Ein Liebesdrama par excellence
Ein spannendes Drama um Liebe, Leidenschaft, Verzicht und Schmerz hat James Ivory nach dem gleichnamigen Roman von Henry James inszeniert, das mit einem stilsicheren Starensemble aufwartet. The Golden Bowl ist einer jener Filme zum packenden Mitleiden, dessen Ambivalenzen und Vagheiten seiner Charaktere zu dramaturgisch gestützten Spekulationen um Nuancen verführen. Dies sind auch die Qualitäten, die das feinfühlig und liebevoll gestaltete Stück um die ganz großen Gefühle konsequent vor einem Sturz in die Weiten des übermäßig Sentimentalen bewahren, das bei derartigen Liebesfilmen nur allzu gern lauert.
Dass sie sich bereits lange vor ihrer Hochzeit kannten und enger als schicklich miteinander befreundet waren, ahnt die hübsche wie herzensgute Amerikanerin Maggie Verver (Kate Beckinsale) nicht, als sie ihren zukünftigen Gatten Prinz Amerigo (Jeremy Northam) und ihre Schulfreundin Charlotte Stant (Uma Thurman) einander vorstellt. Charlotte, die ebenso wie Amerigo spärlich situiert ist, bittet ihren einstigen Geliebten, einfach ohne Reichtum mit ihr fortzugehen, doch dieser tut diese romantische Vorstellung sanft als unpragmatisch ab. Maggies Vater Adam Verver (Nick Nolte), der ebenfalls in England lebt und auf Engste mit seiner Tochter verbunden ist, ist passionierter Sammler von Kunstschätzen und ein schwerreicher, gütiger Mann. Charlotte, die auf Grund ihrer geringen Finanzen darauf angewiesen ist, zu Gast in noblen Häusern zu sein, leistet dem älteren Mann häufig Gesellschaft, der sie schließlich bittet, seine Frau zu werden. Während Maggie entzückt darüber ist, die geschätzte Freundin nun in der Familie zu haben, befürchtet Amerigo insgeheim emotionale Turbulenzen, die sich dann auch einstellen, als er der permanenten Werbung Charlottes schließlich erliegt ...
Die titelgebende goldene Schale, deren Erscheinen letztlich schicksalshaft in die Geschichte eingreift, nimmt innerhalb der Dramaturgie lediglich einen kleinen Raum mit allzu herbeigezerrter Symbolhaftigkeit ein, was diesem tragischen Film mit dem versöhnlichen und keineswegs resignativen Ende jedoch kaum schadet. The Golden Bowl wurde im Jahre 2000 in Cannes für die Goldene Palme nominiert und gewann im Jahr darauf den Evening Standard British Film Award für die Beste technische beziehungsweise künstlerisch Leistung von Andrew Sanders als Szenenbildner. Hübsch anzusehen ist der Film unbedingt, von den herzerweichenden Darstellungen und prächtigen Kostümen der Damen Thurman und Beckinsale über das aufrechte und engagierte Spiel Nick Noltes bis hin zu den bei aller Zurückhaltung flammenden Blicken Jeremy Northams.
(Marie Anderson)
Dass sie sich bereits lange vor ihrer Hochzeit kannten und enger als schicklich miteinander befreundet waren, ahnt die hübsche wie herzensgute Amerikanerin Maggie Verver (Kate Beckinsale) nicht, als sie ihren zukünftigen Gatten Prinz Amerigo (Jeremy Northam) und ihre Schulfreundin Charlotte Stant (Uma Thurman) einander vorstellt. Charlotte, die ebenso wie Amerigo spärlich situiert ist, bittet ihren einstigen Geliebten, einfach ohne Reichtum mit ihr fortzugehen, doch dieser tut diese romantische Vorstellung sanft als unpragmatisch ab. Maggies Vater Adam Verver (Nick Nolte), der ebenfalls in England lebt und auf Engste mit seiner Tochter verbunden ist, ist passionierter Sammler von Kunstschätzen und ein schwerreicher, gütiger Mann. Charlotte, die auf Grund ihrer geringen Finanzen darauf angewiesen ist, zu Gast in noblen Häusern zu sein, leistet dem älteren Mann häufig Gesellschaft, der sie schließlich bittet, seine Frau zu werden. Während Maggie entzückt darüber ist, die geschätzte Freundin nun in der Familie zu haben, befürchtet Amerigo insgeheim emotionale Turbulenzen, die sich dann auch einstellen, als er der permanenten Werbung Charlottes schließlich erliegt ...
Die titelgebende goldene Schale, deren Erscheinen letztlich schicksalshaft in die Geschichte eingreift, nimmt innerhalb der Dramaturgie lediglich einen kleinen Raum mit allzu herbeigezerrter Symbolhaftigkeit ein, was diesem tragischen Film mit dem versöhnlichen und keineswegs resignativen Ende jedoch kaum schadet. The Golden Bowl wurde im Jahre 2000 in Cannes für die Goldene Palme nominiert und gewann im Jahr darauf den Evening Standard British Film Award für die Beste technische beziehungsweise künstlerisch Leistung von Andrew Sanders als Szenenbildner. Hübsch anzusehen ist der Film unbedingt, von den herzerweichenden Darstellungen und prächtigen Kostümen der Damen Thurman und Beckinsale über das aufrechte und engagierte Spiel Nick Noltes bis hin zu den bei aller Zurückhaltung flammenden Blicken Jeremy Northams.
(Marie Anderson)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
The Golden Bowl
Produktionsland:
Frankreich, USA, Großbritannien
Produktionsjahr:
2000
Länge:
126 (Min.)
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch, Englisch
Extras:
Interviews mit Cast und Crew, Featurette, Trailer, Presseheft
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
18.03.2010
CAST & CREW
Regie:
James Ivory
Drehbuch:
Ruth Prawer Jhabvala
Kamera:
Tony Pierce-Roberts
Schnitt:
John David Allen
Musik:
Richard Robbins
Hauptdarsteller:
Uma Thurman, Jeremy Northam, Nick Nolte, Kate Beckinsale, Anjelica Huston
FILMBEWERTUNG
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