Filme

Kill the Boss 2

Die Umbenennung englischsprachiger Filme ist wahrlich ein Thema für sich. Immer wieder bemühen deutsche Verleiher vermeintlich lustige Wortspiele, um dem hiesigen Publikum ein Werk aus Übersee schmackhaft zu machen. Eine skurrile Spielart dieser Praxis konnte man 2011 bei der Erfolgskomödie "Horrible Bosses" bestaunen, deren Originaltitel für den deutschsprachigen Markt kurzerhand durch die konkretere, englische (!) Wendung "Kill the Boss" ersetzt wurde.

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Talea

Der Figur der Mutter begegnet das zeitgenössische Kino zuweilen mit großer Skepsis, wie zuletzt auf sehr intensive Art und Weise in John Wells' "Im August in Osage County". Und so ist es nicht weiter verwunderlich, zumindest jedenfalls nicht ungewöhnlich, dass auch Katharina Mückstein in ihrem Coming of Age Drama "Talea" ein schwieriges Mutter-Tochter-Verhältnis beschreibt.

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Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben

Die 9 ist eine schlimme Zahl. Aber es geht noch schlimmer. Die 58 zum Beispiel. Oder eine 6. Beides in Kombination ist tödlich. Genau wie die Farben rot und schwarz. Jetzt muss ganz schnell "neutralisiert" werden. Eine 7 ist da ganz gut, noch besser aber eine 100. Und die böse Strahlung von rot und schwarz bekämpft man am besten mit weiß.

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Ouija

Geschichten, die sich um Hexenbretter, so genannte Ouija-Bretter, drehen, gibt es einige. Sie sind gerade für Horrorfilme ein dankbares Thema, aber auch eines, das nur sehr wenig Variation zulässt. So gibt es durchaus einige Filme, die Ähnlichkeit besitzen, z.B. Kevin Tenneys B-Film-Klassiker "Witchboard" aus dem Jahr 1986, aber ein Remake ist "Ouija" deshalb noch lange nicht. Man benutzt nur einfach dieselben Elemente.

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Horns

Für Regisseur Alexandre Aja ist "Horns" eine Abkehr von seiner üblichen Spielwiese. Nur am Ende lässt er den Horror-Freak in sich raus, wenn doch noch ein Schädel in Großaufnahme weggeschossen wird. Davon abgesehen nimmt sich Aja zurück, lässt aber (noch) das Fingerspitzengefühl vermissen, ein mit Symbolismus aufgeladenes Mordmysterium gänzlich stimmig zu gestalten.

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Exhibition

Mut zur Ruhe, Vertrauen in lange, unbewegliche Einstellungen ohne die Untermalung von Musik – das findet man heute in der Zeit der hektischen Montagegeschwindigkeit selten. "Exhibition" ist einer der Filme, der sich noch zu dieser Ruhe traut. Er begleitet seine Protagonisten ruhig, dabei kühl und distanziert bei einem entscheidenden Schritt in ihrem Leben. Im Vordergrund steht hier nicht die Handlung, sondern der Ort des Geschehens.

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Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1

Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Dieses Postulat von Adorno bedeutet, dass es moralisch geboten ist, eine schlechte Gesellschaft zu verändern. Nur so ist ein gutes individuelles Leben möglich. Was aber, wenn die Revolution selbst nur mithilfe der falschen Mittel möglich ist?

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Mary - Königin von Schottland

Thomas Imbach hat einen Kostümfilm gedreht. Dieser Satz müsste eigentlich schon reichen, um alle Cineasten dazu zu bringen, sich "Mary – Königin von Schottland" anzusehen. Mit Werken wie "Ghetto" (1997) oder "Lenz" (2006) hat sich der Schweizer Filmemacher sowohl im Bereich des Dokumentar- als auch des Spielfilms als experimentierfreudiger Künstler erwiesen – und auch diesmal liefert er keine kinematografische 08/15-Ware.

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Das Verschwinden der Eleanor Rigby

Ein Paar sitzt zusammen in einem schönen kleinen Restaurant. Er gesteht, dass er die Rechnung nicht bezahlen kann, sie schlägt daraufhin vor, einfach abzuhauen – nacheinander, damit es nicht auffällt. Sie geht zuerst, er will ihr folgen, aber der Kellner bemerkt, was sie vorhaben. Also laufen sie lachend davon und landen in einem Park. Sie knutschen und auf einmal steigen Glühwürmchen in ihrer Nähe auf. Es sind diese Bilder der unbeschwerten Liebe von Eleanor (Jessica Chastain) und Connor (James McAvoy), mit denen "Das Verschwinden der Eleanor Rigby" von Ned Benson beginnt.

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Tristia – Eine Schwarzmeerodyssee

Von der Ukraine aus über Russland, Abchasien, Georgien, Türkei bis Bulgarien und Rumänien: Stanislaw Mucha konnte mit seinem Filmteam als erster überhaupt die nicht kleinen Schwierigkeiten bei der Umrundung des Schwarzen Meeres meistern. Auch dank der deutschen Filmförderlandschaft, die die oft immensen Bestechungsgelder, die an Unterwelt und an Grenzübergängen gezahlt werden mussten, auch ohne Quittungen durchgewinkt haben.

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Ein Schotte macht noch keinen Sommer

Überraschende Wendungen mit trockenem britischem Humor in feiner Komödie gefällig? Die Briten sind derzeit weit weg vom französischen Wohlfühl-Arthouse mit political correctness. Zum Glück!

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Guten Tag, Ramón

Die deutsch-mexikanische Ko-Produktion "Guten Tag, Ramón" war einer der ganz großen Publikumserfolge in Mexiko, dürfte aber auch hierzulande sein Publikum finden. Immerhin wird hier ein universeller Film geboten, der ein wichtiges Thema aufgreift und dies mit einer immensen Menschlichkeit erzählt.

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Die Legende der Prinzessin Kaguya

Manchmal ist es schade, wenn Filme, die einander ähneln, zeitlich mit großem Abstand in den Kinos starten. Das gilt auch für den neuen Film der Anime-Ikone Isao Takahata, denn deren neues Werk "Die Legende der Prinzessin Kaguya" sollte man am besten in Kombination mit "Wie der Wind sich hebt" sehen.

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Traumland

Österreichische Regisseure wie Michael Haneke oder Götz Spielmann zeigen gerne, dass in ihrer pittoresken Alpenrepublik längst nicht alles so idyllisch ist, wie sich dies die Besucher denken mögen, die das Land nur von ihrem jährlichen Skiurlaub kennen.

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Baymax - Riesiges Robowabohu

Ein Marvel-Film ist "Baymax – Riesiges Robowabohu" nicht. Aber er basiert auf einer Vorlage von Marvel. Die wurde jedoch entkernt, so dass Disney sein eigenes Süppchen kochen konnte. Abgesehen von dem Namen (und das auch nur im Original) und ein paar Eckpunkten haben Comic und Film kaum etwas miteinander gemein. Aber in einer Hinsicht verbeugt man sich dann doch vor Marvel. Wie es sich für Superhelden-Geschichten gehört, gibt es nach dem Nachspann noch eine Szene, und darin ein Cameo, das "marveliger" nicht sein könnte.

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My Old Lady

Auf Basis seines eigenen Theaterstücks hat Israel Horovitz auch das Skript für seine erste Regiearbeit – den Monolog "3 Weeks After Paradise" über die Erlebnisse seiner Familie nach dem 11.9. außen vorgelassen – abgeliefert. Den Esprit, den seine Bühnenversion auszeichnet, konnte er für die große Leinwand aber nicht ganz einfangen.

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Schändung

Die Verfilmung des ersten Teils aus Jussi Alder-Olsens Bestseller-Reihe um Kommissar Mørck ließ sich durchaus überzeugend an: Mit Nikolaj Lie Kaas und Farres Farres ist "Erbarmen" gut besetzt gewesen, Regisseur Mikkel Nørgaard hat eine stringente, typisch düstere skandinavische Krimiästhetik entwickelt und vor allem das Drehbuch überzeugte mit einer Verdichtung der Handlung des Romans.

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The Zero Theorem

Eine Art 3D-Version des guten alten Gameboy-Tetris-Spiels: Bausteinblöcke mit den kompliziertesten mathematischen Formeln müssen arrangiert und zusammengeführt werden zu einem mehrdimensionalem Welt-Algorithmus, sie fliegen um fragile Bauklotz-Konstruktionen, werden mit einem Handstreich eingepasst – und irgendwo im Hintergrund stürzt irgendwas krachend zusammen.

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Timbuktu

Vielleicht ist es ja die Vielfalt an visuellen Eindrücken, denen eifrige Kinogänger ausgesetzt sind, die in ihnen manchmal den Wusch wecken, einfach für eine Weile die Augen zu schließen und einfach nur zu hören. Und manches Mal, das gestehe ich gerne, tue ich das auch für einen kleinen Moment im Dunkel des Saales. Nicht etwa, weil ich müde wäre, sondern um der Musik und der Tonebene zu lauschen, mich über sie zu ärgern und mich an ihr zu erfreuen.

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Höhere Gewalt (2014)

Das iPhone ist an allem schuld. Nein, das ist keine Aussage von Medienkritikern, sondern so könnte man die Ausgangssituation von Ruben Östlunds brillanter und bitterböser familiärer Versuchsanordnung "Höhere Gewalt" beschreiben, die anhand eines kleines Vorfalls eine ganz normale schwedische Familie genüsslich zerlegt. Doch der Reihe nach...

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