Filme

Erlöse uns von dem Bösen

Da kann sich Eric Bana noch so sehr abstrampeln, wenn man in einem Film landet, dessen Drehbuch essentiell nur die Langeweile und Schreibfaulheit seines Schöpfers kanalisiert, kann nicht viel bei rumkommen. Und so landen wir gleich mitten drin in "Erlöse uns von dem Bösen", einem Film, der sich zu zwei Dritteln aus gängigen Horrorfilmtropen speist und sich anfühlt wie das Bastardkind von "Sieben" und Friedkins "Der Exorzist".

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Elisa – TV-Tipp der Woche

Ein wildes Wesen ist die 17jährige Marie (Vanessa Paradis), die in einem Heim aufwuchs und sich nun mit ihren Freunden Solange (Clotilde Courau) und Ahmed (Sekkou Sall) sowie ihrer ganz eigenen Vorstellung von Moral und Gerechtigkeit energisch und wehrhaft durch Paris gaunert.

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(K)ein besonderes Bedürfnis

Alle Menschen sind verschieden. Wer jedoch zu sehr von der breiten Mehrheit abweicht, wird schnell stigmatisiert. Heute sind es oft die Ärzte, welche als Götter in Weiß die Rolle der Bewahrer des herrschenden Staus Quo übernehmen. Die ständig anwachsende Liste von Befindlichkeitsstörungen, die als krankhaft gebrandmarkt werden, sind hierbei nur die Spitze des Eisbergs. Auch bei allen realen Abweichungen vom Normalzustand besteht die Tendenz diese sofort als krankhaft zu verurteilen.

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Sin City: A Dame to Kill For

Style over substance – auf diese Formel lässt sich die Comic-Adaption "Sin City" herunterbrechen, die das Kinopublikum 2005 mit durchaus beachtlichem Erfolg in eine düster-brutale Welt voller Verlierer, Perverser und Krimineller entführte. An einen fiktiven Ort, der eins zu eins aus Frank Millers schwarz-weiß gehaltenen Vorlagen auf die Leinwand übertragen wurde. Das Werk konnte sich, im wahrsten Sinne des Wortes, sehen lassen, kam erzählerisch aber nicht über Allgemeinplätze und Klischeevorstellungen (mit Blick auf das Frauenbild manchmal sogar recht fragwürdige) hinaus.

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Another Me – Mein zweites Ich

Isabel Coixet befasst sich nach exzellenten Dramen wie "Mein Leben ohne mich" mit einem Roman von Cathy MacPhail, der auf dem Papier durchaus funktionieren mag, dessen Geschichte in der filmischen Umsetzung aber zu viele Defizite aufweist.

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Der Anständige

Auf der diesjährigen 64. Berlinale waren zwei außergewöhnliche Filme über die NS-Zeit zu sehen. Volker Schlöndorffs Kriegsdrama "Diplomatie" zeigt eine mitreißende fiktive Version eines Gesprächs zwischen dem von Hitler eingesetzten Stadtkommandanten General von Choltitz und dem schwedischen Generalkonsul Raoul Nordling, das in letzter Minute zur Rettung der bereits angeordneten Sprengung der Stadt Paris führte. Vanessa Lapas Dokumentarfilm "Der Anständige" führt hingegen direkt in das Hirn des nach Hitler mächtigsten Mannes im Dritten Reich hinein.

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The Texas Chainsaw Massacre (1974)

Gäbe es einen Preis für den Titel einflussreichster Horrorfilm aller Zeiten, so stünde Tobe Hoopers 1974 mit Minimalbudget gedrehtes Werk "The Texas Chainsaw Massacre" wohl mit auf dem imaginären Siegerpodest. Ihm verdanken wir die Etablierung heute üblicher Genrekonventionen wie etwa das "final girl" oder die Grundkonstellation der sogenannten "Backwood-Slasher", bei denen ahnungslose Städter direkt in die Fänge (oder Äxte, Sägen und sonstiges Werkzeug) geraten – an diesen und anderen Elementen arbeiten sich noch heute Generationen von Nachwuchsregisseuren ab.

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The Treatment

"The Treatment" ist ein extrem düsterer, nur schwer verdaulicher Film. Darum die Warnung gleich vorweg: Dies ist nichts für Zartbesaitete. Im Gegenzug sind nicht Gorehounds und Splatter-Aficionados gemeint, denn dieser Film tritt dorthin, wo es wirklich weh tut. Er zeigt Bilder – und lässt Bilder im Kopf entstehen –, die man nicht mehr so schnell abschütteln kann.

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The Babadook

Oft sind Kinder in Horrorfilmen ganz besonders garstige Wesen. Der fast siebenjährige Samuel aus Jennifer Kents "The Babadook" scheint hier zunächst keine Ausnahme zu sein: Er rüstet sich mit selbst gebastelten Waffen aus und wirkt reichlich "creepy", wenn er von "dem Monster" erzählt, das es zu töten gilt. Der hyperaktive Junge raubt seiner Mutter Amelia den Schlaf – und allmählich auch den Verstand.

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Can a Song Save Your Life?

Der frühere Bassist und Sänger der irischen Band The Frames, John Carney, hat schon im Jahr 2006 mit seinem wunderschönen Film "Once", in dem Musik eine so wichtige Rolle gespielt hat, gezeigt, was er drauf hat. Er hat seine Leidenschaft für die Musik, die er als Business hinter sich gelassen hat, in einem anderen Medium revitalisiert.

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Dark House

Düstere Häuser, die abgelegen mitten im Nirgendwo liegen, sind einer der Standards des Genres. Es ist schwer, aus diesem Grundkonzept etwas herauszuholen, das über beschreibende Adjektive wie "solide" oder "ordentlich" hinausgeht. Auch Victor Salva hat daran zu knabbern, denn ihm ergeht es wie häufig in seiner Karriere. Er fängt den Film stark an, schwächelt dann aber in der Auflösung.

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Mauern der Gewalt

"Starred Up", das ist ein Begriff, der im Gefängnis-Milieu mit einem gewissen Renommee daherkommt. Solches genießt auch der junge Protagonist in diesem Film, der als Teenager zu den Erwachsenen gesteckt wird. Weil er brutal ist, weil er nicht zu bändigen ist, weil er letzten Endes wie ein Tier agiert.

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A Most Wanted Man

Das Wasser in einem Kanalisationsschacht ist im ersten Bild von Anton Corbijns "A Most Wanted Man" zu sehen, aus ihm steigt ein Mann an die Oberfläche. Es folgt ein Schnitt, erneut ist ein Flüssigkeitspegel zu sehen, doch dieses Mal handelt es sich bei der bräunlichen Flüssigkeit um Whisky in einem Tumbler, der auf dem Tisch von Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman) steht. Im Sumpf stecken jedoch beide Männer.

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Wolfskinder

"Wach auf. Mutti ist tot." Hans öffnet die Augen. Der Körper neben ihm ist kalt, steif und schmutzig. Gestern Nacht war er noch warm. Gestern Nacht hatte die Mutter gesagt, Hans und Fritz sollen gemeinsam nach Litauen gehen. Dort gäbe es eine Familie, die für die beiden Brüder sorgen würde. Die Mutter war krank und wollte nachkommen, sobald es ihr besser ginge. Dann sind sie aneinandergeschmiegt eingeschlafen. Jetzt ist die Mutter tot.

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Die langen hellen Tage

Unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Ostblocks erschien es zumindest im Westen so, als müssten die Menschen jenseits des einstigen Eisernen Vorhangs jetzt einfach nur noch glücklich sein, da sie endlich in Freiheit leben durften. Aber wie aktuell die Ukraine-Krise zeigt, hat sich der Frieden noch lange nicht überall wirklich etabliert. Woanders mag der Krieg zwar vorbei sein, aber zugleich haben jahrelange Kämpfe ein gesellschaftliches Trümmerfeld hinterlassen, dessen unheilvolle Früchte zum Teil erst in der nächsten Generation sichtbar werden.

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Gemma Bovery

Es macht nichts, wenn man Flaubert nicht gelesen hat. Man muss seine "Madame Bovary" nicht kennen, bevor man Bekanntschaft mit "Gemma Bovery" macht. Klar, man hat ein Stück Weltliteratur verpasst, aber Berührungsängste mit diesem Film muss man deswegen nicht haben. Zumal der Film auch gar keine Literatur-, sondern eine Comicverfilmung ist.

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Ein Sommer in der Provence

Es beginnt, wie so oft, mit einer Zugfahrt. Die Reise einer Familie. Nur dass die Eltern hier eine Nebenrolle spielen. Denn die drei Enkel Léa, Adrien und der kleine Théo sind mit der Großmama Irène (Anna Galiena) unterwegs – auf dem Weg zu Großvater Paul (Jean Reno) in die idyllische Provence. Der ahnt noch nichts von seinem Glück. Paul ist nämlich alles andere als erfreut, eher erbost, als seine Herzensdame mit den drei Kinderlein vor ihm steht.

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Stage Fright

Horror-Musicals gibt es nicht viele. Hauptsächlich wohl, weil man glauben könnte, dass die Schnittmenge zwischen beiden Fangruppen relativ gering ist. Das mag vielleicht sogar so sein, aber als überdrehte Komödie, die nicht nur zahlreiche Horrorfilme zitiert, sondern auch den Musical-Betrieb auf die Schippe nimmt, funktioniert "Stage Fright" ziemlich gut.

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War of the Worlds: Goliath

H.G. Wells' "Der Krieg der Welten" wurde schon häufig verfilmt, sowohl klein- als auch großbudgetiert, fürs Kino oder fürs Fernsehen, gut oder schlecht. Nun kommt mit "War of the Worlds: Goliath" eine neue Version ins Kino.

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Mit ganzer Kraft

Nils Taverniers "Mit ganzer Kraft" handelt von der Willensstärke eines vermeintlich Schwachen – vom Überwinden des angeblich Unüberwindbaren. Das Werk kann daher als "message movie" bezeichnet werden: als Film, der sein Publikum unterhalten möchte, dabei aber zugleich eine wichtige Botschaft transportieren will.

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