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Film Noir
Kinostart:
16.08.2004
Leserbewertung:
Verschiedene Schwarz-Abstufungen
Kaum ein Filmgenre hatte so eine Wirkung auf die nachfolgenden Generationen wie der Film Noir des vierziger und fünfziger Jahre, dessen Auswirkungen bis heute deutlich wahrzunehmen sind. Ob David Lynch, Roman Polanski, Francis Ford Coppola oder Quentin Tarantino, sie alle sind ohne die Filme, die zumeist von europäischen Flüchtlingen gedreht wurden, kaum denkbar in ihrer künstlerischen Entwicklung und Ausdrucksweise. Dabei wurden die Streifen, die nicht selten in der Liga der B-Movies spielten, von zeitgenössischen Kritikern meist belächelt. Die Adelung der Krimis und Thriller aus Hollywoods zweiter Reihe kam aus einer ganz unerwarteten Ecke, aus Frankreich nämlich, wo der Begriff des Film Noir zum ersten Mal im Jahre 1946, also unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg auftauchte. Und die Filmkritiker aus dem Umkreis der Cahiers du Cinéma der fünfziger und sechziger Jahre, unter ihnen zahlreiche spätere Regisseure wie Claude Chabrol, Francois Truffaut, Jean-Luc Godard und Eric Rohmer sollten den einmal geknüpften Faden wieder aufnehmen.
Der Kölner Taschen-Verlag, bislang vor allem bekannt für seine opulenten Kunstbände, hat im Zuge des Ausbaus seiner Filmreihe nun ein Buch der Herausgeber Alain Silver, James Ursini und Paul Duncan vorgelegt, die Hollywoods Schwarze Serie, die Einflüsse und die Folgen für die gesamte Filmszene noch einmal gründlich aufarbeiten. Ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Zeile Spaß macht. Angenehm liest sich das Buch vor allem, weil die Autoren nicht chronologisch vorgehen, sondern thematisch. Schritt für Schritt werden die Haupttopoi des Film Noir identifiziert und analysiert, also ständig wiederkehrende Motive wie „Das perfekte Verbrechen“, „Die Femme fatale“, „Der Privatdetektiv“, „Die Last der Vergangenheit“ und „Männliche Gewalt“. Kenntnisreich und detailliert beschreiben die Autoren , ergänzt wird das Standardwerk durch eine Bibliographie, eine Zeittafel und eine Filmographie der Hauptwerke sowie durch Biographien der wichtigsten Vertreter des Film Noir. Zu einem Lesevergnügen ersten Ranges wird das Buch vor allem durch die für den Taschen-Verlag typischen zahlreichen großformatigen Bilder, die den Band auch optisch zu einem Leckerbissen machen.
Der Kölner Taschen-Verlag, bislang vor allem bekannt für seine opulenten Kunstbände, hat im Zuge des Ausbaus seiner Filmreihe nun ein Buch der Herausgeber Alain Silver, James Ursini und Paul Duncan vorgelegt, die Hollywoods Schwarze Serie, die Einflüsse und die Folgen für die gesamte Filmszene noch einmal gründlich aufarbeiten. Ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Zeile Spaß macht. Angenehm liest sich das Buch vor allem, weil die Autoren nicht chronologisch vorgehen, sondern thematisch. Schritt für Schritt werden die Haupttopoi des Film Noir identifiziert und analysiert, also ständig wiederkehrende Motive wie „Das perfekte Verbrechen“, „Die Femme fatale“, „Der Privatdetektiv“, „Die Last der Vergangenheit“ und „Männliche Gewalt“. Kenntnisreich und detailliert beschreiben die Autoren , ergänzt wird das Standardwerk durch eine Bibliographie, eine Zeittafel und eine Filmographie der Hauptwerke sowie durch Biographien der wichtigsten Vertreter des Film Noir. Zu einem Lesevergnügen ersten Ranges wird das Buch vor allem durch die für den Taschen-Verlag typischen zahlreichen großformatigen Bilder, die den Band auch optisch zu einem Leckerbissen machen.
DATEN & FAKTEN
ÜBERBLICK
Titel:
Film Noir
Erscheinungsort:
Köln
Erscheinungsdatum:
2004
Seiten:
192
Verlag:
Taschen
ISBN:
3-8228-2268-X
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