Filme

Dracula Untold

IBetrachtet man sich "Dracula Untold", merkt man schon, dass hier das Chaos regierte. Ganze Subplots wurden entfernt, Figuren ebenso, andere neu ausgerichtet, jede Menge Material verworfen und wochenlang nachgedreht. Das Ergebnis ist ein schlanker 90-Minüter, der unterhaltsamer ist, als man das erwarten durfte.

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Gone Girl - Das perfekte Opfer

Eine Literaturverfilmung wird von Lesern des Buches immer anders rezipiert als von Zuschauern, die die Vorlage nicht kennen. Leser haben Vorstellungen von den Figuren und den Orten, sie kennen die Handlung und erkennen dadurch Abweichungen und Werktreue, Interpretationen und Deutungen. Im Fall von David Finchers Verfilmung von "Gone Girl" wird sich das Seherlebnis darüber hinaus grundlegend unterscheiden.

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Denk wie ein Mann 2

Eine Komödie fortzusetzen, geschieht vor allem aus einem Grund: Weil der erste Geld gemacht hat und der zweite noch mal die Kasse klingeln lassen soll. Das ist bei anderen Genres auch so, sie bieten sich aber auch mehr an, Geschichten fortzusetzen. Bei "Denk wie ein Mann 2" ist das Problem nicht, dass er das Original einfach nur nachahmt, sondern weil er sich in dümmlichen Humor ergeht, der beim ersten Teil nicht vorhanden war.

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Praia do Futuro

Ein sonnendurchfluteter Strand und zwei Motorradfahrer, die durch die blau-gelb schimmernde Landschaft preschen. Zu den Motorgeräuschen peitscht die Musik. Dann ein Schnitt und direkt hinein ins blaue Meerwasser. Zwei Männer sind kurz davor zu ertrinken, einer - Konrad (Clemens Schick) - kann gerettet werden, sein Freund hingegen nicht. Rettungsschwimmer Donato (Wagner Moura) war es, der ihn nicht retten konnte.

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Achtzehn - Wagnis Leben

In vier Jahren kann eine ganze Menge passieren – und genau das ist auch der Ausgangspunkt des zweiten Teils der auf insgesamt 14 Jahre angelegten Langzeitbeobachtung, die die Filmemacherin Cornelia Grünberg unternommen hat. Vor vier Jahren, in "Vierzehn – Erwachsen in neun Monaten", hatten ihre Protagonistinnen Lisa, Steffi, Laura und Fabienne, damals allesamt 14 Jahre alt, unvermutet und ohne es ursprünglich zu wollen einen Riesenschritt ins Erwachsenenleben getätigt.

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Red Army

Die ersten Bilder von "Red Army" versprechen einen Thriller: Von der kommunistischen Bedrohung wird gesprochen, Bilder des Eishockey-Trainings werden mit spannender Musik unterlegt, dazwischen werden die Namen der Crew eingeblendet. Hier scheint ein Film zu beginnen, der von dem großen Aufeinandertreffen von Kommunismus und Kapitalismus kündet, von dem eisernen Vorhang der UDSSR und der Freiheit der USA.

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Der kleine Nick macht Ferien

Egal wie alt man ist, fast jeder hat sich schonmal bei dem abgedroschenen Spruch "Früher war alles besser" ertappt. Doch manchmal werden Filme gemacht, die einen ganz wunderbar in die Vergangenheit entführen. "Der kleine Nick macht Ferien" ist so ein Fall. Selbst als Spätgeborener kann man sich lebhaft vorstellen, wie die 1960er Jahre in Frankreich waren.

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Hüter der Erinnerung - The Giver

Lois Lowrys Jugendbuch "Hüter der Erinnerung" hat schon 21 Jahre auf dem Buckel. Zur Hochphase kindgerechter Dystopien kommt die Verfilmung des Jugendromans nun auf die große Leinwand – mit vergleichsweise geringem Budget.

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Jack

Das erste Bild ist trügerisch: Jack (Ivo Pietzcker) und sein jüngerer Bruder Manuel (Georg Arms) liegen einträchtig nebeneinander auf einer Matratze und schlafen, das warme Licht des Morgens taucht die Kinder in ein weiches Licht, es ist ein Anfangsbild voller Harmonie. Doch für lange Zeit wird dies das einzige Bild sein, das diese Harmonie und Geborgenheit ausstrahlt.

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Wish I Was Here

Im Jahre 2004 gab der Schauspieler Zach Braff (bekannt geworden als J.D. Dorian in der Dramedy-Serie "Scrubs – Die Anfänger") mit "Garden State" sein Langfilmdebüt als Writer-Director. Das autobiografisch gefärbte Werk entpuppte sich als Indie-Glanzstück – als gut ausbalancierte Mischung aus skurriler Komödie, spätem Coming-of-Age-Drama und hübsch verschrobener Romanze. Zehn Jahre später folgt nun mit "Wish I Was Here" die zweite Kinoarbeit, in welcher Braff sowohl als Hauptdarsteller als auch als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur fungiert.

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Land der Wunder

Dieses Scheiß Kamel. Wer braucht schon ein Kamel in der Toskana, wo es noch dazu verboten ist eines zu halten? Aber der Vater von Gelsomina (Maria Alexandra Lungu) konnte und wollte nicht hören. Es war einmal ihr Kindheitstraum, eines zu besitzen. Aber das ist schon eine ganze Weile her und nun ist sie in der Pubertät und an der Grenze zum Erwachsensein.

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Ruhet in Frieden – A Walk Among The Tombstones

Bevor Liam Neeson Anfang 2015 als Action-Allzweckwaffe im dritten Teil der "96 Hours"-Reihe wieder gehörig Dampf ablassen darf, beweist er in "Ruhet in Frieden – A Walk among the Tombstones" (ein Hoch auf die unsinnige deutsche Titelgebung!), dass er nach wie vor auch leisere Töne anschlagen kann.

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Die Legende der Prinzessin Kaguya

Manchmal ist es schade, wenn Filme, die einander ähneln, zeitlich mit großem Abstand in den Kinos starten. Das gilt auch für den neuen Film der Anime-Ikone Isao Takahata, denn deren neues Werk "Die Legende der Prinzessin Kaguya" sollte man am besten in Kombination mit "Wie der Wind sich hebt" sehen.

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Prinz Ribbit

"Anscheinend gibt es bei jedem irgendetwas, über das er nicht glücklich ist", sagt Ribbit und spricht damit aus, was als Botschaft für die jüngsten Zuschauer gedacht ist. Man soll und muss sich selbst akzeptieren, mit allen Stärken, aber auch Schwächen. Am Ende, so die Message, ist es gut, wie man ist.

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Under the Skin

Es gab wohl kaum einen Film, der beim Filmfest München so sehnlich erwartet wurde wie Jonathan Glazers "Under the Skin". Befeuert von exzellenten Kritiken bei verschiedenen Festivals und der immensen Kritik an der Ankündigung des Senator Film Verleihs, den Film nicht im Kino, sondern ausschließlich auf DVD auszuwerten, waren die Erwartungen riesig und die Möglichkeit, dem Hype zu entgehen, nicht sehr groß - auch und gerade in München, wo der Andrang dann auch dementsprechend war.

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Im Keller

Mit der Kamera kann man Liebe machen. Aber man muss nicht. Ulrich Seidl weiß das. Seine Kamera arbeitet wie ein distanziertes Röntgengerät, um kalkuliert in die Abgründe des Daseins zu blicken, zynisch und bitterböse. Seidl ist ein Grenzgänger zwischen Voyeurismus und Desinteresse, Misogynie und Schüchternheit, Emotionalität und Kühle.

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The Strange Colour of Your Body's Tears

Wer einmal nach Brüssel oder ins französische Nancy fährt, kann sich dort ganz und gar in die Tiefen jener Kunstepoche fallen lassen, die man hierzulande "Jugendstil" nennt. Im französischen Sprachraum verwendet man den Begriff "Art nouveau", "neue Kunst"; in der Gestaltung, speziell Architektur, stößt man dort auf weiche Formen, immer wieder Pflanzen und Blumen, die es nur geben konnte, weil man zugleich bei Holz- und Metallverarbeitung Fortschritte gemacht hatte.

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The Drop - Bargeld

Niemand macht sich Gedanken, was vor der Geldwäsche mit dem Bargeld passiert, das illegale Buchmacher, Zuhälter und Schutzgelderpresser bekommen. In der Welt von "The Drop" wird es jede Nacht in einer anderen Bar abgegeben und dort durch einen Schlitz in der Bar in einen Safe geworfen.

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Die BoxTrolls

Nach "Coraline" und "ParaNorman" ist "Die BoxTrolls" die dritte Stop-Motion-Produktion des Oregoner Studios Laika Animation. Inhaltlich gänzlich unterschiedlich, gibt es doch eine Gemeinsamkeit. Süße Kinderunterhaltung sieht anders aus, Laika Animation hat ein größeres Publikum vor Augen und präsentiert eine grotesk-düstere Geschichte, wie man sie auch schon von den Vorgängern kennt.

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Supermensch - Wer ist Shep Gordon?

Mike Myers und Shep Gordon lernten sich 1991 kennen, als Myers für "Wayne's World" an die Tür des Musikmanagers für einen Alice Cooper-Song klopfte. 22 Jahre später nun erzählt Gordon allerhand unterhaltsame Geschichten aus seinem Leben in und jenseits von der Musikindustrie oder Hollywood und Myers macht daraus sein Debüt als Regisseur. "Supermensch – Wer ist Shep Gordon?" ist das Porträt des gleichnamigen, in Insiderkreisen der Glitzer- und Glamourwelt des Showbusiness geschätzten Star-Managers.

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