Filme

Un jeune poète

Die Sonne scheint, die weiß polierten Grabsteine glitzern in der Sonne. Der Ausblick von diesem Bergfriedhof ist erstaunlich schön. Das blaue Meer, die Fischer, die Vögel - alles bezaubernd, alles poetisch. Und dann ist da Rémi (Rémi Taffanel). Er sitzt vor dem Grab seines Lieblingsdichters. Warum? Weil man das so macht als junger Poet.

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A Girl Walks Home Alone at Night

"A Girl Walks Home Alone at Night" ist nichts von dem, was man erwarten würde. Vielmehr ist dieser Film ein Potpourri des Unerwarteten. Wir sind in Bad City, einer fiktiven Stadt irgendwo im Iran. Die Straßen sind oft leer. Nur ein paar Menschen bevölkern sie. Junkies, Dealer, Huren und Arash (Arash Marandi), der junge Mann mit den schönen Augen und dem weißen James Dean T-Shirt. Und eine traurige Hure, die für Saeed anschaffen geht.

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Die Böhms - Architektur einer Familie

Gottfried Böhm ist der wohl bekannteste deutsche Architekt – und zugleich der einzige, der je den renommierten Pritzker Prize, die höchste internationale Auszeichnung für Architektur bekam. 1986 war das, damals war Böhm bereits 66 Jahre alt. Heute arbeitet der mittlerweile 95-jährige immer noch, tagtäglich sitzt er im Büro seines Hauses in Köln und ist unermüdlich dabei, seine Visionen mit großer Kunstfertigkeit zu Papier zu bringen.

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Los Ángeles

Eine schwarze Leinwand, Kampfgeräusche einer Schlägerei, Fäuste, die auf Körper treffen, Stöhnen, schweres Atmen. Man braucht keine Bilder, um zu wissen, was los ist. Da prügeln sich junge Männer. Und es geht um vor allem um die Ehre und um ein Aufnahmeritual. Die Dunkelheit löst sich auf, die Dämmerung bricht an und einer der Männer trollt sich geschlagen davon.

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Endstation Seeshaupt – TV-Tipp der Woche

Weit über achtzig Jahre alt ist er mittlerweile, und seit mehr als dreißig Jahren unternimmt der in Beverly Hills lebende Louis Sneh regelmäßig eine Pilgerreise ganz besonderer und persönlicher Art zum Bahnhof des oberbayerischen Dorfes Seeshaupt, fotografiert diesen mit Erinnerungen behafteten Ort und zelebriert auf diese Weise ein markantes Ereignis in seinem Leben, das er seinen zweiten Geburtstag nennt.

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Red Army

Die ersten Bilder von "Red Army" versprechen einen Thriller: Von der kommunistischen Bedrohung wird gesprochen, Bilder des Eishockey-Trainings werden mit spannender Musik unterlegt, dazwischen werden die Namen der Crew eingeblendet. Hier scheint ein Film zu beginnen, der von dem großen Aufeinandertreffen von Kommunismus und Kapitalismus kündet, von dem eisernen Vorhang der UDSSR und der Freiheit der USA.

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Freistatt

Wolfgang (Louis Hoffmann) ist wohl das, was man damals "renitent" nannte – heute würde man ihn wohl als ganz normalen 14-jährigen begreifen, der mitten in der Pubertät steckt. Ein rebellischer Junge, der vor allem gegen den strengen Stiefvater (Uwe Bohm) opponiert, der solche Zweifel an seiner absoluten Autorität nicht mehr länger dulden mag.

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Shaun das Schaf

Nachdem das Schaf Shaun über vier Jahre hinweg seine skurrilen und lustigen Abenteuer im Fernsehen erlebt hat, folgt nun der Wechsel auf die große Leinwand. Dem Erfolgsrezept bleibt man dabei treu: Gesprochen wird nicht, zumindest nicht verständlich, und trotz einer durchgehenden Handlung ist das Ganze sehr episodisch.

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German Angst

Expressionistische, phantastische, gruselige Filme — das war im Deutschland der 1920er Jahre einst eine Strömung, die viel zum späteren Genrefilm beitrug und die damals ihresgleichen suchte. Man denke nur an Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu" oder Robert Wienes "Das Cabinet des Dr. Caligari". Doch diese Zeiten sind lange her und das deutsche Genrekino dümpelt seit langer Zeit bis auf einige kleinere Ausnahmen vor sich hin und bleibt oftmals weit hinter Produktionen aus anderen Ländern zurück.

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John Wick

John Wick (Keanu Reeves), Profikiller a.D., will eigentlich den Rest seines Lebens in aller Ruhe mit seiner Frau (Bridget Moynahan) verbringen. Doch sie stirbt und der Verlust stürzt John in ein tiefes Loch. Trost findet er lediglich bei seinem jungen Hund, dem letzten Geschenk seiner Frau. Zumindest für kurze Zeit.

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Die letzten Gigolos

Für die Titelauswahl gibt es die volle Punktzahl. Die Neugier ist sofort geweckt. Man hat Bilder im Kopf. Gigolo: Ein attraktiver, charme- und charismastrotzender Beau, eher südländischer Herkunft, den Kopf voll verruchter Absichten, das Versprechen auf ein Abenteuer, für eine Beziehung aber völlig ungeeignet. Davon gibt es nur noch wenige Exemplare und die führt uns der Film vor.

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Fünf Freunde 4

Seit 2012 kommt jedes Jahr im Januar ein neues Abenteuer der "Fünf Freunde" in die deutschen Kinos. Im mittlerweile vierten verschlägt es die Jugendlichen um George Kirrin (Valeria Eisenbart) und ihren Hund Timmy nach Ägypten, wo sie einem Geheimbund auf die Schliche kommen. Die Schwächen der Reihe bleiben dieselben wie schon in den vorangegangenen Teilen.

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Coming Home

In seinen letzten Arbeiten pendelt Zhang Yimou zwischen aufwändigen Martial Arts-Epen und intimeren, stärker psychologisch ausgerichteten Stoffen. Nachdem sein umstrittener Berlinale-Beitrag "The Flowers of War" (aka "13 Flowers of Nanjing") zwar mit einer gewohnt ausgeklügelten Kameraarbeit und packenden Kriegsgefechten punkten konnte, zugleich aber durch dick aufgetragenen Patriotismus und triefende Melodramatik verärgerte, konzentriert sich seine Folgearbeit auf einen überschaubareren Rahmen.

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Viel Gutes erwartet uns

Der Dokumentarfilm von Phie Ambo porträtiert einen 79-jährigen dänischen Biobauern, der seinen Hof aus purer Leidenschaft bestellt. Der gelernte Diplom-Ingenieur Niels Stokholm hält auf seinem idyllischen Anwesen nördlich von Kopenhagen unter anderem das vom Aussterben bedrohte Rote Dänische Milchrind. Als einziger Landwirt Dänemarks richtet er die Viehhaltung an den Urinstinkten der Rinder aus.

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Baymax - Riesiges Robowabohu

Ein Marvel-Film ist "Baymax – Riesiges Robowabohu" nicht. Aber er basiert auf einer Vorlage von Marvel. Die wurde jedoch entkernt, so dass Disney sein eigenes Süppchen kochen konnte. Abgesehen von dem Namen (und das auch nur im Original) und ein paar Eckpunkten haben Comic und Film kaum etwas miteinander gemein. Aber in einer Hinsicht verbeugt man sich dann doch vor Marvel. Wie es sich für Superhelden-Geschichten gehört, gibt es nach dem Nachspann noch eine Szene, und darin ein Cameo, das "marveliger" nicht sein könnte.

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Wir sind jung. Wir sind stark.

Wenn in einer der ersten Szenen die Kamera um einen abgestellten VW-Bus kreist, durch die Luft fliegend rundumher, um die Mitglieder dieser desillusionierten Gruppe Jugendlicher vorzustellen, die da rauchen, saufen, Rechtsrock hören und prahlen: Das könnte noch ein manieristisches Mätzchen sein, eine Art Kraftprobe des technischen Departments.

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Housebound

Mit der witzigen Geistergeschichte "Housebound" legte Gerald Johnstone, der bislang nur die TV-Serie "The Jaquie Brown Diaries" schrieb und inszenierte, sein Kinodebüt vor. Auch seine trefflich besetzte Hauptdarstellerin Morgana O’Reilly als kleinkriminelle Rebellin war vornehmlich in TV-Serien wie dem Dauerbrenner "Nachbarn" zu sehen. Beide überraschten mit einem Werk, das perfekt die Balance aus Mystery-Thriller, Gruselschocker und Komödie hält.

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Foxcatcher

Die Zwänge von Macht, Geld und psychischer Abhängigkeit markieren oft die Kehrseite des Sportlerruhms. Manche Karrieren zerbrechen daran, Bennett Millers "Foxcatcher" kommt vielleicht dem Grund solchen Übels ziemlich weit auf die Spur.

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Jacky im Königreich der Frauen

Seit dem mörderischen Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" gilt der Slogan "Je suis Charlie" weit über Frankreich hinaus als Bekenntnis zu Presse- und Meinungsfreiheit. Auch "Jacky im Königreich der Frauen" ist ein wenig Charlie, und das gleich im doppelten Sinn, obwohl der deutsche Kinostart der Satire auf ein fiktives totalitäres Regime bereits lange vor der Bluttat vom 7. Januar 2015 feststand.

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Asterix im Land der Götter

Nach gleich mehreren Realfilmen kehren Asterix und Obelix nun in die angestammte Domäne zurück, das aber natürlich auf moderne Art und Weise. Statt Zeichentrick also Computeranimation, die Albert Uderzos und Rene Goscinnys Schöpfung plastisch geraten lässt.

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