Filme

Es ist schwer, ein Gott zu sein

Man kann Aleksei Germans "Opus magnum" als nichts anderes bezeichnen, als als ein visionäres Meisterwerk. Es ist nicht nur hart, ein Gott zu sein, wie der Titel dieses Filmmonsters schon sagt, es ist auch hart diesen Film zu sehen und zu verdauen.

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Knight of Cups

Es ist ganz klar, dass jeder, der bislang wenig oder gar nichts mit den Filmen von Terrence Malick anfangen konnte auch mit "Knight of Cups" große Probleme haben wird. Nach "The Tree of Life" und "To the Wonder" folgt der Filmemacher weiter seiner zunehmenden spirituellen Abstraktion, die in früheren Filmen des Regisseurs noch nicht ganz so vordringlich war.

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How to Change the World

Dass die Welt sich ändern lässt, steht in Jerry Rothwells beeindruckendem Dokumentarfilm "How to Change the World" außer Frage. Und den Beweis liefert eine kleine Gruppe engagierter Menschen, die im Jahr 1971 mit dem Fischkutter "Phyllis Cormack zu der Atomtestzone Amchitka vor die Küste Alaskas segelte, um die Zündung der Bomben zu verhindern, und damit die weltweite Umweltbewegung begründete.

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Rot und Blau

Schule ist - neben Arbeitsplatz und Bildungsstätte - auch ein Ort der Erinnerung: Wunderbare Gedanken, schreckliche Erlebnisse, Heiteres mischt sich mit dem Gefühl des Unangenehmen, Alltägliches mit besonderen Begebenheiten. Und das für Lehrer wie für (ehemalige) Schüler. Dieses ganze Potpourri an Erinnerungs- oder Ereignismöglichkeiten hat Marco Lodoli in seinem Roman "Il rosso e il blu" versammelt, den Giuseppe Piccioni nun filmisch umgesetzt hat.

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Turbo Kid

War 1997 eigentlich ein gutes Jahr? In Deutschland landeten zu jener Zeit Hanson mit "Mmmbop" sowie Aqua mit "Barbie Girl" Nummer-eins-Hits, während in den USA die Masse zum Jahresende in die Lichtspielhäuser strömte, um Leonardo DiCaprio auf die "Titanic" zu folgen. Die Antwort lautet also eher: nein!

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Babai

"Kannst du serbisch?", fragt der Fahrer den Mann auf dem Beifahrersitz. Schon sind sie an einer Straßensperre, ein improvisierter Grenzübergang, ein halbuniformierter Milizionär kontrolliert die beiden misstrauisch.

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The Lobster

Dinge, die der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos sehr fragwürdig findet: die Regeln der Gesellschaft. Filme, die er dem Erfragen und Ergründen eben dieser Regeln widmet: Nun sind es drei an der Zahl - "Dogtooth", "Alps" und "The Lobster". Und wie immer bei Lanthimos erfolgt das Erforschen durch eine Parallelverschiebung der Realität hin in eine alternative Wirklichkeit. Bei "The Lobster" führt uns diese in eine Gesellschaft, in der der Beziehungsfaschismus regiert.

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Die Melodie des Meeres

Der Film beginnt mit einer Geschichte, die die Mutter ihrem kleinen, vierjährigen Sohn erzählen wird – eine Sage, die dann später wieder aufgenommen, zu neuem, eigenen Leben wird, wenn längst klar geworden ist, dass die Mutter Teil der Welt dieser Geschichten ist, die Realität also nicht so arm an Magie und Wundern ist wie allgemein befürchtet.

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Stella - Kleine große Schwester

"In the sea of love I will swim to you, you are so beautiful ..." – Mit diesen Worten beginnt Sanna Lenkens "Stella", der auf der Berlinale 2015 mit dem Gläsernen Bären ausgezeichnet wurde und im Original "Min lilla syster" – meine kleine Schwester – heißt.

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Maidan

In einer einzigartigen Begegnung aus politischer Dringlichkeit und ästhetischer Perfektion beobachtet der in der Ukraine aufgewachsene Regisseur Sergej Loznitsa in seinem Dokumentarfilm "Maidan" die Geschehnisse rund um die weltbekannten Ereignisse in Kiew im Winter 2013/2014.

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I Want to See the Manager

Die Weltwirtschaft ist in Bewegung. Einst zementierte Machtgefüge verschieben sich zugunsten der Schwellenländer. Doch der Traum von der globalen Umverteilung ist ein bittersüßer. "I Want to See the Manager" zeigt das nüchtern, aber wirkungsvoll.

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Hüter meines Bruders

"Leg deine Musik ein", sagt Gregor zu Pietschi bei der Autofahrt, "und guck' mal unter deinen Sitz: gekühltes Bier." Denn: "Ich weiß doch, was mein Brüderchen will." Weiß Gregor das wirklich? Kennt er Pietschi? Kennt er sich selbst?

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Engelbecken

"Engelbecken" ist ein essayistisches Werk, das von einer Ost-West-Liebesbeziehung in den Jahren vor dem Mauerfall erzählt. Realisiert wurde der Film von den beiden Menschen, die diese Beziehung führten. Gamma Bak und Steffen Reck lernten sich im Herbst 1986 kennen. Bak lebte als Germanistik- und Medienwissenschafts-Studentin sowie Filmemacherin in West-Berlin; Reck war Mitglied der freien Theatergruppe "Zinnober" in Ost-Berlin.

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Vilja und die Räuber

Der Vergleich mit Astrid Lindgrens Figuren drängt sich bei Marjut Komulainens Kinderfilm auf, schließlich ist auch die zehnjährige Protagonistin ein starkes Mädchen. In "Vilja und die Räuber" kommt die Titelheldin nun zum ersten Mal ins Kino und erlebt einen wilden Sommer.

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Ricki - Wie Familie so ist

Meryl Streep ist gut im Geschäft. In den letzten fünf Jahren starteten sechs Filme mit ihr, sie war unter anderem Margareth Thatcher in "Die eiserne Lady", eine tablettensüchtige Matriarchin in "Im August in Osage County", eine Lady im Westen in "The Homesman" und eine Hexe in "Into the woods".

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Private Revolutions - Jung, Weiblich, Ägyptisch

Der Arabische Frühling hat mancherorts Hoffnungen geweckt, die sich als Strohfeuer entpuppten. So ist beispielsweise in Ägypten von der Aufbruchsstimmung, die 2011 auf dem Kairoer Tahrir-Platz herrschte, nicht mehr viel übrig geblieben. Dieser politische Klimawandel zeigt sich auch im österreichischen Dokumentarfilm von Alexandra Schneider. Sie begann 2011, vier ägyptische Frauen zu porträtieren, die im Zuge der Revolution zu Aktivistinnen wurden.

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Giovanni Segantini - Magie des Lichts

Eine junge Bäuerin beugt sich tröstend über das kleine Kind, das auf ihrem Schoß sitzt. Auf der Wiese weiden Kühe, dahinter erheben sich die Alpen. Zärtliche Mutterliebe und die einfache, aber majestätische Kulisse der Bergwelt sind zwei zentrale Motive im Werk des Malers Giovanni Segantini, der 1899 im Alter von nur 41 Jahren starb.

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Iraqi Odyssey

Wenn der irakisch-schweizerische Filmemacher Samir seine Tanten und Onkel, Cousins und Cousinen und seine Halbschwester sehen will, muss er rund um den Globus reisen. Sie leben seit Jahrzehnten zerstreut in alle Winde, in Moskau, Amerika, Neuseeland, London. Der 1955 geborene Samir lebt in der Schweiz. Dass heute jeder 5. Iraker im Ausland wohnt, liegt an der von Kriegen, Terror und Not geprägten Geschichte des Landes.

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L'Chaim! - Auf das Leben!

Wie ein Streuner aus Mutterliebe beinahe zum Stubentiger mutiert, auch davon erzählt "L'Chaim – Auf das Leben!“. Eines ist Elkan Spillers Dokumentarfilm über den Sohn einer Holocaust-Überlebenden gewiss: ein charismatischer Protagonist, wie er selten im Kino zu sehen ist.

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Lilien im Winter - La Bohème am Kap

Mark Dornford-Mays "Lilien im Winter – La Bohème am Kap" ist eine filmische Adaption der Oper "La Bohème" von Giacomo Puccini, die unter ihrem Originaltitel "Breathe Umphefumlo" auf der Berlinale 2015 präsentiert wurde. In ihr wurde die auf Henri Murgers Roman "Les scènes de la vie de bohème" basierende Geschichte des 1896 uraufgeführten Werks vom Paris des 19. Jahrhunderts in das südafrikanische Khayelitsha der heutigen Zeit verlegt.

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