DVD

City Heat (Blu-ray)

Folgender Konzeptvorschlag: eine leichte Actionkomödie zwischen "Die Marx Brothers an der Uni" und "Der öffentliche Feind", besetzt mit Burt Reynolds und Clint Eastwood. Liest sich lecker? Ist aber eher seltsam, unter anderem wegen der (offiziell kommunizierten) filmischen Assoziationen. Und vor allem wegen der grobporig aussickernden Durchschnittlichkeit, die "City Heat" zu einem zu Recht vergessenen Kind der 1980er Jahre macht.

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Jane Got a Gun (DVD)

Western gibt es zwar wieder im Kino, sie sind jedoch so selten, dass sie immer etwas Besonderes bieten sollen. "Jane Got a Gun" mit Natalie Portman als Ehefrau und Mutter, die verzweifelt Unterstützung im Kampf gegen eine Verbrecherbande sucht, hat in seiner konventionellen Machart auf den ersten Blick nichts Herausragendes. Auf den zweiten aber doch. Denn wann war zuletzt ein Western zu sehen, der sich auch als Dating-Movie eignet?

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Helena – Monumentalfilm in zwei Teilen

Manfred Noas "Helena" läutete 1924 das Ende einer kurzen Epoche des deutschen Monumentalfilms ein. Das seinerzeit sehr erfolgreiche, heute größtenteils in Vergessenheit geratene Drama über den Untergang Trojas können Stummfilmfans in einer rekonstruierten Fassung bestaunen.

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4 Könige (DVD)

Ein Element verbindet eigentlich alle Weihnachtsfilme. Eine Rührseligkeit, die ideal zu den Feiertagen passt. Friede, Freude, Eierkuchen, das ganze Brimborium, inklusive Harmonie, tollem Weihnachtsbaum, dicken Geschenken und ganz viel Kitsch. All das gibt es in "4 Könige" nicht. Zwar wird eine Weihnachtsgeschichte erzählt, aber eine, die vom Kontrast lebt.

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Die Suche

Es war wohl vor allem dem Gewinn der Goldenen Palme im Jahre 2011 und dem Gewinn des Academy Award im Jahr darauf mit "The Artist" geschuldet, dass der französische Regisseur Michel Hazanavicius und seine Ehefrau Bérénice Bejo relativ freie Hand bei der Auswahl ihres nächsten gemeinsamen Projektes hatten. Wer so viele Auszeichnungen einheimst wie die Macher des gallisches Stummfilm-Überraschungserfolges, dem stehen nahezu alle Türen offen.

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Die Legende von Barney Thomson

Mit der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Richard Cowan, der auch das Skript verfasst hat, gibt Robert Carlyle sein Langfilmdebüt als Regisseur. Zuvor hat er nur eine Folge von "Stargate: Universe" inszeniert. Carlyle hat das ideale Projekt gefunden, um auf dem Regiestuhl Platz zu nehmen und zugleich die Hauptrolle zu spielen, ist "Die Legende von Barney Thomson" doch eine zutiefst schwarze Komödie vor Glasgows bodenständiger Kulisse.

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Zoo - Staffel 1

Vielschreiber James Patterson, dessen Erfolgsformel kurze, knackige Kapitel sind, hat zusammen mit Michael Ledwige die Romanvorlage zur neuen Serie "Zoo" geschrieben. Der Stoff hat das Interesse von Fernsehproduzenten geweckt. Der Sender CBS griff die Show auf und der ersten Staffel wird schon bald eine zweite folgen. Das ist auch gut, denn das Ende der ersten Season ist auf Fortsetzung ausgelegt.

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99 Homes - Stadt ohne Gewissen

Der Charaktermime Michael Shannon hat im Laufe seiner Schauspielkarriere schon zahlreiche Schattierungen von Sozio- und Psychopathie verkörpert. Auch in "99 Homes – Stadt ohne Gewissen" gibt er den Antagonisten. Er erweitert seine Rollenbiografie damit um einen besonders heimtückischen Typus des Bösen: den Pragmatiker. Der von Shannon interpretierte Immobilienmakler Rick Carver ist ein Mann, der sich die US-Finanz- und Immobilienkrise zunutze macht.

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All Things Must Pass: The Rise and Fall of Tower Records (OmU)

Bruce Springsteen hing dort ab, Dave Grohl hat dort gearbeitet und Elton John Unsummen ausgegeben. Die Rede ist nicht von einem angesagten Club, exquisiten Restaurant oder hippen Hotel, sondern von einem Plattenladen. Schauspieler Colin Hanks wechselt für "All Things Must Pass" erstmals bei einem Langfilm hinter die Kamera und geht dem Mythos Tower Records auf den Grund.

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Das große Liebesspiel

Ein so distanziert wie souverän wirkendes Callgirl (Hildegard Knef) empfängt offensichtlich die unterschiedlichsten Kunden in seinem Appartement. An diesem Mittwoch, der doch eigentlich der Dame "freier" Obsttag ist, beispielsweise einen zurückhaltenden Polizisten (Walter Giller), der ausnahmsweise doch am gesundheitsbewussten Ruhetag bedient wird, und gewöhnlich so manch andere überwiegend recht betuchte Herren, die sich diese professionelle Amourösität bei Zeiten leisten.

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Eine reine Formalität

Bei Kritik und Publikum fiel Giuseppe Tornatores "Eine reine Formalität" größtenteils durch. Die Auswertung fürs Heimkino könnte jedoch gerade dessen Verächtern gefallen. Schließlich ist der Thriller mit Gérard Depardieu und Roman Polanski eher untypisch für den italienischen Oscargewinner: kurz, bündig und nostalgiefrei.

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Palmen im Schnee - Eine grenzenlose Liebe

Die große Liebesgeschichte des jungen Spaniers Kilian (Mario Casas), der in den 1950er Jahren sein Herz auf einer spanischen Kolonie-Insel vor der Küste Afrikas verliert. Dabei zugleich auch die große Liebesgeschichte seiner Nichte Clarence (Adriana Ugarte), die Jahrzehnte später auf eben dieser Insel den Spuren ihrer Vorfahren nachgeht und dabei – ihr Herz verliert.

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Casbah - Verbotene Gassen

"Casbah ist ein altes algerisches Wort und bedeutet in etwa Festung", erklärt der Fremdenführer einer kleinen Gästegruppe im Straßengewusel Algiers. Burgartig schlängeln sich dort hunderte Dächer und Türmchen den Haupthügel der algerischen Hauptstadt hinauf. Was in der nicht-filmischen Wirklichkeit längst zum UNESCO-Weltkulturerbe (seit 1992) erklärt wurde, wirkt in John Berrys Film-noir-Mäzchen "Casbah – Verbotene Gassen" wie eine unvollendete Pappmaché-Kulisse mit schludrig ausgeführter Bühnenmalerei.

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POD - Es ist hier

Eigentlich kann man mit den Zutaten nicht viel falsch machen: Eine Hütte irgendwo im Nirgendwo, ein paar Leute, eine Bedrohung von innen und außen – mehr braucht es für einen Horrorfilm nicht. Damit kann der richtige Regisseur glänzen, wenn er innovative Bilder findet oder den Zuschauer ausreichend zu schockieren vermag. Allerdings müsste dazu auch etwas passieren. Anders als bei "POD – Es ist hier".

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The Driver (Mini-Serie)

Dass die Briten Fernsehen auf überdurchschnittlich hohem Niveau produzieren können, ist nicht erst seit "Downton Abbey" oder "Sherlock" bekannt. Allerdings sollte man auch nicht den Fehler begehen, von diesen Major-League-Titeln auf den kompletten Rest zu schließen. Mittelmaß gibt es auch auf der Insel - und ein Beweis dafür ist die Mini-Serie "The Driver".

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Zorniges Land

Filme wie "Winter’s Bone" oder "Joe – Die Rache ist sein" sind Beispiele für einen nach wie vor anhaltenden Trend im amerikanischen Independent-Kino, der seinen Blick auf abgeschiedene Landstriche und deren hartgesottene Bewohner lenkt. In diese Kerbe schlägt auch der Spielfilmdebütant David Burris mit seinem country noir "Zorniges Land", einer Adaption des Ron-Rash-Romans "The World Made Straight".

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Gastons Küche

Mit ihrem Dokumentarfilm "Gastons Küche", der 2015 im Programm "Kulinarisches Kino" auf der Berlinale zu sehen war, will Regisseurin Julia Patricia Pérez nicht unbedingt nur informieren, sondern vor allem Lust machen auf die peruanische Küche. Zumindest hat man diesen Eindruck - und zumindest läuft einem das Wasser im Munde zusammen ob der vielen Detailaufnahmen sorgfältig trappierter Happen.

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Dark Was the Night

Wirklich Ungewöhnliches hat "Dark Was the Night" nicht zu bieten. Das muss wohl auch Regisseur Jack Heller erkannt haben, weil er offenbar versucht hat, dem mit einer sehr eigenwilligen Farbchoreographie entgegenzuwirken. Oder er hat das Wunderwerk 'Farbfilter' entdeckt und konnte sich nicht zurückhalten. Was auch immer es war, sein Film wirkt extrem kühl, weil die Tagesszenen praktisch alle einen Blaustich haben

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The Trust

Nicht viele Hollywood-Stars mit unglücklich verlaufenden Karrierekurven haben ihren Niedergang auf solch spezielle Weise zu einem Quasi-Vorteil ummünzen können wie Nicolas Cage. Der einstmals traumhaft verdienende und für seine exzessiv-bizarre Lebensweise bekannte Oscar-Gewinner ist seit einigen Jahren verschuldet, was sich vor allem an seiner stetig anschwellenden Filmographie bemerkbar macht, deren Neueinträge zum größten Teil direkt in die Videothek wandern.

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The Dressmaker - Die Schneiderin

Nicht nur international, auch Down Under war George Millers "Mad Max: Fury Road" der australische Film des Jahres 2015. Eine ganz andere kinematografische Vendetta heimste beim Australischen Filmpreis allerdings eine Nominierung mehr als Millers dystopische Actionsymphonie ein: Jocelyn Moorhouse' "The Dressmaker", in dem Kate Winslet als Schneiderin auf Rache sinnt.

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