Filme

Amapola

Es kommt selten vor, dass ein Film dem Zuschauer durch pure Pracht und Schönheit den Boden unter den Füßen wegreißt. Geschieht es aber doch, dann ist das nicht nur ein rarer und wertvoller Moment, es ist ein cineastisches Erlebnis, das man so schnell nicht wieder vergisst.

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Mädchen im Eis

"Wenn du nichts mehr zu bieten hast, und nichts mehr zu erhoffen, dann bist du hier draußen richtig", sagt Yegor (Yuri Kolokolnikov) über Teriberka. In dem Dorf hinter dem russischen Polarkreis, das als Drehort von "Leviathan" berühmt wurde, treffen in einem einsamen Sporthotel die merkwürdigsten Gestalten aufeinander.

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Learning to Drive

Nachdem sich Isabel Coixet mit "Another Me – Mein zweites Ich" nur bedingt überzeugend im Sujet des Thrillers versucht hat, kehrt sie mit "Learning to Drive" zu ihrer angestammten Domäne zurück: den menschlichen Dramen.

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Family Business

Polnische Haushaltshilfen sind in Deutschland, wie die Filmemacherin Christiane Büchner feststellt, längst ein "Massenphänomen". Wer zum Beispiel alte Angehörige hat, die zu Hause betreut werden wollen, der wird hierzulande wohl vergeblich nach bezahlbaren, rund um die Uhr verfügbaren Kräften suchen.

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Die Hälfte der Stadt

Auf den Straßen der polnischen Stadt Kozienice herrschte früher polyglottes Stimmengewirr: Die Bewohner sprachen Deutsch, Polnisch, Jiddisch, Russisch. Aber im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Dokumente vernichtet, die über das Leben und das Schicksal ihrer Bewohner Aufschluss geben könnten. Gegen das Vergessen kämpft nicht nur ein örtlicher historischer Verein an, sondern auch der junge Fotograf Michal Wozny.

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The Man in the Orange Jacket

Die Ausgangsposition in Aik Karapetians "The Man in the Orange Jacket" dürfte der heimliche, feuchte Traum vieler entlassener Arbeiter sein. Ein namenloser Mann in einer orangen Sicherheitsweste ist gerade zusammen mit 200 Kollegen von seiner Arbeit im Hafen entlassen worden. Das veranlasst ihn zu einem grausamen Racheakt gegen den Firmenbesitzer und dessen junge Frau auf ihrem Landsitz.

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Drone

Brandon Bryant war fünf Jahre lang Pilot bei der U.S. Army. Er saß aber nicht in einem Flugzeug, sondern steuerte unbemannte Drohnen. An seinem Arbeitsplatz in den USA richtete er auf dem Monitor das Fadenkreuz auf die Zielpersonen. Bei den Aktionen, an denen er beteiligt war, starben über 1600 Menschen.

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Sam O'Cool

Für sein 3D-Animationsdebüt ging Storyboard-Künstler Christian De Vita, der mehrfach mit Wes Anderson zusammen arbeitete ("Grand Budapest Hotel"), ganz auf Nummer Sicher. Die Odyssee eines namenlosen, glubschäugigen Vogels und seines zufälligen Anhangs verknüpft er mit einer eingängigen Coming-of-Age- und Liebesgeschichte. Dazu ertönen gefällige Popsongs, von denen einer in der deutschen Fassung durch eine Unheilig-Komposition ausgetauscht wurde.

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Abschussfahrt

Was wollte, konnte aber in "Abschussfahrt – Vier ist einer zu voll" nicht an die Oberfläche treten? Genregrenzen sind oft fließend, doch diesen Film zieht es tiefer in die Regionen einer blutigen Neo-Noir-Farce als für eine Komödie über eine Klassenfahrt zuträglich ist. Herausgekommen ist der unbefriedigende Kompromiss einer Art von Geisterbahnausflug in die Unterwelt von Prag.

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Une Jeunesse Allemande - Eine deutsche Jugend

Altbekanntes neu gesehen: Der Franzose Jean-Gabriel Périot wirft einen Blick auf ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. In "Une Jeunesse Allemande – Eine deutsche Jugend" montiert er Archivmaterial zu einer kurzen Geschichte der RAF.

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Hier sprach der Preis

"Alles muss raus", heißt es auf den Plakaten des in den Farben Blau und Gelb verlöschenden Heimwerker-Marktes Praktiker. Die Tage der Handelskette sind gezählt, über 200 Filialen schließen, 20.000 Mitarbeiter werden entlassen.

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A World Beyond

Glauben wir dem Kino, dann wird es sich mit der Welt nicht zum Guten wenden. So zumindest zeigen es uns die sehr plastisch ausformulierten cineastischen Schreckensszenarien: Zerstörung, Katastrophen, Leid – soweit das Auge reicht. Und auch nach angestrengtem Nachdenken fallen dem Grübler mit Sicherheit nicht mehr als eine Handvoll Filme ein, die ein positives Bild der Zukunft malen.

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Die Augen des Engels

Nur wenige Verbrechen sorgten in den vergangenen Jahren für so viel Aufsehen wie die Ermordung der britischen Studentin Meredith Kercher Ende 2007 im italienischen Perugia. Verhaftet und beschuldigt wurden kurz nach der Tat ihre amerikanische Mitbewohnerin Amanda Knox und deren damaliger Freund Raffaele Sollecito.

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Nachthelle

Es rüttelt sich und schüttelt sich die Landschaft, die ganze Welt; und vor allem Anna wird erschüttert an diesem Wochenende im Haus der verstorbenen Tante. Mit ihrem um einige Jahre jüngeren Freund Stefan und dem alten Bekannten Bernd und dessen Partner trifft sie sich zum Entrümpeln des Anwesens. Doch es ist nicht nur der alles wegfressende Kohletagebau, der die Gegend durchrüttelt, auch die Seele wird durch alte Erinnerungen und das Aufbrechen des Verdrängten buchstäblich zerrissen.

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Das dunkle Gen

An der Volkskrankheit Depression leiden in Deutschland zurzeit etwa vier Millionen Menschen, drei- bis viermal so viele bekommen sie im Laufe ihres Lebens. Noch immer sind die Ursachen und Mechanismen der Krankheit nicht gut genug erforscht, um sie wirklich gezielt behandeln oder gar verlässlich heilen zu können.

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Welcome to Karastan

Auf einem Filmfestival in der Bretagne begegneten sich Ben Hopkins ("Die 9 Leben des Thomas Katz") und Pawel Pawlikowski ("My Summer of Love", "Ida"), die beide auf reichlich Dreherfahrungen in osteuropäischen Ländern zurückblicken konnten. In einem gemeinsamen Skript verarbeiteten sie ihre nicht immer positiven Erlebnisse als Filmemacher, Festivalgäste und die Auswirkungen von Schaffenskrisen.

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Mad Max: Fury Road

Was ewig währt, wird endlich gut? Knapp 25 Jahre hat es gedauert bis der vierte Teil der "Mad Max"-Reihe jetzt endlich in die Kinos kommt.

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Beyond Punishment

Janine Geske war Richterin am Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaats Wisconsin, nun organisiert sie in einem Gefängnis des Landes Begegnungen zwischen verurteilten Mördern und Angehörigen von Mordopfern. Das Programm heißt Restorative Justice und basiert auf der Erfahrung, dass ein solcher Austausch für den Prozess der Reue und der Trauer hilfreich sein kann. Dabei sitzen die Hinterbliebenen jedoch nicht der Person gegenüber, die ihnen das Leid zugefügt hat, sondern anderen Tätern.

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Ostwind 2

Für Katja von Garnier ist "Ostwind 2" die erste Fortsetzung, die sie gedreht hat. Überlegungen gab es auch schon zu anderen ihrer Werke, nur bei diesem ging alles aber blitzschnell – zumindest für die Verhältnisse einer Filmproduktion. Der Erfolg des Erstlings war dabei natürlich ausschlaggebend.

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Silentium - Vom Leben im Kloster

Für sein dokumentarisches Werk "Silentium – Vom Leben im Kloster" ging der Schriftsteller und Filmemacher Sobo Swobodnik ("Der Papst ist kein Jeansboy") für mehrere Wochen in Klausur: Ausgestattet mit einer Kamera und einigen Mikrofonen begab er sich in das Benediktinerinnenkloster "Unserer Lieben Frau" in Habsthal – und gewann dabei faszinierende Einblicke in einen klar strukturierten Alltag, der von tiefem Glauben geprägt ist.

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