Mikrokosmos Kreuzberg
Mit Sicherheit einer der schönsten deutschen Filme des letzten Jahres war Herr Lehmann von Leander Haußmann nach dem Roman von Sven Regener, der ähnlich wie zuvor Sonnenallee ein Stück Berliner Alltagsleben schildert, nur eben diesmal aus dem anderen, dem westlichen Teil der Stadt.
Herr Lehmann (Christian Ulmen) kam einst nach West-Berlin, um dem Wehrdienst zu entfliehen und blieb irgendwie hier hängen. Seit Jahr und Tag jobbt Herr Lehmann hinter dem Tresen der Szenekneipe "Einfall" im Schatten der Mauer und hängt mit den ewig gleichen Typen herum, die ihr Leben genauso wenig auf die Reihe bekommen wie er selbst. Dass ausgerechnet Lehmann dann doch noch die Liebe ereilt, ist schon ein mittleres Wunder, wenngleich sie die Beziehung zur Köchin Katrin (Katja Danowski) nicht gerade als einfach erweist – so wie eben alles im Leben des Herrn Lehmann.
Herr Lehmann erzählt eigentlich – wenn man es genau betrachtet – keine Geschichte, sondern eher Episoden und Stimmungen aus jenen Jahren vor dem Mauerfall, als Berlin noch Frontstadt und ein Sammelbecken für eine ganz eigene Subkultur war, Ist so ist denn mehr als folgerichtig, wenn der Fall der Mauer nicht nur politisch große Veränderungen mit sich bringt, sondern auch für Herrn Lehmann einen neuen Lebensabschnitt einleuchtet.
Mit viel Sinn für skurrilen Humor und Absolut hörenswert ist auch die Filmmusik zu Herr Lehmann, die neben Popperlen wie Novocaine for the soul von den Eels auch Stücke von The Jazz Butcher, Fad Gadget, Laibach, Violent Femmes und natürlich Sven Regeners Band Element of Crime sowie I will survive in der famosen Coverversion von Cake enthält.
Nie war ein deutscher Film so nah am Lebensgefühl der Dreißiger-Generation dran, und nie so nah an den britischer Popliteratur im Sinne eines Nick Hornby. Großartig!
Herr Lehmann (Christian Ulmen) kam einst nach West-Berlin, um dem Wehrdienst zu entfliehen und blieb irgendwie hier hängen. Seit Jahr und Tag jobbt Herr Lehmann hinter dem Tresen der Szenekneipe "Einfall" im Schatten der Mauer und hängt mit den ewig gleichen Typen herum, die ihr Leben genauso wenig auf die Reihe bekommen wie er selbst. Dass ausgerechnet Lehmann dann doch noch die Liebe ereilt, ist schon ein mittleres Wunder, wenngleich sie die Beziehung zur Köchin Katrin (Katja Danowski) nicht gerade als einfach erweist – so wie eben alles im Leben des Herrn Lehmann.
Herr Lehmann erzählt eigentlich – wenn man es genau betrachtet – keine Geschichte, sondern eher Episoden und Stimmungen aus jenen Jahren vor dem Mauerfall, als Berlin noch Frontstadt und ein Sammelbecken für eine ganz eigene Subkultur war, Ist so ist denn mehr als folgerichtig, wenn der Fall der Mauer nicht nur politisch große Veränderungen mit sich bringt, sondern auch für Herrn Lehmann einen neuen Lebensabschnitt einleuchtet.
Mit viel Sinn für skurrilen Humor und Absolut hörenswert ist auch die Filmmusik zu Herr Lehmann, die neben Popperlen wie Novocaine for the soul von den Eels auch Stücke von The Jazz Butcher, Fad Gadget, Laibach, Violent Femmes und natürlich Sven Regeners Band Element of Crime sowie I will survive in der famosen Coverversion von Cake enthält.
Nie war ein deutscher Film so nah am Lebensgefühl der Dreißiger-Generation dran, und nie so nah an den britischer Popliteratur im Sinne eines Nick Hornby. Großartig!
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Herr Lehmann
Produktionsland:
Deutschland
Produktionsjahr:
2003
Länge:
105 (Min.)
Erschienen bei:
Universal
Bildformat:
16:9
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1, Deutsch
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
01.04.2004
CAST & CREW
Regie:
Leander Haußmann
Drehbuch:
Sven Regener
Kamera:
Frank Griebe
Schnitt:
Peter R. Adam
Hauptdarsteller:
Janek Rieke, Detlev Buck, Christian Ulmen, Annika Kuhl, Katja Danowski
FILMBEWERTUNG
Klicken Sie auf einen Stern, um Ihre Bewertung abzugeben.
WEITERE INHALTE AUF kino-zeit.de
MEINUNGEN
Ihre Meinung zu diesem Film (Felder mit * müssen ausgefüllt sein)
Artikel zum Thema
Ernst-Lubitsch-Preis für Leander Haußmann
Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alle alt aus
Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe
Leander Haußmann zur Bavaria Film
"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" in den deutschen Top-Ten
Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken
Drehstart für Leander Haußmanns "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe"
NVA (DVD)
Leander Haußmann: Fehlstart als Schauspieler
NVA
Leander Haußmann - Biographie und Filmographie
"NVA" ist "besonders wertvoll"
Leander Haußmann dreht NVA











