Filme

Die Biene Maja - Der Film

Der altbekannte Titelsong aus der 1970er-Jahre Serie steht auch am Anfang dieses Films, wenn auch nicht mehr von Karel Gott gesungen. Aber ein klein bisschen Modernisierung muss schließlich auch sein. Der Biene Maja hat das durchaus gut getan, diese Frischzellenkultur, die jedoch nicht vergessen hat, was die Ingredienzien waren, die die Serie einst so erfolgreich werden ließ.

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Die geliebten Schwestern

"Lass uns den Traum leben!", welch unbedingter Wille spricht aus diesem Ausruf. In Die geliebten Schwestern sagt Schiller diese Worte zwar gegen Ende, eher leicht verzweifelt als drängend und forsch. Und dennoch: die jungen Menschen im Zeitraum um 1787, in dem Dominik Grafs Film spielt, sind völlig durchdrungen von einer idealistischen Aufbruchstimmung.

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22 Jump Street

Sequels funktionieren nach festen Regeln: Alles größer, schöner, bombastischer, aber irgendwie auch gleich. So sieht es die Erfolgsformel vor, daran halten sich auch die beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller. Aber keineswegs wollten sie nur ein 08/15-Sequel abliefern. Was sie präsentieren, ist eine Fingerübung in Sachen Meta-Fiktion.

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Human Capital

Was ist ein Menschenleben wert? Die Versicherungswirtschaft weiß auf diese schwierige Frage eine einfache Antwort. Sie hat eine Formel dafür entwickelt, um im Schadens- sprich: Todesfall auf Heller und Pfennig zu berechnen, wie viel finanzielle Substitution denn nun gezahlt werden muss. Den auf diese Weise ermittelten Wert bezeichnet man als "Humankapital".

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Everyday Rebellion

In Syrien oder im Iran können die Menschen nicht einfach so auf die Straße gehen, um gegen das totalitäre Regime zu protestieren. Aber manchmal kullern Tischtennisbälle mit Widerstandsparolen eine öffentliche Treppe hinab. Über Nacht entstehen an Wänden Graffitis, mitten am Tag steigen Luftballons auf, die platzen und Flugblätter freigeben. Auch die Protestbewegungen in der westlichen Welt sind erfinderisch in ihren Mitteln, wie der Dokumentarfilm "Everyday Rebellion" unter anderem am Beispiel von Occupy Wall Street in New York zeigt.

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Timbuktu

Vielleicht ist es ja die Vielfalt an visuellen Eindrücken, denen eifrige Kinogänger ausgesetzt sind, die in ihnen manchmal den Wusch wecken, einfach für eine Weile die Augen zu schließen und einfach nur zu hören. Und manches Mal, das gestehe ich gerne, tue ich das auch für einen kleinen Moment im Dunkel des Saales. Nicht etwa, weil ich müde wäre, sondern um der Musik und der Tonebene zu lauschen, mich über sie zu ärgern und mich an ihr zu erfreuen.

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Wie in alten Zeiten

In den letzten Jahren mehren sich wieder die Filme, die direkt auf ein älteres Publikum abzielen, indem ältere Figuren in den Mittelpunkt gerückt werden. Das Alter ist da wie bei "Le Weekend" auch immer ein Thema, aber eben nur eines von vielen. Denn alt ist man in erster Linie im Kopf – oder eben auch nicht. Ein schönes Beispiel dafür ist "Wie in alten Zeiten".

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Freiland

Deutschland steckt politisch und wirtschaftlich in der Krise. Da versteht es sich, dass man als Mensch, der sich nicht einfach in sein Geschick ergeben und blind den Entscheidungsträgern des Landes vertrauen möchte, „etwas tun“ muss. Niels Deboos (Aljoscha Stadelmann) – der Protagonist in Moritz Laubes Polit-Satire "Freiland" – reagiert überaus durchgreifend auf die verdrießliche Lage der Nation: Er gründet kurz entschlossen einen eigenen Staat (im Staat).

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Ab durch den Dschungel

Animationsfilme aus Hollywood sind zumeist erfolgreich, allerdings gibt es aufgrund der schieren Masse auch dort schon Ausreißer. Dennoch greifen deutsche Verleihe so ziemlich alles ab, was animiert ist, so nun auch "Ab durch den Dschungel", eine mexikanisch-südkoreanische Koproduktion, deren Animationsgrad erschreckend ist!

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Jimmy's Hall

Sein letzter Film soll es sein, so zumindest hat es der inzwischen 79-jährige Ken Loach verkündet. Hoffen wir, dass dem nicht so ist, denn - und das ist leider auch ein wenig eine Bankrotterklärung an das derzeitige Kino - es gibt nur sehr wenige Filmemacher, die sich so rigoros aber niemals belehrend oder politisch verhärtet mit sozialen Themen auseinandersetzen wie Ken Loach.

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Sag nicht wer du bist

Xavier Dolan ist ein filmisches Wunderkind. Mit nur 24 Jahren stellt er mit "Tom at the Farm" bereits seinen vierten Spielfilm vor. Und das nicht irgendwo, sondern im Wettbewerb der 70. Filmfestspiele von Venedig. Wie bereits in seinen vorgehenden Filmen, übernimmt Dolan erneut die Hauptrolle. Die Geschichte jedoch stammt erstmals nicht vom Regisseur selbst, sondern basiert auf einem Theaterstück von Michel Marc Bouchard.

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Die innere Zone

Wenn ein Film anfängt mit Metallicas "Nothing Else Matters" in der Streicher-Version von Apocalyptica, kann er gar nicht so schlecht sein, sollte man denken. Wenn dann Jeanette Hain sinniert, wie vor sieben Tagen ihr Sohn verschwunden ist, vor zwei Jahren das Aurora-Projekt beendet und sie sechs Monate im Sanatorium war, wie sie über die Beeinträchtigung des autobiographischen Gedächtnisses forscht und selbst am Erinnerungssensor hing – dann ist auch gleich zu Anfang eine genügend rätselhafte Atmosphäre geschaffen, die im Zuschauer eine interessierte Spannung erzeugt.

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Ein Augenblick Liebe

Von Liebesaffären erzählen viele Filme – und wenn der Eindruck nicht täuscht, dann sind es vor allem (natürlich) die Franzosen, die dem erzählerischen Charme amouröser Verwicklungen immer wieder verfallen. Auch Lisa Azuelos' Film "Ein Augenblick Liebe" widmet sich der zufälligen Begegnung (nicht umsonst lautet der Originaltitel des Filmes genau so - "Une rencontre") zwischen einem verheirateten Mann und einer alleinstehenden Frau – und doch ist bei diesem Film alles anders, weil er weitestgehend im Konjunktiv bleibt.

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Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste

Für die junge deutsche Regisseurin Isabell Šuba erfüllte sich im Jahr 2012 ein Traum, von dem man wohl vermuten muss, dass ihn fast jeder Filmstudent weltweit träumt: Ihr Kurzfilm "Chica XX Mujer" wurde in jenem Jahr als Teilnehmer des Filmfestivals von Cannes in die Kurzfilmreihe "Next Generation" eingeladen. Klar, dass es sich die Regisseurin nicht nehmen ließ, bei der Premiere des Films selbst an der Croisette anwesend zu sein.

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Gott verhüte!

Im Trailer wird "Gott verhüte!" als eine Komödie beworben, in der der junge Priester Fabijan (Krešimir Mikić) Löcher in Kondome stanzt, damit auf einer Insel in Dalmatien wieder mehr Kinder geboren werden. Das deutet zunächst auf eine Klamaukkomödie, aber der Film zeigt schon am Anfang, dass sich hinter diesem amüsanten Handlungsstrang ein weitaus ernsterer Kern verbirgt.

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Planet der Affen: Revolution

Mit "Planet der Affen" setzte Regisseur Franklin J. Schaffner 1968 den Grundstein für eine außergewöhnliche Science-Fiction-Filmserie. In den nächsten fünf Jahren folgten vier Fortsetzungen. 2001 inszenierte Tim Burton ein Remake mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Bei den Kritikern fiel die Frischzellenkur jedoch durch, weshalb auch der Reboot/das Prequel von Rupert Wyatt vor drei Jahren erst einmal Skepsis hervorrief. Doch überraschenderweise überzeugte die Vorgeschichte Journalisten und Zuschauer. Der direkte Nachfolger, für den "Cloverfield"-Inszenator Matt Reeves verantwortlich zeichnet, fällt nur unwesentlich schwächer aus und zeigt die realistischsten CGI-Affen, die es wohl bisher zu sehen gab.

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Saphirblau

Im letzten Jahr erschien mit "Rubinrot" die Verfilmung des ersten Romans der erfolgreichen "Edelstein-Trilogie" von Kerstin Gier. Rund 425.000 Zuschauer lockte das Fantasydrama 2013 in die Kinos. Nun steht mit "Saphirblau" die direkte Fortsetzung in den Startlöchern. Die Hauptdarsteller sind geblieben und die Geschichte setzt nahtlos beim Vorgänger an.

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Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen.

Sie sind vier Freunde in ihren Zwanzigern, kommen aus Oberammergau und bezeichnen sich selbst als Freizeitmusiker mit einer "schizophrenen Heimatverbundenheit". Seit dem Erscheinen ihrer ersten CD "Kofelgschroa" 2012 ist die gleichnamige Band nicht nur fast jedes Wochenende zu Auftritten irgendwo in Bayern unterwegs, sondern gastiert auch schon mal in Berlin und Hamburg. Sechs Jahre lang hat die Dokumentarfilmerin Barbara Weber die Musiker begleitet für ihr Porträt, das vier natürliche, nachdenkliche Menschen auf der Suche zeigt.

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The Purge: Anarchy

Die Reinigung ist hier ganz ohne Zweifel ein religiöses Ritual: Bevor sich die Reichen ins Gemetzel werfen, bilden sie einen Kreis, sie beschwören die Kraft ihres Mordens und danken den "New Founding Fathers" der Vereinigten Staaten, die ihnen dafür den Segen gegeben haben. Eigentlich soll diese Veranstaltung ein klassenloses Schlachten sein, eine Katharsis, die in nur einer Nacht allen Menschen Fleiß und Frieden für den Rest des Jahres bescheren soll.

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Feuerwerk am helllichten Tage

"Schwarze Kohle, dünnes Eis" - so lautet die Übersetzung des internationalen Titels des chinesischen Wettbewerbsbeitrags von Diao Yinan, der bislang mit zwei Filmen auf sich aufmerksam machte: "Uniform" aus dem Jahre 2003 und "Night Train" aus dem Jahre 2007, der in Cannes in der Reihe Un Certain Regard gezeigt wurde.

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