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Wie schon in jenem Buch werden auch hier dreißig Filme in Verknüpfung mit jeweils einem zentralen Drehort eingehend, d.h. jeweils auf mehreren Seiten vorgestellt. Und man erkennt, gerade dieser tiefere Blick tut der Betrachtung gut. Hier werden die Filme und ihre Münchener Drehorte nicht nur abgehakt und aufgelistet, sondern der Autor schaut, wie der Drehort sich auf den Film auswirkte und wie der gedrehte Film nun auf den Ort zurückwirkt.
Drehort München beginnt mit Karl Valentin 1921 auf der Wiesn und endet mit der Uni in Sophie Scholl - Die letzten Tage von 2004. Dazwischen geht es so ziemlich durch alle Genres - Komödie, Drama, Heimat-, Kostüm- und Kriegsfilm, Erotik und Satire - durch die Jahre und durch die Stadt: die Innenstadt, die Au, Schwabing, Giesing, Pasing, Perlach, Bogenhausen und Hasenbergl. Zeilmann dehnt München bis ins Umland aus, zu den Bavaria-Studios in Grünwald-Geiselgasteig natürlich (als Drehort von Das Boot), zum Schloss Schleißheim in Oberschleißheim (Kubricks Paths of Glory / Wege zum Ruhm) und gar bis nach Neuschwanstein (Viscontis Ludwig / Ludwig II. ) im Allgäu und rund 80 Kilometer von München entfernt.
Münchens "Glück war das Unglück Berlins", so Zeilmann im Vorwort seines Buches, "Babelsberg lag isoliert im sowjetischen Sektor und München konnte mit seinen Pfunden wuchern: Eine vom Krieg unberührte, funktionierende Studio-Infrastruktur, vielfältige Stadtkulissen und ein malerisches Umland zogen Filmemacher aus aller Welt an - und das lange bevor Hollywood Berlin neu entdeckte." Nun kann man die Filmgeschichten Münchens wie Berlins in zwei gleichartigen Büchern des Bebra-Verlags nachlesen.
(Stefan Otto)
Drehort München - Wo berühmte Filme entstanden
Was übrigbleibt, wird Museum
Das Münchner Film- und Kinobuch von Sylvia Wolf und Ulrich Kurowski (der übrigens kürzlich verstarb) erschien 1988. München im Film von Ingo Tornow folgte 1995. Und nun, 2008, kommt Drehort München - Wo berühmte Filme entstanden von Achim Zeilmann in den Buchhandel, gewissermaßen die Fortsetzung von Markus Münchs Drehort Berlin beziehungsweise seine Überführung nach Bayern.Wie schon in jenem Buch werden auch hier dreißig Filme in Verknüpfung mit jeweils einem zentralen Drehort eingehend, d.h. jeweils auf mehreren Seiten vorgestellt. Und man erkennt, gerade dieser tiefere Blick tut der Betrachtung gut. Hier werden die Filme und ihre Münchener Drehorte nicht nur abgehakt und aufgelistet, sondern der Autor schaut, wie der Drehort sich auf den Film auswirkte und wie der gedrehte Film nun auf den Ort zurückwirkt.
Drehort München beginnt mit Karl Valentin 1921 auf der Wiesn und endet mit der Uni in Sophie Scholl - Die letzten Tage von 2004. Dazwischen geht es so ziemlich durch alle Genres - Komödie, Drama, Heimat-, Kostüm- und Kriegsfilm, Erotik und Satire - durch die Jahre und durch die Stadt: die Innenstadt, die Au, Schwabing, Giesing, Pasing, Perlach, Bogenhausen und Hasenbergl. Zeilmann dehnt München bis ins Umland aus, zu den Bavaria-Studios in Grünwald-Geiselgasteig natürlich (als Drehort von Das Boot), zum Schloss Schleißheim in Oberschleißheim (Kubricks Paths of Glory / Wege zum Ruhm) und gar bis nach Neuschwanstein (Viscontis Ludwig / Ludwig II. ) im Allgäu und rund 80 Kilometer von München entfernt.
Münchens "Glück war das Unglück Berlins", so Zeilmann im Vorwort seines Buches, "Babelsberg lag isoliert im sowjetischen Sektor und München konnte mit seinen Pfunden wuchern: Eine vom Krieg unberührte, funktionierende Studio-Infrastruktur, vielfältige Stadtkulissen und ein malerisches Umland zogen Filmemacher aus aller Welt an - und das lange bevor Hollywood Berlin neu entdeckte." Nun kann man die Filmgeschichten Münchens wie Berlins in zwei gleichartigen Büchern des Bebra-Verlags nachlesen.
(Stefan Otto)
Daten & Fakten
| Titel: | Drehort München - Wo berühmte Filme entstanden |
|---|---|
| Autor: | Achim Zeilmann |
| Erscheinungsort: | Berlin |
| Erscheinungsdatum: | 2008 |
| Seiten: | 236 |
| Verlag: | be.bra Verlag |
| ISBN: | 978-3-86124-619-0 |
2013
23/05
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