DVD

The November Man

Auf "The November Man" konnte man durchaus gespannt sein, da Pierce Brosnan hier erneut in die Haut eines mit allen Wassern gewaschenen Geheimnagenten schlüpft und er seinem 007-Nachfolger Daniel Craig beweisen konnte, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Für die Adaption des Romans "There Are No Spies" von 1987 aus der Feder des verstorbenen Autors Bill Granger, dem siebten Band der "November Man"-Serie, sicherte sich Brosnan schon vor zehn Jahren die Rechte.

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Pride (DVD)

Mit einer skurrilen aber wahren Geschichte über Solidarität zweier völlig unterschiedlicher Gruppen entführt uns Regisseur Matthew Warchus ins Großbritannien der Thatcher-Ära und ins sozialdemokratische Komödiengenre ganz im Sinne Ken Loachs.

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Dieses schöne Scheißleben (DVD)

Doris Dörrie goes Mexiko. Dass es dabei thematisch um Frauen gehen wird, ist gesetzt, dass sie in die dortige exotische Folklore eintaucht, ebenso. Dass dieser Dokumentarfilm argumentativ unausgewogen und strukturell aus dem Ruder ist - auch das ist leider Standard im Dörrie-Œuvre.

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The Best Of Me - Mein Weg zu dir (DVD)

Eigentlich hätte Paul Walker die Hauptrolle in diesem Film übernehmen sollen, aber nach seinem überraschenden Tod mussten die Produzenten schnell nach Ersatz suchen. Den fand man in James Marsden, der ein ähnlicher Typ ist. Umso kurioser ist jedoch, dass das Casting dennoch Schwierigkeiten macht. Nicht wegen Marsden, sondern wegen Luke Bracey, der seine jugendliche Version spielt. Beide Schauspieler könnten unterschiedlicher nicht sein!

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Die langen hellen Tage (DVD)

Unmittelbar nach dem Zusammenbruch des Ostblocks erschien es zumindest im Westen so, als müssten die Menschen jenseits des einstigen Eisernen Vorhangs jetzt einfach nur noch glücklich sein, da sie endlich in Freiheit leben durften. Aber wie aktuell die Ukraine-Krise zeigt, hat sich der Frieden noch lange nicht überall wirklich etabliert. Woanders mag der Krieg zwar vorbei sein, aber zugleich haben jahrelange Kämpfe ein gesellschaftliches Trümmerfeld hinterlassen, dessen unheilvolle Früchte zum Teil erst in der nächsten Generation sichtbar werden.

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Terror Trap - Uncut

Das mit den Repacks bereits veröffentlichter Filme ist fast immer ein Fall für das Abzock-Gericht, und "Terror Trap" macht da nicht nur keine Ausnahme, sondern setzt sogar noch ein, zwei Schippen Frechheit drauf. Mit einem räudigen Mistfilm. Einem "The Purge"-mäßigen Cover. Einem "unrated"-Vermerk, der genausogut auf "Paddington" kleben könnte. Und einer überteuerten Mediabook-Verpackung, die als Mehrwert ein 12-seitiges Booklet, den Trailer und eine Bildergalerie bietet.

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Die innere Zone (DVD)

Wenn ein Film anfängt mit Metallicas "Nothing Else Matters" in der Streicher-Version von Apocalyptica, kann er gar nicht so schlecht sein, sollte man denken. Wenn dann Jeanette Hain sinniert, wie vor sieben Tagen ihr Sohn verschwunden ist, vor zwei Jahren das Aurora-Projekt beendet und sie sechs Monate im Sanatorium war, wie sie über die Beeinträchtigung des autobiographischen Gedächtnisses forscht und selbst am Erinnerungssensor hing – dann ist auch gleich zu Anfang eine genügend rätselhafte Atmosphäre geschaffen, die im Zuschauer eine interessierte Spannung erzeugt.

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Der Keuschheitsgürtel

Acht Jahre bevor sich die Komikertruppe Monty Python auf die Suche nach dem heiligen Gral machte, jagten Ritter und Sarazenen in der italienischen Komödie "Der Keuschheitsgürtel" weit weltlicheren Dingen hinterher.

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Der Frauenmörder

Andere Justizthriller enden mit großen Gerichtsprozessen, dieser beginnt mit einem. "Der Frauenmörder" heißt Martin Thiel (Kevin Bacon) und kommt aus reichem Hause. Es gibt eine Zeugin, doch Staranwalt Ben Chase (Gary Oldman) bezweifelt deren Glaubwürdigkeit. Es kommt zum Freispruch, wenige Tage später geschieht ein weiterer Mord. Die Tatumstände ähneln sich, Martin gerät erneut unter Verdacht, aber es fehlt nach wie vor an Beweisen. Allmählich dämmert auch Ben, dass sein Mandant ein Serienkiller sein könnte. Ihm muss also noch einmal der Prozess gemacht werden.

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Phoenix (DVD)

Die ersten zehn Minuten von "Phoenix" konfrontieren einen direkt mit einer Frau, deren Gesicht nicht erkennbar ist. Ihr Kopf ist aufgrund einer schweren Kriegsverletzung vollständig bandagiert. Dadurch bleibt sie anonym, ihr Gesicht bekommen wir weder in einer Straßenkontrolle der Alliierten zu sehen, noch beim Chirurgen, zu dem sie ihre Freundin Lene Winter (Nina Kunzendorf) bringt.

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Northmen: A Viking Saga (DVD)

"Wikinger haben eine große Fanbase", so Produzent Ralph S. Dietrich. "Als dann auch noch das Nachrichtenmagazin Spiegel einen Wikinger auf dem Titelbild zeigte, war mir klar, dass die Zeit reif ist, unseren Film zu drehen." Ein kurioser Auslöser, das muss man schon sagen und sich im Umkehrschluss fragen, ob ein Ägypter auf dem Cover dann wohl die Produktion eines Ägypten-Films gezeitigt hätte. Aber man soll ja nicht gehässig sein, "Northmen – A Viking Saga" ist immerhin gute, wenn auch simple Action-Kost.

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Die BoxTrolls (DVD)

Nach "Coraline" und "ParaNorman" ist "Die BoxTrolls" die dritte Stop-Motion-Produktion des Oregoner Studios Laika Animation. Inhaltlich gänzlich unterschiedlich, gibt es doch eine Gemeinsamkeit. Süße Kinderunterhaltung sieht anders aus, Laika Animation hat ein größeres Publikum vor Augen und präsentiert eine grotesk-düstere Geschichte, wie man sie auch schon von den Vorgängern kennt.

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Der kleine Nick macht Ferien (DVD)

Egal wie alt man ist, fast jeder hat sich schonmal bei dem abgedroschenen Spruch "Früher war alles besser" ertappt. Doch manchmal werden Filme gemacht, die einen ganz wunderbar in die Vergangenheit entführen. "Der kleine Nick macht Ferien" ist so ein Fall. Selbst als Spätgeborener kann man sich lebhaft vorstellen, wie die 1960er Jahre in Frankreich waren.

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Left Bank (Blu-ray)

Guter Horror bedarf nicht immer der großen Schockeffekte. Was eine düstere Grundstimmung wert ist, zeigt die kleine belgische Produktion "Left Bank", die verschiedene Motive geschickt miteinander mixt.

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A Most Wanted Man (DVD)

Das Wasser in einem Kanalisationsschacht ist im ersten Bild von Anton Corbijns "A Most Wanted Man" zu sehen, aus ihm steigt ein Mann an die Oberfläche. Es folgt ein Schnitt, erneut ist ein Flüssigkeitspegel zu sehen, doch dieses Mal handelt es sich bei der bräunlichen Flüssigkeit um Whisky in einem Tumbler, der auf dem Tisch von Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman) steht. Im Sumpf stecken jedoch beide Männer.

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Nachts, wenn das Skelett erwacht

Wüsste man es nicht besser, man könnte diesen Film für eine Hammer-Produktion halten. Nicht nur der beiden Stars wegen, sondern auch wegen Regisseur Freddie Francis (der in letzter Minute Don Sharp ersetzte), und natürlich wegen des Umstands, dass hier gotischer Grusel in Perfektion geboten wird.

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Der Junge Siyar (DVD)

Dieses Werk will es einem wirklich nicht leicht machen. In seinem Langfilmdebüt als Regisseur und Ko-Autor erzählt Hisham Zaman von Zwangsheirat, Flucht und geplantem Ehrenmord – aus Sicht einer Person, die man als Zuschauer (insbesondere der westlichen Kultur) als klaren Antagonisten der Geschichte empfindet.

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Zwei Tage, eine Nacht (DVD)

Die Rahmendaten der Geschichte, die die beiden belgischen Filmemacher Jean-Pierre und Luc Dardenne in ihrem unverwechselbaren, nur scheinbar schmucklosen und reduzierten Stil eines "sozialen Realismus" erzählen, sind schnell wiedergegeben. Da ist Sandra (Marion Cotillard), die an einem Freitag von einem Problem erfährt, das sie binnen kurzer Zeit lösen muss: Da es der Firma, in der sie arbeitet, schlecht geht, steht ihr Rauswurf unmittelbar bevor.

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20,000 Days on Earth (DVD)

Am Ende von Jane Pollards und Iain Forsyths "20,000 Days on Earth" steht Nick Cave am Strand und beschreibt seine Welt als kleinen schimmernden Spalt, in dem sich Imagination und Realität vermischen. Eine Aussage, die nicht nur treffend die Arbeitsweise des australischen Musikers, sondern auch die Machart des Dokumentarfilms widerspiegelt, der an vielen Stellen einem Spielfilm sehr nahekommt und mit erfreulich wenig Archivmaterial auskommt.

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Orion 3000 - Raumfahrt des Grauens (Blu-ray)

Ein gutes Jahrzehnt bevor "Star Wars" das Science-Fiction-Genre im Kino revolutionierte, machten die Italiener den Weltraum unsicher. Anthony Dawson alias Antonio Margheriti inszenierte von 1965 bis 1967 vier Filme, die als Gamma I-Tetralogie in die Filmgeschichte eingingen. Zumindest, wenn man eine über den italienischen Exploitation-Film verfasst. "Orion 3000 – Raumfahrt des Grauens" ist der dritte Film der Reihe, der vierte, "Dämonen aus dem All", ist zeitgleich auf DVD und Blu-ray erschienen.

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