B-Roll BLOG

16 26/07

Festivalimpressionen Teil 1 vom "Nowe Horyzonty"-Festival in Breslau

Das "Nowe Horizonty"-Festival in Breslau besteht zwar erst seit 16 Jahren, doch es hat sich in dieser vergleichsweise kurzen Zeit bereits einen enormen Ruf in der Welt der Filmfestivals erarbeitet und zählt mittlerweile zu den kulturellen Großereignissen in Polen. In diesem Jahr besucht für uns Patrick Holzapfel das Festival, schildert im Video seine Seheindrücke zu Filmen wie dem neuen Achtstunden-Werk A Lullaby to the Beautiful Mystery von Lav Diaz und Park Chan-wooks The Handmaiden und trifft auf der Straße noch spontane Interviewpartner. 

 

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16 25/07

Wie Kassenschlager aus China den amerikanischen Blockbuster verändern

Goldgräberstimmung klingt nur nach einem erstrebenswerten Zustand, wenn man dabei nicht tatsächliche Goldgräber vor Augen hat. Die amerikanischen Schürfer, die sich im 19. Jahrhundert vom Goldfieber packen ließen, waren oft Getriebene, die eine Chance sahen, bitterster Armut zu entkommen. Die meisten von ihnen gingen leer aus. Angesichts des rasant wachsenden chinesischen Filmmarktes herrscht gegenwärtig Goldgräberstimmung in Hollywood. Arm ist man in der Traumfabrik längst noch nicht, doch im Laufe der nächsten Jahre wird China die USA als größter Kinomarkt überholen. Bereits 2017 soll es vielen Analysten zufolge soweit sein. Es ist ein Prozess, der am amerikanischen Blockbuster-Kino nicht spurlos vorübergehen wird.


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16 21/07

"Normale historische Filme sind nicht mein Ding" - Mika Kaurismäki im Gespräch zu "The Girl King"

Mit fünf Jahren wurde sie Königin von Schweden und Finnland, mit 28 Jahren hat sie unverheiratet abgedankt und ist zum Katholizismus konvertiert: Christina von Schweden war und ist eine schillernde Figur in der finnisch-schwedischen Geschichte - und nun hat Mika Kaurismäki mit The Girl King einen Film über die Zeit vor ihrer Abdankung 1654 gedreht. Sonja Hartl hat den finnischen Regisseur bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck getroffen.

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16 20/07

Sommerliche Fluchttendenzen - Die kino-zeit-Kolumne

Wie schön könnte doch der (Kino)Sommer sein: Mit Toni Erdmann ist gerade eine deutsche Komödie angelaufen, für die man sich ganz und gar nicht schämen muss, sondern die vielmehr das Zeug hat, zumindest etwas vom reichlich ramponierten Ruf des deutschen Films wiederherzustellen.


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16 18/07

Toni Erdmann: Eine deutsche Humor-Geschichte

In Interviews zu Toni Erdmann wird Maren Ade gerne nach dem deutschen Humor gefragt und ob sie ihn neu erfunden habe. Sie antwortet dann in der Regel damit, dass Deutschland immer schon ein Land vieler großartiger Komiker wie Loriot gewesen wäre. Gibt es überhaupt so etwas, wie nationalen Humor? Zumal in einem Film, der sich der Einflüsse des Landes, in dem er zum größten Teil spielt und das von sich behauptet, die Absurdität erfunden zu haben, kaum erwehren kann.


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16 15/07

Das Verschwinden der Kinos Teil 2: Lange leben die Kinos!

Nachdem wir im ersten Teil auf das geblickt haben, was im und mit dem Kino verloren geht, wollen wir jetzt einen möglichen Ausblick wagen. Dieser Ausblick ist jedoch mehr eine Möglichkeit denn eine Sicherheit. Es ist ein Blick, der tatsächlich aus dem heraus führen soll, was wir normal sehen, wenn wir ans Kino denken. Dieser Ausblick muss unbedingt subversiv gegen das derzeitige Verleihsystem arbeiten. Er muss es wieder verstehen, dass Underground, Avantgarde oder Unbekanntes nichts mit Nostalgie zu tun haben. Es geht darum, Rahmen aufzubrechen. Nur so können jene Fiktionen entstehen, die das Kino nähren.


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16 13/07

Schlüsselerlebnisse im Lichtspielhaus - Die kino-zeit-Kolumne

Es gibt unzählige Gründe, weshalb ein Kinobesuch unvergesslich sein kann. Im Dunkel des Kinosaals werden wir mit einer Flut von Bildern, Tönen und Emotionen konfrontiert, denen wir uns nicht – wie im sogenannten 'Heimkino' – ohne Weiteres entziehen können. Wir setzen unseren Körper und Geist einem Lichtspiel aus, oft in Begleitung und umgeben von anderen Menschen, deren Reaktion auf das gezeigte Geschehen zu einem Teil unseres eigenen Erlebens wird. Zu den eindrücklichsten Erfahrungen dieser Art zählen wohl jene, die eine persönliche Premiere darstellen.


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16 11/07

Gierige Augen - Vom Wunsch, alles zu sehen

"Ich habe einen Schnelllesekurs gemacht und Krieg und Frieden in zwanzig Minuten gelesen. Es hat etwas mit Russland zu tun." Dieser Witz aus Woody Allens Zeit als Bühnenkomiker ist schon über fünfzig Jahre alt und persifliert dennoch treffend eine Haltung, die sich auch heute noch größter Beliebtheit erfreut, vielleicht sogar eine neue Qualität erreicht hat. Eine, die alles konsumieren, an allem teilhaben, alles be- und verurteilen will, sich aber jeder Auswahl verweigert, jede Form von Aufwand scheut und keinen Unterschied zwischen Landkarte und Welt mehr macht.


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16 08/07

Das Verschwinden des Kinos - Teil 1: Die verlorene Zeit

Wir leben in einer Zeit, in der es nicht nur sehr im Trend, sondern auch sehr einfach ist, den Verlust zu bedauern. Im Kino bedeutet das spätestens seit Susan Sontags Artikel The Decay of Cinema, der 1996 in der New York Times erschien: das Kino ist tot. Jean-Luc Godard, der seiner Zeit meist voraus war und ist, hatte das schon einige Jahrzehnte früher erklärt und ausgerechnet den vergangene Woche verstorbenen Abbas Kiarostami als letzten Filmemacher bezeichnet. Mit ihm, so Godard bevor er seine Meinung zum Iraner radikal änderte, würde das Kino enden.


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16 06/07

Das Disney-Franchise, das besser ist, als man denkt - Die kino-zeit.de-Kolumne

Als ich den Disney Fairies das erste Mal begegnete, fragte ich mich zum wiederholten Male, wie ein einzelner Konzern gleichzeitig das Beste und das Schlimmste im Filmbusiness in sich vereinen kann. Ich saß 2012 in der Wochenend-Matinee eines Multiplexes, um mir Merida anzusehen, einen Film aus einem Studio, das über die letzten 20 Jahre den Goldstandard des Animationsfilms in der westlichen Welt neu definiert hat. Zuvor musste ich jedoch den Trailer des Tinker-Bell-Films Das Geheimnis der Feenflügel ertragen, der mir auf den ersten Blick wie die niederste Variante der gleichen Kunstform erschien: Computeranimation als billige Lösung, um kitschiges filmisches Fast Food, hergestellt aus den verwässerten Zutaten eines 60 Jahre alten Zeichentrickklassikers, an kleine Mädchen zu verkaufen.


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