Filme

Chrieg

Matteos Vater trainiert seinen Körper und sorgt für anständige Umgangsformen in seinem Haus. Matteos Mutter ist fett und kümmert sich um ihr kleines Baby. Matteo weiß nicht, was er anfangen soll mit diesen Leuten und mit seinem Leben. Die Eltern halten ihn nicht mehr aus. Er wird abgeholt und in ein Erziehungs-Arbeits-Bootcamp auf einem Bauernhof, oben in den Alpen, gebracht.

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Das Geständnis

Bernd Michael Lade trägt die DDR zu Grabe. "Das Geständnis" ist ein Kammerspiel, in dem die ganze Deutsche Demokratische Republik, all ihre Schwächen – und vielleicht auch ihre Stärken –, jedenfalls das, was sie schlussendlich vernichtet hat, enthalten ist. Eine Mordkommission, Verzeihung: Morduntersuchungskommission in Berlin in den letzten eineinhalb Jahren vor der Wiedervereinigung, die das Ende bedeutete – wobei schon vieles darauf hindeutet, dass es nicht weitergehen kann…

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The Birth of a Nation

"The Birth of a Nation" kann in vieler Hinsicht als Kraftakt bezeichnet werden. Nate Parker – der als Schauspieler etwa im Upper-Class-Thriller "Arbitrage" sowie im Liam-Neeson-Vehikel "Non-Stop" mitwirkte – brauchte sieben Jahre, um sein Herzensprojekt zu realisieren; er fungierte nicht nur als (Langfilmdebüt-)Regisseur und Hauptdarsteller, sondern hat obendrein das Drehbuch (nach einer Story-Ausarbeitung mit Jean McGianni Celestin) verfasst und insgesamt 100.000 US-Dollar seines eigenen Geldes investieren müssen.

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Green Room

Es gibt Tage, die so dermaßen scheiße sind, dass man gar nicht mehr weiß, was man machen soll. Mit dem letzten, geklauten Benzin im Tank hat sich die Punkband "Ain't Rights" ans Ziel ihres letzten Gigs geschleppt, als ihnen gesagt wird, dass dieser gecancelt ist. Aber der Veranstalter hat da noch einen Cousin, der einen Ersatzgig bieten kann.

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Heaven Knows What

Von der obdachlosen Drogenabhängigen zur gefeierten Schauspielerin: Arielle Holmes spielt sich in "Heaven Knows What" quasi selbst. Die Brüder Ben und Joshua Safdie haben einen kurzen Ausschnitt aus ihrem bewegten Leben verfilmt.

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Ein Hologramm für den König

Bei Literaturverfilmungen wird meist reflexhaft die "Das-Buch-war-aber-besser"-Karte gezückt, was natürlich im Grunde genommen Blödsinn ist, da es sich um zwei grundverschiedene Medien mit völlig unterschiedlichen Funktionsweisen handelt. Bei "Ein Hologramm für den König" wiederum, der Tom-Tykwer-Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dave Eggers, ahnen allerdings selbst Buchunkundige spätestens in den finalen Minuten, dass das Buch vielleicht nicht zwangsläufig besser, aber zumindest ganz schön anders ist.

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Eva Hesse

Man kennt Eva Hesses Werk, auch wenn man den Namen der Künstlerin nicht sofort wiedererkennen mag: große, sinnliche Arbeiten aus Latex, Schnüren, Glasfasern, die aus ihren Rahmen ausbrechen, organischen Gebilden gleich aus dem Boden wachsen und wie Gewebe im Raum hängen. Sie erinnern manchmal an Brüste, manchmal an Phalli, sind streng geometrisch und brechen doch aus der Geometrie aus, wirken hart und weich zugleich.

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Dirty Games

Mittlerweile hat sich auch beim größten Fan herumgesprochen, dass Sport ein schmutziges Geschäft ist. Zumindest hinter den Kulissen. Davon gibt es in den letzten Jahren oft monatliche Updates, was Radsport, Leichtathletik, Fußball, Olympia etc. angeht: Immer wieder neue Skandale und immer wieder Neuigkeiten zu älteren Skandalen. Benjamin Best widmet ihnen mit "Dirty Games" einen Dokumentarfilm, der im Stil einer Reportage mehrere Themen von Nepal bis Brasilien, von USA bis Katar abarbeitet.

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Loev

Bei einem Film wie "Loev" schmerzt es ein klein wenig, wenn am Ende letztendlich nur ein Schulterzucken übrig bleibt. Vor allem, wenn man um die Hintergründe weiß. Nicht nur deswegen, aber auch.

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Bauernopfer - Spiel der Könige

Schach ist mehr als ein 'königliches' Spiel, es ist ein Symbol für strategisches Denken und psychologische Taktiken, es ist eine Metapher für Macht und Einfluss. In "2001 – Odyssee im Weltraum" besiegt Bordcomputer HAL ein Besatzungsmitglied, Harry Potter muss eine Schachpartie lösen, um zu dem Stein der Weisen zu gelangen. In "Die Schachnovelle" und "Die Verurteilten" ist es ein Mittel gegen die Deprivation, in "Das siebente Siegel" entscheidet ein Schachspiel über das Leben.

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Wer hat Angst vor Sibylle Berg

"Eine Hasspredigerin der Single-Gesellschaft", die "Designerin des Schreckens", die "letzte freie Radikale unter den deutschen Schriftstellerinnen", die "erbarmungsloseste deutsche Schriftstellerin", die "Fachfrau fürs Zynische" – diese aus dem Off gesprochenen Zuschreibungen an die Schriftstellerin und Dramatikerin Sibylle Berg stehen am Anfang des Films "Wer hat Angst vor Sibylle Berg?" von Sigrun Köhler und Wiltrud Baier; von der Protagonistin selbst werden sie nur mit einem "Um Gottes Willen" kommentiert.

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Ratchet & Clank

Ein Wüstenplanet, ein kleiner Roboter, eine Planeten vernichtende Waffe, Städte, die an Coruscant und Bespin erinnern – das sind allesamt Elemente, die man mit "Star Wars" in Verbindung bringt. Nun wohl auch mit "Ratchet und Clank", der neusten Videospielverfilmung, die ein Weltraumabenteuer bietet, das simpel gestrickt ist, aber gerade für ein junges Publikum viel zu bieten hat.

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Bahubali: The Beginning

Indien ist einer der wenigen Märkte, auf denen sich Hollywood in den letzten Jahren verhältnismäßig schwergetan hat, da das einheimische Publikum eher dem Eigenanbau als dem Import zugetan war. Aber nichts ist für die Ewigkeit und so findet seit ein bis zwei Jahren ein langsamer, aber stetiger Wandel statt, der auf eine taktische Neuausrichtung der amerikanischen Studios zurückzuführen ist.

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Ich bin tot, macht was draus!

Der Originaltitel dieser belgischen Buddy-Komödie "Je suis mort mais j'ai des amis" fasst sowohl ihre Handlung als auch ihren Humor in einem Satz zusammen: "Ich bin tot, aber ich habe Freunde." Der Tote heißt Jipé (Jacky Lambert) und seine Freunde sorgen dafür, dass er nicht zur Ruhe kommt, sondern als Aschehäuflein auf eine Amerikareise mitgenommen wird.

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Tito on Ice

In einer Altbauwohnung in Berlin unterhalten sich die schwedischen Comiczeichner Max Andersson und Lars Sjunessson über die Entstehung ihres Comics "Bosnian Flat Dog", als sie einen Anruf aus Slowenien erhalten. Sie werden gebeten, dort eine Ausstellung über ihr Werk auszurichten und einen besonderen Gast mitzubringen: die Mumie des jugoslawischen Staatspräsidenten Josip Broz Tito – der Hauptfigur ihres Buches.

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Desire Will Set You Free

Lust macht frei! Davon ist zumindest Yony Leyser, Regisseur, Hauptdarsteller und Kickstarter-Compañero in einer Person, fest überzeugt. Obwohl er schon nach drei Wochen die Produktionsgelder für seinen ersten Spielfilm "Desire Will Set You Free" zusammen hatte – mit Fördergeldern unter anderem von der Augstein-Stiftung und dem ZDF (Redaktion Das kleine Fernsehspiel) – war schon während des Drehs schnell das ganze liebe Geld verpufft. "Nicht für Drogen", wie der quirlige Queer-Filmemacher Leyser bei einem Publikumsgespräch in Saarbrücken betonte – und rasch einige Lacher für diese Aussage erntete.

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Agnes

Agnes wandelt im Schnee: Sie ist gefühlt nackt. Um sie herum nur deutscher Dämonenwald: Es ist pechschwarz – und sterbenskalt. Aber genau das will sie ja! Der Reißverschluss geht auf, die Kleider fallen und ihre Füße graben sich sanft in den weißen Untergrund. Michael Bertls exzellente Kamera mit bewusstem Blaustich folgt ihr von Beginn an unaufdringlich, aber gnadenlos: Agnes’ Reise mit der fulminanten Odine Johne in der Titelrolle geht hier zu Ende. Oder beginnt sie nur wieder von vorne?

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Schrotten!

"Fernsehredakteure haben eine einmalige Begabung: Sie können Spreu von Weizen trennen. Und die Spreu senden sie dann." Zu sehen, nein, kaum zu ertragen, an beinahe jedem Freitagabend im Rahmen vieler Degeto-Produktionen der ARD. Erst recht in sehr problematischer Ausführung, wenn sie sich an der Königsdisziplin des Filmemachens versuchen: der Darstellung von Humor auf der Leinwand.

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Remake, Remix, Rip-Off

Die Türkei in den 1960er und 1970er Jahren: ein riesiger Filmmarkt, der dank der Abstinenz des Fernsehens jedes Jahr Millionen Menschen in die Kinos spült. Und die wollen Futter. Die einheimische Filmindustrie "Yeşilçam" versuchte mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung standen den riesigen Hunger der Massen zu stillen. Dabei standen ihnen viele Probleme im Weg. Zum einen gab es kaum Rohmaterial, da dieses nicht eingeführt werden durfte. Also schmuggelte man Büchsen mit 35mm-Film ins Land.

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Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Was für ein Traumpaar der jüngeren deutschen Kinderfilmgeschichte: Da ist der tiefbegabte Rico, der gerne mal Bingokugeln im Kopf hat, und der hochbegabte Oskar, der aus reinen Vorsichtsmaßnahmen nur mit Kopfbedeckung – erst war es ein Helm, dann eine Mütze – das Haus verlässt. Die beiden eint seit "Rico, Oskar und die Tieferschatten" eine innige Freundschaft, die mit "Rico, Oskar und das Herzgebreche" ihren vorläufigen Höhepunkt fand.

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