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Tausendsassa Rob Zombie legt mit seinem dritten Film, einem Remake von John Carpenters Kultfilm und Genregrundstein Halloween – Die Nacht des Grauens, eine recht deftige Schlachtplatte vor. Doch statt nach The Devil's Rejects noch eine Schippe an Blut und Ekel zuzulegen, geht Zombie einen Schritt zurück. Atmosphäre und Psychostudie dominieren und machen Rob Zombies Halloween (so der offizielle Titel) zu Prequel und Remake in einem.
Haddonfield, die 70er Jahre. Der junge Schüler Michael Myers (Daeg Faerch) wächst in asozialen Verhälnissen auf; der Stiefvater Ronnie (Genrestar William Forsythe) säuft und prügelt, Schwester Judith (Hannah Hall) entwickelt sich zum Flittchen und die Mutter (Sheri Moon Zombie) arbeitet in einem Stripclub und ist völlig überfordert. Nachdem in Michaels Sachen Fotos von zu Tode gefolterten Tieren gefunden wurden und er in der Halloween Nacht seine Schwester, deren Lover und den Stiefvater abschlachtet, wird er in die Obhut von Doktor Loomis (Malcolm McDowell) übergeben. Die folgenden Jahre kümmert sich der Psychologe aufopferungsvoll um Michael. Viele Jahre später, Loomies ist mittlerweile im Ruhestand, bricht Michael aus. Und kommt zurück nach Haddonfield...
Hat Regisseur Carpenter (Das Ding, Die Klapperschlange) seinerzeit mehr angedeutet als gezeigt, geht Rob Zombie den blutigen Weg. Die Kamera sieht genau hin, wenn gemordet und geschlachtet wird. Und trotz vieler Klischees (ob absichtlich oder nicht) schafft es Rob Zombies Halloween Interpretion ein Unbehagen aufkommen zulassen, dass seinesgleichen sucht. Hart an der Grenze zum Torture Porn (Hostel 1 und 2) entwickelt sich das Bild eines völlig kaputten Menschen, nein, Wesens, dass tötet, weil es daran Freude hat. Und nicht anders kann. Für eine richtige Psychostudie reicht es jedoch nicht, dafür ist Zombie zu sehr Handwerker und Stylist.
Genau wie der völlig unnötige Hannibal Rising, nehmen die Erklärungsversuche, das "Warum", dem Mythos (schließlich ist Michael Myers nicht nur dank zig Sequels mittlerweile Kult) viel von seiner Kraft. Dennoch unterhält der Film sehr gut, bietet auch für Old-School Halloween-Fans viel Neues und zeigt beindruckend, dass Zombie seit seinen ersten Musikvideo-Gehversuchen zu Zeiten seiner Band White Zombie viel gelernt hat.
(Renatus Töpke)
Haddonfield, die 70er Jahre. Der junge Schüler Michael Myers (Daeg Faerch) wächst in asozialen Verhälnissen auf; der Stiefvater Ronnie (Genrestar William Forsythe) säuft und prügelt, Schwester Judith (Hannah Hall) entwickelt sich zum Flittchen und die Mutter (Sheri Moon Zombie) arbeitet in einem Stripclub und ist völlig überfordert. Nachdem in Michaels Sachen Fotos von zu Tode gefolterten Tieren gefunden wurden und er in der Halloween Nacht seine Schwester, deren Lover und den Stiefvater abschlachtet, wird er in die Obhut von Doktor Loomis (Malcolm McDowell) übergeben. Die folgenden Jahre kümmert sich der Psychologe aufopferungsvoll um Michael. Viele Jahre später, Loomies ist mittlerweile im Ruhestand, bricht Michael aus. Und kommt zurück nach Haddonfield...
Hat Regisseur Carpenter (Das Ding, Die Klapperschlange) seinerzeit mehr angedeutet als gezeigt, geht Rob Zombie den blutigen Weg. Die Kamera sieht genau hin, wenn gemordet und geschlachtet wird. Und trotz vieler Klischees (ob absichtlich oder nicht) schafft es Rob Zombies Halloween Interpretion ein Unbehagen aufkommen zulassen, dass seinesgleichen sucht. Hart an der Grenze zum Torture Porn (Hostel 1 und 2) entwickelt sich das Bild eines völlig kaputten Menschen, nein, Wesens, dass tötet, weil es daran Freude hat. Und nicht anders kann. Für eine richtige Psychostudie reicht es jedoch nicht, dafür ist Zombie zu sehr Handwerker und Stylist.
Genau wie der völlig unnötige Hannibal Rising, nehmen die Erklärungsversuche, das "Warum", dem Mythos (schließlich ist Michael Myers nicht nur dank zig Sequels mittlerweile Kult) viel von seiner Kraft. Dennoch unterhält der Film sehr gut, bietet auch für Old-School Halloween-Fans viel Neues und zeigt beindruckend, dass Zombie seit seinen ersten Musikvideo-Gehversuchen zu Zeiten seiner Band White Zombie viel gelernt hat.
(Renatus Töpke)
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Halloween
Produktionsland:
USA
Produktionsjahr:
2007
Länge:
105 (Min.)
Erschienen bei:
Senator Film
Bildformat:
2.35:1
Ton/Sprache:
Dolby Digital 5.1 DTS, Deutsch, Englisch
EAN:
0886971662597
Extras:
Trailer
VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD-Start:
07.04.2008
CAST & CREW
Regie:
Rob Zombie
Drehbuch:
Rob Zombie, John Carpenter, Debra Hill
Kamera:
Phil Parmet
Schnitt:
Glenn Garland
Musik:
Tyler Bates
Hauptdarsteller:
Sheri Moon, Malcolm McDowell, Brad Dourif, Danielle Harris, Daeg Faerch
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