DVD

Leave Us Alone (OmU)

Manchmal treibt der Film gar seltsame Blüten. Lasse Nielsens und Ernst Johansens "Leave Us Alone" ist so ein skurriles Pflänzchen. Das lose an William Goldings Roman "Herr der Fliegen" angelehnte Drama schaffte es 1975 bis in den Wettbewerb der Berlinale. Jetzt erscheint es in Deutschland erstmals auf DVD.

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In the Crosswind (DVD)

Ein Drehtag pro Einstellung, mehrere Monate Vorbereitung für jede einzelne dieser Einstellungen, eine nach der anderen innerhalb von 3 Jahren abgearbeitet und gedreht. Die Entstehungsgeschichte von "In the Crosswind" ist außergewöhnlich – das Ergebnis ist es auch. Ambitionierter kann ein erster abendfüllender Spielfilm kaum sein, doch der estnische Regisseur Martti Helde, der bisher nur einige Kurzfilme vorzuweisen hat, zeigt sich der Mammutaufgabe, die er sich als Debüt vorgenommen hat, gewachsen.

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Die Stunde, wenn Dracula kommt - Mario Bava-Collection #1 (Blu-ray + DVD)

Über "Die Stunde wenn Dracula kommt" zu reden, heißt vor allem, die allerorts anwesenden Superlative einer kritischen Therapiesitzung zu unterziehen. Jaha, der Film ist großartig und wegweisend und immer noch ein Musterbeispiel für gothische Gänsehäute. Aus filmhistorischer Sicht kommt man unmöglich um ihn herum, doch wer hier unvorbereitet eine neue Dimension des Horrors erwartet, sollte sich mal besser zunächst assimilieren.

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Mr. Collins' zweiter Frühling

Wird das Dasein zyklisch betrachtet und metaphorisch an die vier Jahreszeiten der Natur angelehnt, so bildet der Frühling als Phase des Aufblühens und der Entfaltung nicht nur den Auftakt des Lebensbogens. Allein ihm als einzigem dieser saisonalen Elemente wird zumindest sprichwörtlich eine Rückkehr, eine Renaissance, ein Revival eingeräumt, das zumeist im oder nach dem Herbst angesiedelt wird – ein "zweiter Frühling".

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Das Hochzeitsbankett (Blu-ray)

Ang Lees zweiter Spielfilm "Das Hochzeitsbankett" erwies sich im Jahre 1993 als globaler Überraschungserfolg: Die taiwanisch-US-amerikanische Co-Produktion wurde im Wettbewerb der 43. Internationalen Filmfestspiele Berlin ex aequo mit dem chinesischen Beitrag "The Women from the Lake of Scented Souls" mit dem Goldenen Bären prämiert; obendrein erhielt das Werk unter anderem Golden-Globe- und Oscar-Nominierungen sowie einen Award als "outstanding film" im Independent-Bereich von der "Gay & Lesbian Alliance Against Defamation" (GLAAD).

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Rocco und seine Brüder (Blu-ray)

"Visconti behandelt die Schauspieler, wie er früher Pferde behandelt hat." (Alain Delon über Luchino Visconti); "Was sind Schauspieler denn im Grunde? Vollblüter. Nervös, sehr sensibel.... man muss sie streicheln oder peitschen, je nach Situation." (Visconti über Schauspielerführung)

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The War Is Not Funny, Sir! - Wir schießen auch mit Worten

Es ist eine wahre Geschichte, die "The War Is Not Funny, Sir!" aufgreift. Eine, die damit dem Vergessen entrissen wird und zwei Männer in den Mittelpunkt rückt, die es geschafft haben, im Dreck und der Tristesse der Schützengräben den Kameraden ein paar Lacher zu schenken. 2013 als Fernsehfilm umgesetzt, ist Andy De Emmonys Werk höchst vergnüglich.

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Dark Touch

Bösartige Kinder sind im Horrorkino ein alter Hut, wirken aber immer noch verstörend. Vor allem dann, wenn man sie in ein Szenario wirft, das um Urängste und psychologische Turbulenzen kreist. Zuletzt eindrücklich geschehen im österreichischen Familienalbtraum "Ich seh, ich seh", in dem ein Brudergespann gegen seine vermeintlich falsche Mutter aufbegehrt.

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Electric Slide

Eine junge Frau mit platinblondem Haar und tieftraurigen Augen wandelt in einem goldfarbenen Paillettenkleid über den nächtlichen Walk of Fame in Hollywood und löst ein Ticket für die Midnight-Madness-Vorstellung in einem opulenten Lichtspielhaus. Der Kinosaal ist menschenleer – bis ein Paar den Raum betritt und sich in einer hinteren Sitzreihe niederlässt. Der Mann trägt Sonnenbrille und Hut, seine Begleiterin zieht an einer Zigarette.

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New York Express

Hat man erst einmal den völlig sinnbefreiten deutschen Titel verdaut, fühlt man sich bei "New York Express" schnell zuhause. Agenten, Doppelagenten, unschuldige Wissenschaftler, eine mysteriöse Femme fatale und ein gezielt ausschlagender Esel. Im Sog von "Charade" und "James Bond" entstanden in den sechziger Jahren eine ganze Reihe groß angelegter Spionagethriller, die sich vor allem darin unterscheiden, wie ernst die jeweilige Geschichte genommen wird.

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1992 - Die Zukunft ist noch nicht geschrieben - Staffel 1

"Hast du noch nie etwas Furchtbares getan?", fragt der Werbefachmann Leonardo Notte (Stefano Accorsi) die Großunternehmer-Tochter Bibi Mainaghi (Tea Falco) zu Beginn des Finales der ersten Staffel von "1992". "Doch, immerzu", erwidert die junge Frau, die sich innerhalb kurzer Zeit vom antriebslos-melancholischen Party Girl zur entschlossenen Nachfolgerin ihres Vaters entwickelt hat. Dieser Wortwechsel bringt auf den Punkt, mit welchen Figuren wir in der von Sky Italia produzierten TV-Serie konfrontiert werden: Es sind Menschen, die in ihre persönliche Hölle hinabsteigen müssen und sich zu Taten gezwungen sehen, für die sie sich selbst zutiefst verurteilen.

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Freeheld (DVD)

"Freeheld" meint es ernst. Regisseur Peter Sollett greift die reale Thematik um die Polizistin Laurel Hester auf, die 2004 nach einer Krebsdiagnose ihre Pensionsansprüche nach über 20 Jahren Polizeidienst auf ihre Partnerin übertragen wollte. Die zuständigen Behörden lehnten das Gesuch wiederholt ab. Hester allerdings blieb in ihrem Ansinnen trotz voranschreitender Schwächung durch die Krankheit hartnäckig. Die nationalen US-Medien entdeckten das Thema bald für sich. Im Jahr 2007 wurde der Stoff von Cynthia Wade in dem Kurzdokumentarfilm "Freeheld" verarbeitet, der dem nun folgenden gleichnamigen Langfilm als Basis dient.

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A War (DVD)

Der dänische Drehbuchautor und Regisseur Tobias Lindholm ist an den schwierigen moralischen Fragen der Zeit interessiert – sei es als Co-Drebuchautor von "Die Jagd" oder als Regisseur von "Kapringen" / "A Hijacking", der genau die psychologisch interessanten Fragen beantwortet, die Captain Philips auslässt. Sein neuer Film "A War" schließt hier an: Im Mittelpunkt stehen die Folgen der Beteiligung an einem Krieg.

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Der Wert des Menschen (DVD)

51 Jahre alt, seit 20 Monaten arbeitslos und fest im Würgegriff der Bürokratie, die vorgeblich versucht, Menschen wie ihn wieder in Lohn und Brot zu bringen, sich aber in der Realität viel häufiger als ausgeklügeltes System der feinmaschigen Kontrolle und Verwaltung von hoffnungslosen Fällen erweist: Der brave Familienvater und gelernte Maschinist Thierry (Vincent Lindon) kämpft mit Verbissenheit gegen sein Schicksal an und schafft es tatsächlich nach einer wahren Odyssee durch den Verwaltungsapparat, wieder in Lohn und Brot zu kommen.

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Tropfen auf heiße Steine

"Sirk hat gesagt, man kann nicht Filme über etwas machen, man kann Filme nur mit etwas machen, mit Menschen, mit Licht, mit Blumen, mit Spiegeln, mit Blut." (Rainer Werner Fassbinder über Douglas Sirk)

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Liebe ohne Krankenschein

Mit "Silver Linings", "American Hustle" und "Joy: Alles Außer gewöhnlich" hat sich der Filmemacher David O. Russell in den vergangenen Jahren als Garant für sowohl oscar-, als auch publikumstaugliche Filme erwiesen. Vorausgegangen waren diesem beeindruckenden Siegeszug Filme wie der schöne Boxerfilm "The Fighter" und der mit den Mechanismen der generischen Sundance-Komödie zwar hantierende, aber dennoch eigenständige "I Heart Huckabees", die Russell bereits als eine der interessanteren Stimmen in jenem Segment des US-Gegenwartskinos zwischen künstlerischer Ambition und Publikums-Reichweite etablierten.

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Das alte Gewehr - Abschied in der Nacht (Blu-ray)

Zwei Länder, zwei Reaktionen. Während die Grande Nation die französisch-deutsche Produktion "Le Vieux Fusil" als besten Film des Jahres feierte, ging die Presse jenseits des Rheins hart mit Robert Enricos Kriegsdrama ins Gericht, das in der Bonner Republik als "Abschied in der Nacht" nur zensiert in die Kinos kam. Etwas weiter östlich sah das freilich schon wieder ganz anders aus. In der DDR war der Film mit Philippe Noiret und Romy Schneider als "Das alte Gewehr" ungekürzt zu sehen. Studio Hamburg Enterprises vereint nun erstmals die französische, die westdeutsche und die restaurierte ostdeutsche Fassung auf einer Disk.

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Rhapsodie im August

Eine ländliche Gegend unweit von Nagasaki zur Ferienzeit: Die hochbetagte Witwe Kane (Sachiko Murase) hat ihre vier Enkelkinder zu Besuch, deren Eltern in die USA verreist sind. Es naht der Todestag von Kanes verstorbenem Mann, der eines der unmittelbaren Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki am 9. August 1945 war, und dieser Gedenktag beschäftigt auch ihre Enkel, die angelegentlich einen Ausflug in die Stadt dieser gewaltigen Katastrophe unternehmen.

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Ein Mann namens Ove (DVD)

Was ist das bloß, mit den Skandinaviern und den grantigen alten Männern? Nach dem weltweiten Erfolg des Buches und der Adaption "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" kam "Hier ist Harold" über einen missgestimmten älteren Herren, der nach der Pleite seines Möbelgeschäfts IKEA-Gründer Ingvar Kamprad entführte, der finnische "The Grump" über einen übelgelaunten älteren Herren, der seinem Sohn und seiner Schwiegertochter auf die Nerven geht, und nun "Ein Mann namens Ove", über einen pedantischen älteren Herren, der seinen Nachbarn auf den Geist geht.

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Highlander - 30th Anniversary Edition (Blu-ray)

"Wir träumen, wenn wir sehen. Wir sehen, wenn wir träumen. Stehen wir nicht immer im selben Zwielicht? Und scheint nicht bloß nachts die Sonne von unten herauf? Und überschreiten Dämonen nicht jede Helligkeitsschwelle?" (aus Botho Strauß: "Fragmente der Undeutlichkeit", 1989).

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