Filme

20 Feet from Stardom

Am Anfang von Morgan Nevilles unterhaltsamer Dokumentation "20 Feet From Stardom" erklingt "and the colored girls sing / doo, da-doo, da-doo, doo, doo doo doo …" aus Lou Reeds "Walk on the Wild Side". Diese kontroversen Zeilen verweisen bereits auf die folgenden Themen: Es wird um Backgroundsängerinnen gehen, ohne deren "doo, da-doo" dieses Lied sicher kein Hit geworden wäre, viele von ihnen sind Afro-Amerikanerinnen – und kaum bekannt.

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Schwarzer Panther

Die Debatte um inzestuöse Liebesbeziehungen ist in Deutschland nicht nur ein weites Feld, sondern auch ein widersprüchliches. Der Paragraph 173 im Strafgesetzbuch verbietet zwar den vaginalen Beischlaf von Verwandten 1. Grades, sieht jedoch von einer Bestrafung anderer sexueller Praktiken zwischen Blutsverwandten ab. Auch die Gründe für das Inzestverbot sind vielfältig und teilweise strafrechtlich nur schwer zu legitimieren.

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Gabrielle - (k)eine ganz normale Liebe

Gabrielle ist Anfang 20 und das erste Mal verliebt. Sie hat Martin in dem Chor kennengelernt, in dem sie gemeinsam singen. Und Martin mag Gabrielle ganz offensichtlich auch sehr. Doch etwas ist anders bei den beiden. Der Chor ist der Chor einer Therapiegruppe, denn beide leiden unter einer geistigen Behinderung. Doch leiden sie wirklich darunter?

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A Simple Life

Manchmal ist das Leben doch hart und ungerecht: Da weiß man, dass eine Rezension zu "A Simple Life" von Ann Hui geschrieben werden muss, auch wenn man nach dem erfüllenden Erlebnis, das der Film zweifelsohne darstellt, ahnt, dass jedes noch so schöne Wort, jede noch so schöne Wendung oder Formulierung ihm nie gerecht werden können.

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Super Duper Alice Cooper

Die Frage "Who the f**k is Alice Cooper?" stellt sich vermutlich kaum jemandem – denn der US-amerikanische Rockmusiker mit dem wallenden schwarzen Haar, dem exzessiven Eye-Make-up und den extravaganten Kostümen ist eine lebende Legende, die sich in aller Heftigkeit ins kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat.

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Song from the Forest

Er folgte einem Lied und fand ein anderes Leben. Der US-Amerikaner Louis Sarno hörte als junger Mann im Radio die polyphonen Gesänge der Bayaka Pygmäen. Der fremde Klang hat ihn in Bann gezogen, er folgte ihm bis zu seinem Ursprungsort tief in den zentralafrikanischen Dschungel – und blieb dort.

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Soundbreaker

Wenn man die Klänge eines Akkordeons vernimmt, denkt man an Unterführungen und ziemlich oft gehörte französische Melodien. An den Jahrmarkt und das Riesenrad. Oder doch eher Lederhosen und Musikantenstadl. Dass es auch anders geht, zeigt Kimmo Koskelas Dokumentarfilm "Soundbreaker", die Finnlands berühmtesten Akkordeonspieler begleitet: Kimmo Pohjonen, und seine Lebensaufgabe, das Akkordeon musikalisch in das 21. Jahrhundert zu holen.

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Good Vibrations

In Belfast sprachen die Bomben, Protestanten und Katholiken bekämpften sich und mittendrin war Terri Hooley, ein Mann. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, in einer der gefährlichsten Straßen der Stadt, in der regelmäßig Sprengkörper detonierten, einen Plattenladen zu eröffnen. Weil er Musik liebte, aber auch weil er erkannt hatte, dass sie etwas Verbindendes in einer Welt sein konnte, in der die Unterschiede definierten, wer man war.

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One Chance - Einmal im Leben

"Deutschland sucht den Superstar", "The Voice of Germany", "Das Supertalent" – an Castingshows mangelt es hierzulande nicht. Doch erinnert sich eigentlich noch jemand an die Gewinner dieser Wettbewerbe? Nach dem kurzen Höhenflug folgt oftmals der tiefe Sturz. Andere Länder bringen dagegen weitaus erfolgreichere Talente hervor. So wie Paul Potts, der 2007 völlig unerwartet die erste Staffel "Britain’s Got Talent" mit Opernstücken für sich entschied und ab diesem Zeitpunkt ein turbulentes Leben führte.

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Words and Pictures

Welch ein vielversprechender Beginn: Englischlehrer Jack Marcus (Clive Owen) unterrichtet an einer Schule in Neuengland, trinkt und ist ebenso charmant wie anstrengend. Als die Künstlerin Dina Delsanto (Juliette Binoche) neu an die Schule kommt, um den Kunst-Kurs zu übernehmen, fühlt er sich durch die Bemerkung seines Kollegen, sie sei eisig, sofort herausgefordert und verwickelt sie in sein Lieblingsspiel – dem Alphabet nach Wörter mit möglichst vielen Silben zu finden.

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Irre sind männlich

Kennen Sie den Film "Die Hochzeits-Crasher" mit Owen Wilson und Vince Vaughn in den Hauptrollen? Darin laden sich die beiden selbst zu Hochzeiten ein und geben sich als entfernte Verwandte aus, nur um später eine Frau ins Bett zu kriegen. Natürlich nicht ohne Folgen, denn die Jungs verlieben sich irgendwann in ihre Fänge. Offensichtlich haben auch die Drehbuchautoren Ilja Haller ("Wo ist Fred?") und Philip Voges die Regiearbeit von David Dobin gesehen.

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The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

Das Spider-Man-Reboot durch Marc Webb wurde gemischt aufgenommen. Es gab Lob, aber auch viel – teils ideologische, teils begründete – Kritik. Zwei Jahre sind vergangen, nun erscheint mit "The Amazing Spider-Man: Rise Of Electro" die Fortsetzung. Hat Webb die Zeit genutzt, kreative Energie gesammelt und die Schwächen des Vorgängers im zweiten Teil ausbügeln können? Eine eindeutige Antwort fällt schwer.

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Yves Saint Laurent

Biopics zu berühmten Persönlichkeiten gibt es wie Sand am Meer und insbesondere, wenn sie aus Hollywood kommen, laufen sie eigentlich immer nach dem gleichen bekannten Schema ab. Auch die Franzosen sind da nicht unbedingt innovativer, was Filme wie "La vie en rose" (2007) oder "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" (2009) zeigen.

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Familienfieber

Nico Sommer ist ein vergleichsweise junger Regisseur. Daran ist jetzt erst einmal nichts Besonderes, denn davon gibt es ja bekanntlich viele. Besonders ist aber seine Themenwahl oder anders gesagt, die Altersgruppe seiner Protagonisten. Schon "Silvi", der 2013 in den Kinos lief, kreiste um eine fast 50- jährige Titelheldin und mit "Familienfieber" entfernt sich Nico Sommer schon wieder von seiner eigenen Generation.

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Circles

Es ist ein kleines Detail, das die Geschichte von "Circles" ins Rollen bringt: Als sich der Soldat auf Wochenendurlaub, Marko, von seinem Vater verabschiedet, um seine Freundin besuchen zu gehen, lässt er sein Päckchen Zigaretten liegen. Sein Vater ruft ihm noch hinterher, aber Marko hört ihn schon nicht mehr. Und man ahnt: Das hat Folgen.

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Liebe im Gepäck

Kann man einer Romcom vorwerfen, dass sie auf Nummer Sicher geht? Dass jedwede Wendung in der Handlung vorhersehbar ist? Dass die Figuren nur Abziehbilder, aber niemals authentisch sind? Dass der Humor vor allem alberner Natur ist? Wer diese Fragen mit "nein" beantwortet, ist bei "Liebe im Gepäck" gut aufgehoben.

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Labor Day

Geduldig fährt die Kamera über eine Landschaft im Süden der USA, die in warme, wohlige Farben des Sommers getaucht ist. Sie führt uns in ein Haus am Ende einer Straße, die Jahreszahl 1987 wird eingeblendet und es folgt die Großaufnahme eines bereits schon damals altmodischen Plattenspielers, der Tanzmusik abspielt. Ein Junge bringt seiner Mutter Kaffee ans Bett, füttert seinen Hamster und stellt schließlich fest, dass seine Hose zu kurz ist.

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The Invisible Woman

Mit seiner zweiten Regiearbeit hat sich Ralph Fiennes ein Projekt ausgesucht, das vordergründig das Leben des Schriftstellers Charles Dickens beleuchtet, hintergründig aber die Geschichte einer Frau erzählt, wie sie einst exemplarisch war.

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Der letzte Mentsch

Marcus Schwartz (Mario Adorf) ist ein alter Mann, der weiß, dass er bald sterben wird. Er nimmt diese Tatsache friedfertig zur Kenntnis – der Tod ist nichts, was ihm bedrohlich erscheint oder etwas, wogegen er sich auflehnt. Er ist für ihn ein Ereignis, dessen Umstände er klären will und Anlass, sich nach Jahrzehnten der Verleugnung wieder mit seiner jüdischen Identität auseinanderzusetzen, sich mit ihr zu versöhnen.

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Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste

Für die junge deutsche Regisseurin Isabell Šuba erfüllte sich im Jahr 2012 ein Traum, von dem man wohl vermuten muss, dass ihn fast jeder Filmstudent weltweit träumt: Ihr Kurzfilm "Chica XX Mujer" wurde in jenem Jahr als Teilnehmer des Filmfestivals von Cannes in die Kurzfilmreihe "Next Generation" eingeladen. Klar, dass es sich die Regisseurin nicht nehmen ließ, bei der Premiere des Films selbst an der Croisette anwesend zu sein.

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