DVD

Ende

Am Ende von Lars von Triers "Melancholia" zieht Stille ins Universum ein. Mit dem Ersterben der Erde endet auch das Leben. Ein gleichmütiges, friedliches Universum besteht fort, keinen Deut schlechter als zuvor, nicht weniger prächtig, nur stärker in sich ruhend. In Jorge Torregrossas "Ende" ist die Erde auch am Verstummen, auf andere Art und Weise, aber mit nicht weniger Nachhall.

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Am Ende des Tages (Blu-ray)

Es muss am Klima liegen, an der Luft oder an der Landschaft, dass es in Österreich weitaus weniger Berührungsängste mit dem Genrekino US-amerikanischer Prägung gibt als bei den nördlichen Nachbarn. Peter Payers düsterer Thriller "Am Ende des Tages" ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen Film in sein heimatliches Habitat einbettet, ohne dabei die Spannung schleifen zu lassen.

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Savaged

Was ein ganz "normaler" Rape’n’Revenge-Film hätte sein können, erweist sich als deutlich interessanter als üblich, da hier nicht nur eine Variation von "I Spit On Your Grave" geboten, sondern das Ganze noch mit einer Prise "The Crow" abgeschmeckt wird. Das Ergebnis ist ein Low-Budget-Rammbock, der mit starkem 70er-Jahre-Vibe aufwartet. Gefangene werden hier nicht gemacht.

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Der Mann auf der Bettkante

Die romantische und ein bisschen freche Komödie im Wandel der Zeit: Ein Film wie "Der Mann auf der Bettkante" läuft dieser Tage beinahe täglich auf diversen öffentlich-rechtlichen Sendern, meistens besetzt mit TV-Größen à la Christine Neubauer. Das anscheinend unstillbare Verlangen nach netter Unterhaltung, die gerne auch ein bisschen anrüchig sein kann, ist der Treibstoff für immer neue Geschichten aus den Schubladen "eine Frau bricht aus", "eine Frau will nach oben", "man ist nie zu alt für die Liebe" und "folge deinem Herzen".

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Lautlos im Weltraum (Blu-ray)

Nach "2001" hatte Douglas Trumbull einen so guten Ruf, dass ihm 1972 sogar die Regie bei einem weiteren Science-Fiction-Film angeboten wurde: "Lautlos im Weltraum" – eine ganz im damaligen Zeitgeist verhaftete Flowerpower-Fabel, die mindestens bewies, dass Trumbull kein Regisseur ist, der nach dem Offensichtlichen greift. Im Vordergrund stehen hier die Geschichte und die Charaktere, die Effekte halten sich im Hintergrund.

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Freezer

Ein Mann erwacht in einem Kühlraum. Zwei Russen kommen herein. Sie wollen das Geld, das Robert (Dylan McDermott) gestohlen haben soll: acht Millionen Dollar. Robert hat keine Ahnung, wovon die Russen reden. Aber die Zeit in dem Kühlraum wird lang, die Kälte immer qualvoller und die Situation immer aussichtsloser.

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Hauptsache, die Chemie stimmt

Dass hinter den weißen Gartenzäunen der amerikanischen Vorstadtidylle die große Depression schlummert, wusste Douglas Sirk schon in den 1950ern. In "Hauptsache, die Chemie stimmt" unternehmen Geoff Moore und David Posamentier nun den Versuch, gegängelte Gatten und frustrierte Hausfrauen mit einem Cocktail aus Komik und Pillen der täglichen Tristesse zu entreißen.

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Armee im Schatten (Blu-ray)

Jeder bezeichnet "Armee im Schatten" als Meisterwerk, also kann man ja kaum anders, als ebenfalls zu applaudieren: Ja, der Film ist einfach großartig, ja, der Film ist von beeindruckender Konsequenz und Vision. Die Verrisse und leeren Kinos, die noch seinen Kinostart begleiteten, haben sich inzwischen in Klassikerstatus verwandelt. "Armee im Schatten" wird gemeinhin als Regisseur Jean-Pierre Melvilles bester Film angesehen, wobei allerdings die Bewunderung für das Werk größer als die tatsächliche Begeisterung sein dürfte.

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Twice Born - Was vom Leben übrig bleibt

Gemma (Penelope Cruz) reist mit ihrem Sohn nach Sarajevo, wo sie einen alten Freund wiedertreffen will. Doch die Rückkehr in diese Stadt bringt längst überwunden geglaubte Erinnerungen zum Vorschein. Sie erinnert sich wieder an ihre Zeit mit Diego (Emile Hirsch), den sie einst so leidenschaftlich geliebt hat, dem sie aber keine Kinder schenken konnte. An die Jahre vor dem Krieg, aber auch den Krieg – und daran, wie ihr Traum, Kinder zu bekommen, zerbrach.

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Schonzeit für Füchse (DVD + Blu-ray)

"Schonzeit für Füchse – mit den Füchsen sind hier die Söhne gemeint", erklärt die Voice Over des originalen Filmtrailers: "Sie versuchen, sich gegen Traditionen, Bevormundung, soziale und sexuelle Normen aufzulehnen."

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Gilda (Blu-ray)

Für Rita Hayworth markierte "Gilda" einen Wendepunkt in ihrer Karriere. Die Rolle des männerverschlingenden Vamps war Segen und Fluch zugleich. Wodurch Charles Vidors Film noir abseits der Hayworth besticht, kann in Deutschland nun erstmals auf Blu-ray bewundert werden.

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In a World... - Die Macht der Stimme

Eine dunkle Leinwand, langsam anschwellender Orchesterbombast, Aufblende zu einer Panorama-Aufnahme endloser CGI-Landschaften und dazu dann eine erschütternde Bass-Stimme: "In a world..." der Trailer stehen diese Worte für Klischee, Gänsehaut und Popkultur. Da kommt etwas Großes, eine noch nie dagewesene Welt – die mehr oder weniger das genaue Gegenteil der Welt der Sprecher dieser Worte darstellt.

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Wut im Bauch

Der Mensch plant gerne, um die Kontrolle über sein Leben und seine Umgebung zu behalten. Wenn sich dann herausstellt, dass ihm die Kontrolle langsam entgleitet, versucht er die Symptome des Kontrollverlustes einzudämmen. Aus Planen wird verzweifeltes Reagieren.

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Inside Llewyn Davis (DVD)

Manchmal liegt das Glück nicht wie Jan Ole Gersters "Oh Boy" in einer Tasse Kaffee. Sondern zum Beispiel darin, dass eine Katze verloren geht und sich von diesem Punkt aus eine Odyssee entwickelt, die der (Anti)Held von der traurigen Gestalt eigentlich schon hätte erahnen können.

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Kiss of the Damned

"Twilight" war so omnipräsent die letzten Jahre, dass man fast vergessen könnte, für was Vampire eigentlich stehen: Sex und Gewalt – besonders, wenn es sich um europäische Vampire der siebziger Jahre handelt. Jess Franco und Jean Rollin sind quasi die Vorbilder von Xan Cassavates, der Tochter von John Cassavates, die mit "Kiss of the Damned" eine Hommage an Filme wie "Fascination" oder "Erotikill" im Sinn hatte.

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Jug Face

Dass an Hinterwäldlern etwas faul ist, weiß man nicht erst seit gestern. Speziell der Horrorfilm hat immer wieder gezeigt, was sich tief im Wald abspielt.

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The Returned

Zombies in der Filmgeschichte – da gab es doch schon jede erdenkliche Ausarbeitung. Ob die klassische Variante von schlurfenden Untoten ("Night of the Living Dead") oder schnelle und verbündete ("World War Z"). Ob Zombies, die als Haustier gehalten ("Fido") oder die, die mit Schallplatten in die Flucht geschlagen werden ("Shaun of the Dead") – das Genre scheint abgegrast.

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Cold Comes The Night

Eigentlich müsste es Chloe (Alice Eve) doch inzwischen besser wissen: Eine Tasche voller Geld bedeutet grundsätzlich Unheil und nie, wirklich nie den Ausstieg aus dem aktuellen Dasein. Besonders wenn es ein karges Dasein ist, im amerikanischen Hinterland, das nicht erst seit "Fargo" oder "A Simple Plan" die bevorzugte Lokalität für noirische Tasche-voller-Geld-Filme ist.

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Der lange Weg nach Cardiff

Basierend auf vier als Einakter angelegten Theaterstücken des Literaturnobel- und vierfachen Pulitzer-Preisträgers Eugene O’Neill (1888-1953) erzählt "Der lange Weg nach Cardiff" die Geschichte der Matrosen des englischen Frachtschiffes Glencairn, das noch vor dem Kriegseintritt der USA während des Zweiten Weltkriegs Sprengstoff von den Vereinigten Staaten nach Großbritannien transportiert.

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Reasonable Doubt

Bei einem Titel wie "Reasonable Doubt" denkt man zunächst an ein Gerichtsdrama, doch hier wird daraus ein vorwiegend idiotischer Katz-und-Maus-Thriller, der kein Problem damit hat, bereits im Trailer die wichtigsten Plotpunkte an die Wand zu kleistern.

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