ihr Langfilmdebüt "Suzaku" (1997) und dem Grand Prix der Jury 2007 für "The Mourning Forest" nichts sehnlicher wünsche als die Goldene Palme für den besten Film des Festivals.

Mehr lesen

Mission: Impossible - Rogue Nation

Fast 20 Jahre ist es her, dass Tom Cruise das erste Mal in die Rolle des IMF-Agenten Ethan Hunt schlüpfte. Der fünfte Film "Mission: Impossible – Rogue Nation" kommt nun in die Kinos und ist eine Rückkehr zu den Wurzeln. Der Bombast des direkten Vorgängers ist vergessen, stattdessen setzt man auf eine Geschichte, die der Spionage-Tradition des Erstlings, aber auch der Fernsehserie, Rechnung trägt.

Mehr lesen

The Gallows

Gesellschaftliche Probleme lösen? Kollektive Ängste abbauen? Wozu – wenn man doch daraus prima Horrorfilme machen kann! Jedenfalls scheint so die US-amerikanische Unterhaltungsindustrie zu funktionieren. "Rosemarys Baby" machte für die Unterdrückung der Frau den Teufel verantwortlich, "The Night of the Living Dead" war der Rassismus unheimlich, "Poltergeist" erinnerte an verdrängte tote Indianer.

Mehr lesen

Pixels

Adam Sandlers neue Komödie "Pixels" ist ein Drama: Das Drama des Mannes Adam Sandler, dessen Filme seit Jahren darauf beruhen, dass er nicht erwachsen werden will, sondern lieber der Nostalgie in verschiedenen Abstufungen frönt. Und es ist auch das Drama des Schauspielers Adam Sandler, der seit "Kindsköpfe" aufgehört hat, sich in irgendeiner Art und Weise Mühe zu geben.

Mehr lesen

Es ist kompliziert..!

Das Schöne an Simon Pegg ist, dass er sich nicht festlegen lässt. Wer hätte nach "Shaun of the Dead" schon erwartet, ihn in Actionfilmen wie der "Mission: Impossible"-Reihe zu sehen? Und wer würde ihm die Hauptrolle in einer romantischen Komödie zutrauen? Vielleicht nur die wenigsten, aber "Es ist kompliziert..!" zeigt, dass er ein schauspielerisches Chamäleon ist.

Mehr lesen

Pedal The World - 18.000 km, 22 Länder, 365 Tage

Es gibt sie noch, die "hidden champions" in den Kinos, die ohne Support eines großen Filmverleihs und ohne bekannte Namen ein erstaunlich großes Publikum erreichen. Der Dokumentarfilm "Pedal the World - 18.000 km, 22 Länder, 365 Tage" von Felix Starck ist so ein Fall: 135.000 Zuschauer wollten bislang den Film über eine Weltumrundung auf zwei Rädern und mit dem Flugzeug mittlerweile sehen.

Mehr lesen

Gefühlt Mitte Zwanzig

Viele seiner Filme spielen in seiner Heimatstadt New York. Und oft handeln sie von Figuren, die mit sich und ihrer Umwelt hadern. Verwundern muss es vor diesem Hintergrund nicht, dass der Autorenfilmer Noah Baumbach bisweilen als neuer Woody Allen gehandelt wird. Als legitimer Nachfolger des Kino-Altmeisters, der sich in den 1970er Jahren auf dem Gebiet präzise beobachteter Großstadtgeschichten mit intellektuellem Anspruch hervorgetan hat.

Mehr lesen

Die getäuschte Frau

Nach ihrem viel beachteten Debüt "Hemel", der auf der Berlinale 2012 mit dem Preis der FIPRESCI-Kritikerjury ausgezeichnet wurde, fügt Regisseurin Sacha Polak ihrem Werk ein weiteres Porträt einer unsteten jungen Frau hinzu.

Mehr lesen

Margos Spuren

"Sie liebte Geheimnisse so sehr, dass sie selbst eines wurde." Unentwegt redet Quentin (Nat Wolff) zu uns aus dem Off über seine Mitschülerin Margo (Cara Delevigne). Aber dies scheint der Schlüsselsatz zu sein, der erhellt, wie ehrgeizig die Coming-of-Age-Komödie "Margos Spuren" eigentlich angelegt ist. Und warum nicht alles, was sie verspricht, eingelöst werden kann.

Mehr lesen

The Vatican Tapes

Der Titel legt eigentlich einen Film im Found-Footage-Stil nahe. Tatsächlich funktioniert "The Vatican Tapes" über weite Strecken in traditioneller Erzählweise. Der Einsatz von Überwachungskameras und ähnlichem, um Authentizität zu erzeugen, sind dennoch gegeben – und erinnern vor allem daran, dass dieser Horrorstreifen weder Fisch noch Fleisch ist.

Mehr lesen

The Brand New Testament

Gott ist ein sadistisches Arschloch und wohnt in Brüssel. Er hat eine Frau, die er unterdrückt, einen Sohn namens JC, der aber leider gestorben ist und eine kleine Tochter Ea, die das Haus nicht verlassen darf. Wenn ihm langweilig ist, geht er an seinen Computer und versaut den Menschen ihr Leben.

Mehr lesen

Die Yes Men - Jetzt wird's persönlich

Da sind sie wieder, die Yes Men! Nach ihrem Panorama Publikumspreis-Gewinnerfilm "The Yes Men Fix the World", ist es also nun Zeit für die Revolution. Doch ganz so einfach ist es nicht, der neue Dokumentarfilm von und über Andy Bichlbaum und Mike Bonnano ist nicht annähernd so lustig und beschwingt wie sein Vorgänger.

Mehr lesen

Una Noche Sin Luna

Multiplot-Filme aus Lateinamerika sind keine Seltenheit und im Arthouse-Kino gern gesehen. Durch die Mehrzahl an Protagonisten vervielfältigen sich die Identifikationsmöglichkeiten. Ein Thema kann aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden, so dass jeder Zuschauer seine Lesart im Film wiederfinden dürfte.

Mehr lesen

Voll verzuckert - That Sugar Film

Normalerweise gelten Müsli, Fruchtjoghurt und Apfelsaft als gesunde Lebensmittel. Daraus stellt sich der Australier Damon Gameau eine Mahlzeit zum Start in den Tag zusammen und rechnet aus, dass er gerade dabei ist, 20 Teelöffel Zucker zu konsumieren. In seinem Dokumentarfilm "Voll verzuckert - That Sugar Film" unterzieht sich der Regisseur und Schauspieler unter ärztlicher Aufsicht einem Experiment, das die Folgen falscher Ernährung veranschaulichen soll.

Mehr lesen

Partner

  • Deutsche Film- und Medienbewertung
  • Arthaus Filme
  • Filmförderung Baden-Württemberg
  • Cineplex Kinos